Stand: 05.11.2015 20:18 Uhr  | Archiv

Kann man Thunfisch bedenkenlos kaufen?

Bild vergrößern
Die Gefährdung des Thunfisch-Bestands ist abhängig von Art und Region.

Der Thunfisch kommt in allen Meeren der Welt vor. Allerdings ist Thunfisch nicht gleich Thunfisch: Es gibt zwei Untergattungen mit insgesamt acht Arten, die in jeweils verschiedenen Regionen leben und deren Bestände unterschiedlich gefährdet sind. Hier den Überblick zu behalten, ist nicht ganz einfach.

Es kommt auf Art und Fangregion an

Beim Einkauf von Thunfisch müssen Verbraucher Art und Fangregion sehr genau überprüfen. Tendenziell gilt der Thunfisch im Indischen Ozean und im Atlantik als überfischt, während der Bestand im Süd- und Nordpazifik weitestgehend gesund ist. Im Ostpazifik und im Mittelmeer herrschen große Unsicherheiten. Generelle Aussagen lassen sich angesichts der Artenvielfalt und der weltweiten Verbreitung kaum treffen.

Die Bewertung der Fangmethode ist dagegen deutlich einfacher: Angelruten und Schleppangeln sind selektiv und gefährden die Bestände kaum. Langleinen-Fischerei und Ringwadenfischerei dagegen verursachen viele Beifänge, weshalb auch Delfine und Vögel durch die Fischerei auf Thunfisch bedroht sind.

Fazit: Wer beim Einkauf auf Fanggebiet und Art achtet, kann also durchaus mal nach Thunfisch greifen.

Weitere Informationen

Welchen Fisch können wir essen?

Die Nachfrage nach Fisch und Meeresfrüchten steigt, doch viele Fischarten gelten als bedroht. Können wir überhaupt noch bedenkenlos Fisch essen? mehr

20 Bilder

Von Aal bis Zander: Was ist ökologisch korrekt?

Überfischung und skrupellose Fangmethoden bedrohen das Leben im Wasser. Umweltschützer geben Tipps, welche Fische man momentan besser von der Einkaufsliste streicht. Bildergalerie

Dieses Thema im Programm:

plietsch. | 09.11.2015 | 21:00 Uhr

Mehr Ratgeber

09:33

Vorsicht vor unseriösen Welpenhändlern

16.01.2018 16:20 Uhr
Mein Nachmittag
06:29

Zahnspange oft teuer und wirkungslos

16.01.2018 20:15 Uhr
Visite
06:11

Medikamente: So hoch ist die Zuzahlung

16.01.2018 20:15 Uhr
Visite