Romanesco (l.) und Blumenkohl © fotolia.com Foto: sarsmis

Blumenkohl und Co - milde Röschen für feine Gerichte

Stand: 14.04.2021 12:23 Uhr

Mit seinem milden Aroma und der guten Bekömmlichkeit zählt Blumenkohl wie sein enger Verwandter Brokkoli zu den beliebtesten Kohl-Sorten. Nicht ganz so verbreitet ist der dekorative, hellgrüne Romanesco.

Ob als klassische Gemüsebeilage oder im Ofen gegart, angebraten oder als cremige Suppe: Sowohl Blumenkohl als auch Brokkoli und Romanesco lassen sich auf vielfältige Weise zubereiten. Alle drei Kohl-Sorten sind im Sommer bei uns aus dem Freiland erhältlich.

Blumenkohl - mild und vielseitig

Bereits im Frühjahr beginnt die Saison für Blumenkohl und dauert bis in den Oktober. Beim Kauf sollten die Röschen weiß und fest sein. Sind die Röschen locker oder bilden sich bereits Spalten, ist der Kohl nicht mehr frisch. Braune oder gelbliche Stellen sind ein Anzeichen für falsche Lagerung. Schwarze Punkte deuten auf einen Pilzbefall hin. In diesem Fall das Gemüse auf keinen Fall mehr essen.

Zarte Blumenkohl-Blätter ebenfalls essbar

Blumenkohl © colourbox Foto: -
Der Kohlkopf lässt sich sowohl im Ganzen zubereiten als auch zerteilt in kleine Röschen.

Vor der Zubereitung den Strunk herausschneiden und den Kohl kurz in Salzwasser legen - so lässt sich eventuelles Ungeziefer entfernen. Die kleinen, zarten Blättchen zwischen den Röschen sind sehr gesund und können mitgegessen werden. Etwas Milch oder Zitrone im Kochwasser sorgen dafür, das der Kohl beim Garen seine schöne weiße Farbe behält.

Blumenkohl im Ofen garen

Statt ihn zu kochen, kann man Blumenkohl mit Öl übergießen und im Ganzen im Ofen garen. Sehr gut schmeckt er mit Nüssen, die am Ende der Garzeit im Ofen mitrösten. Wer Blumenkohl klassisch als Beilage serviert, kann ihn mit Bechamelsoße oder gebräunter Butter servieren. Zum Würzen ist - neben Salz und Pfeffer - frisch geriebener Muskat ideal.

Gebackene und mit Kernen garnierte Scheiben Blumenkohl auf einem Backblech. © NDR Foto: Claudia Timmann
Einfach und lecker: Blumenkohl lässt sich gut im Ofen zubereiten und mit gerösteten Nüssen servieren.

Blumenkohl wird übrigens nicht immer nur mit weißen Röschen gezüchtet, es gibt auch grüne, gelb-orange und violette Sorten. Geschmacklich ähneln sie dem weißen Blumenkohl. Damit die Sorten ihre schöne Farbe behalten, sollte man sie nur dämpfen statt zu kochen oder im Ofen garen.

Anders als etwa Weiß- oder Rotkohl hält sich Blumenkohl nicht sehr lang. Im Kühlschrank kann er etwa drei Tage aufbewahrt werden.

Brokkoli - beliebt für die schnelle Küche

Brokkoli ist eine enger Verwandter des Blumenkohls. Seine festen, kräftig grünen Röschen wachsen an einem dicken Stiel und sollten beim Kauf fest geschlossen sein. Weisen sie einen gelblichen Schimmer auf oder fühlt sich das Gemüse nicht mehr fest an, ist der Brokkoli nicht mehr ganz frisch. Auch eine stark eingetrocknete Schnittfläche weist auf mangelnde Frische hin.

Brokkoli richtig zubereiten

Brokkoli © colourbox Foto: Haivoronska_Y
Brokkoli sollte kräftig dunkelgrün sein,. Gelbe Röschen deuten auf mangelnde Frische hin.

Vor der Zubereitung den Brokkoli am besten in kleine Röschen teilen. Auch die Stiele können gegessen werden, sollten aber vorher geschält werden. Brokkoli immer nur kurz garen, so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten und er schmeckt schön knackig. Weil er nur sehr kurze Garzeit hat, ist er besonders gut für schnelle Gemüsegerichte geeignet.

Wie Blumenkohl ist auch Brokkoli in der Küche sehr vielseitig verwendbar. Er schmeckt in Aufläufen und Gratins, als Gemüsebeilage zu Fisch und Fleisch, als Suppe oder angebraten, etwa als Asiagemüse aus dem Wok. Vorgekocht eignet er sich zudem hervorragend als Zutat im Salat.

Aus heimischen Anbau ist Brokkoli zwischen Juni und Oktober erhältlich, in den anderen Monaten kommt er überwiegend aus Spanien und Italien. Im Gemüsefach des Kühlschrank ist er bis zu fünf Tage haltbar.

Romanesco: Dekorativ und schmackhaft

Romanescokohl © NDR Foto: Christine Raczka
Die Romanesco-Röschen sind ähnlich fest wie die des Blumenkohls.

Charakteristisch für Romanesco sind die spitz nach oben zulaufenden, festen, hellgrün leuchtenden Röschen, die ihn äußerst dekorativ aussehen lassen. Sein intensives Aroma und sein hoher Vitamin-C-Gehalt bleiben am besten erhalten, wenn man den Romanesco nur kurz kocht, sodass er noch Biss hat.

Er passt zu fast allen Gerichten, in denen ansonsten Blumenkohl und Brokkoli verwendet werden und lässt sich auch ähnlich zubereiten. Wegen seines hübschen Aussehens eignet er sich sehr gut als dekorative Gemüsebeilage mit etwas gebräunter Butter und Zitronensaft abgerundet. Romanesco kommt bei uns häufig aus Italien in den Handel. Aus deutschem Anbau ist er zwischen Juni und Oktober erhältlich. Romanesco sollte wie Blumenkohl und Brokkoli nicht zu lange lagern - im Kühlschrank nicht länger als vier bis fünf Tage.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 14.04.2021 | 16:10 Uhr

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