Stand: 06.12.2019 20:12 Uhr  - Markt

Franzbrötchen - Hamburgs Kultgebäck

Bild vergrößern
Typisch ist die leicht gedrehte Form. Sie entsteht dadurch, dass die gerollten Teigscheiben in der Mitte zusammengedrückt werden.

Das Franzbrötchen darf im Sortiment keiner Hamburger Bäckerei fehlen. Reichlich Zimt und Zucker sind die wichtigsten Zutaten des beliebten Gebäcks, das traditionell aus Plunderteig gebacken und auch in Variationen mit Rosinen, Streuseln oder Schokolade, mit Nüssen oder Apfelstückchen erhältlich ist. Plunderteig ist ein Hefeteig mit Butterschichten, der ähnlich wie Blätterteig vor dem Verarbeiten mehrmals gefaltet wird.

Wie gut sind Discounter-Franzbrötchen?

Markt -

Ein frisches Franzbrötchen vom Bäcker soll nach Zimt und Butter schmecken - und schön saftig sein. Können Franzbrötchen vom Discounter bei der Qualität mithalten?

4,5 bei 6 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Die Form des Franzbrötchens im Wandel

Bild vergrößern
Mit Preisen zwischen 1,00 und 1,50 Euro ist das Franzbrötchen eine ebenso beliebte wie erschwingliche Spezialität.

Das Franzbrötchen ist eine typisch Hamburger Spezialität, die vielen Hanseaten zum Frühstück oder als Snack für zwischendurch fast unverzichtbar erscheint. Doch inzwischen ist das süße Gebäck auch in anderen Regionen Deutschlands bekannt. Die typische gedrehte Form hat sich beim Franzbrötchen erst seit einigen Jahrzehnten durchgesetzt - traditionell besaß der Zimtplunder eine knautschige, gedrückte Form.

Woher kommt das Franzbrötchen?

Bild vergrößern
Die lange Teigrolle, aus der die Franzbrötchen geschnitten werden, erinnert an ein Baguette - liegt hier der Ursprung des Namens?

Der Ursprung des Franzbrötchens ist bis heute unklar. Eine Theorie besagt, dass die Hamburger Bäcker während der französischen Besatzungszeit im 19. Jahrhundert anfingen, nach französischer Art weißes Baguettebrot zu backen, sogenanntes Franzbrot. Einer kam auf die Idee, das Brot in der Pfanne mit Zimt und Zucker zu braten und erfand so das Franzbrötchen. Einer anderen These zufolge ist das Gebäck eine Erfindung einer Bäckerei, die um 1825 im damals noch zu Dänemark gehörenden Altona ansässig war - ihr Name: "Franz'scher Bäcker". Wieder andere vermuten, dass sich die Hamburger Bäcker von den skandinavischen Zimtschnecken inspirieren ließen.

Doch egal, wer das Franzbrötchen wirklich erfand: Für so manchen Exil-Hamburger ist es ein echtes Sehnsuchtsgebäck. Kehren sie zurück in die Hansestadt, führt sie ihr erstes Gang zum Bäcker - Franzbrötchen naschen.

Weitere Informationen

Rezept: Hamburger Franzbrötchen

Frisch aus dem Ofen schmecken Franzbrötchen am besten. Deshalb lohnt es sich, sie einmal selbst zu backen. mehr

Seemannskost und süße Sünden

Wer hat eigentlich Labskaus erfunden und was ist das Besondere an der Welfenspeise? Wir stellen Ihnen typisch norddeutsche Gerichte und ihre Geschichte vor. mehr

Dieses Thema im Programm:

Markt | 16.12.2019 | 20:15 Uhr

Mehr Ratgeber

19:32
NDR Fernsehen
05:45
NDR WissensCheck