Verschiedene Linsensorten in kleinen weißen Schalen © imago images Foto: Panthermedia

Linsen kochen: Lecker als Suppe, Salat oder Bolognese

Stand: 19.02.2021 15:00 Uhr

Es muss nicht immer Suppe sein: Linsen schmecken als Salat, Eintopf oder Bratling und sind eine gute Alternative zu Fleisch - etwa als Bolognese. Rezepte und die verschiedenen Sorten im Überblick.

Linsen zählen nicht nur zu den nahrhaftesten Lebensmitteln, sie sind auch sehr vielseitig. Die Hülsenfrüchte lassen sich in der Küche auf unterschiedlichste Weise zubereiten. Zugleich sind sie durch ihren hohen Anteil an Eisen und Eiweiß besonders für Vegetarier und alle, die weniger Fleisch essen wollen, ideal.

Linsen richtig zubereiten und einweichen

Linsen sind sehr einfach zuzubereiten. Zunächst in einem Sieb kurz abspülen, um eventuelle Verschmutzungen zu entfernen. Größere Sorten wie Tellerlinsen kann man vor dem Kochen einweichen, am besten über Nacht. Dadurch verkürzt sich die Garzeit. Kleinere Sorten wie rote Linsen können direkt gekocht werden. Ob ein Einweichen nötig ist und wie lange die jeweilige Sorte kochen sollte, steht auf der Packung.

Rezepte
Eine Schüssel mit orientalischem Linsengericht steht auf dem Tisch. © NDR Foto: Claudia Timmann

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Menschen mit empfindlichem Magen sollten das Einweichwasser nicht zum Kochen verwenden, sondern frisches Wasser nehmen. Im Wasser lösen sich nämlich einige der schwer verdaulichen Inhaltsstoffe. Allerdings gehen auch andere wertvolle Nährstoffe in das Wasser über und beim Wegschütten verloren. Salz im Kochwasser sorgt dafür, dass die Linsen fester bleiben. Wer ein Püree oder einen Dip zubereiten möchte, lässt das Salz also besser weg. Etwas Essig oder Zitronensaft unterstreichen den Linsengeschmack.

Linsensorten: Tellerlinsen für Linsensuppe geeignet

Linsen sind in sehr vielen Sorten erhältlich, insgesamt gibt es weltweit rund 70 verschiedene. Sie unterscheiden sich nicht nur durch Größe, Farbe und Geschmack, sondern auch durch ihre Kocheigenschaften. Am bekanntesten sind bei uns die relativ großen, meist bräunlichen Tellerlinsen, die sich gut für den klassischen Linseneintopf und Linsensuppe eignen. Äußerlich ähneln ihnen die Pardina-Linsen, die sich durch einen besonders nussigen Geschmack auszeichnen.

Rote Linsen: Klassiker der indischen Küche

Rote Linsen in einer Schale © Fotolia/Victoria P
Rote Linsen sind leicht rot-orange und werden beim Kochen gelblich.

Vor allem in der indischen Küche sind rote Linsen verbreitet. Sie sind bereits geschält und zerkochen daher relativ schnell. Auch das Einweichen vor dem Garen entfällt. Durch ihre sämige Konsistenz nach dem Kochen sind sie ideal für Dips und Pürees sowie für indische Gerichte wie Dal. Etwas kräftiger im Geschmack, aber ebenfalls in der indischen und orientalischen Küche beliebt, sind gelbe Linsen. Sie sind keine eigene Sorte, sondern geschälte braune oder grüne Linsen.

Beluga-Linsen als Beilage oder Linsensalat

Ideal für Salate oder auch als Beilage etwa zu Fisch sind Beluga-Linsen. Die kleinen, glänzend schwarzen Linsen besitzen ein sehr feines Aroma, das an Maronen erinnert. Eine weitere bekannte Sorte sind Puy-Linsen. Die dunklen Hülsenfrüchte aus Frankreich bleiben ebenfalls nach dem Kochen fest und schmecken aromatisch nussig.

Gesunder Fleischersatz: Linsen für Bolognese verwenden

In vielen Gerichten eignen sich Linsen hervorragend, um Fleisch zu ersetzen. Besonders schmackhaft sind etwa Bolognese-Soßen oder Burger-Pattys, bei denen Linsen statt Hack verwendet werden. Hierfür eignen sich vor allem Sorten mit mehliger Konsistenz, etwa rote oder gelbe sowie Tellerlinsen.

Inhaltsstoffe: Eiweiß macht Linsen so gesund

Drei Häufchen mit Linsen © picture alliance/WILDLIFE Foto: Harms, D./WILDLIFE
Linsen sind ein preiswertes Lebensmittel mit einer sehr langen Haltbarkeit - also ideal für die Vorratshaltung.

Linsen sind sehr eiweißreich: Teilweise enthalten sie sogar mehr Eiweiß als Lebensmittel tierischer Herkunft. Sie sind daher besonders für Vegetarier eine wertvolle Ergänzung des Speiseplans. Zudem enthalten sie viel Magnesium, das wichtig für verschiedenen Stoffwechselprozesse und das Nervensystem ist, sowie reichlich Ballaststoffe. Außerdem sind Linsen reich an Eisen. Allerdings kann der Körper das Eisen aus Linsen schlechter verwerten als tierisches. Vitamin C fördert die Aufnahme, es hilft also, beispielsweise einen Orangensaft oder einen Rohkostsalat zum Linsengericht zu reichen.

Linsen einkaufen und lagern

Im Handel sind Linsen vor allem getrocknet erhältlich. Beim Einkauf darauf achten, dass am Boden der Verpackung keine weißlich-mehligen Rückstände zu sehen sind, denn diese deuten auf einen Ungeziefer-Befall hin. Luftdicht verpackt und an einem kühlen, trockenen Ort gelagert halten sich Linsen mehrere Monate, manche Sorten auch länger.

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Linsen, Bohnen und andere Hülsenfrüchte in kleinen Schälchen. © Colourbox Foto: Yuliya Furman

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Dieses Thema im Programm:

Sass: So isst der Norden | 21.02.2021 | 16:30 Uhr

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Eine Schale mit einer Gewürzmischung sowie Zimtstangen, Muskatnüsse, Langer Pfeffer, Lorbeerblätter und eine Chillischote. © Fotolia.com Foto: matka_Wariatka

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