Stand: 14.07.2020 11:25 Uhr  - Visite

Heidelbeeren: Lecker, kalorienarm und gesund

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Die weiße, pelzige Schicht ist ein Merkmal für frische Früchte.

Heidelbeeren, Blaubeeren oder Bickbeeren: Für die kleinen blauen Früchte gibt es mehrere Bezeichnungen. Jetzt haben die gesunden Früchte wieder Saison. Die Pflanzen gehören zu den Heidekrautgewächsen, in der Natur wachsen sie an niedrigen Sträuchern auf lockeren, sauren Böden, gern in lichten Nadelwäldern. Da sie sich auf geeigneten Böden rasch ausbreiten, stehen sie nicht unter Schutz, die Früchte dürfen geerntet werden.

Heidelbeeren: Klein, blau und gesund

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Ob selbst gesammelt oder von der Plantage: Heidelbeeren sind lecker und sehr gesund. Jetzt haben die Sommerfrüchte wieder Saison. Rezepte sowie Tipps zu Kauf und Lagerung.

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Wald- und Kulturheidelbeeren: Unterschiede beim Fruchtfleisch

Neben wild wachsenden Waldheidelbeeren sind auf dem Markt vor allem Kulturheidelbeeren erhältlich, die sich von den wilden Früchten unterscheiden. So wachsen die Kulturpflanzen rund zwei Meter in die Höhe und produzieren deutlich größere Beeren. Obwohl sie sich äußerlich ähneln, sind nur die wilden Sorten blau durchgefärbt. Anthocyane, Pflanzenfarbstoffe, die das Blau erzeugen, färben beim Verzehr auch Zunge und Zähne ein. Bei Kultursorten, die ursprünglich aus Amerika stammen, steckt unter der Schale grünlich-gelbes Fruchtfleisch. Es enthält weniger Kerne als bei Wildsorten.

Heidelbeeren pflücken und kaufen: Frische erkennen

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In Plantagen benötigen die Pflanzen mehrere Jahre, bevor sie Früchte tragen.

Beim Pflücken sollte man die druckempfindlichen Beeren vorsichtig von den Zweigen abstreifen und möglichst in flachen Gefäßen lagern. Gekaufte Heidelbeeren sollten prall aussehen und eine leicht pelzige Schicht haben. Sind die Früchte blank, sehr dunkel oder zeigen bereits welke Stellen, sind sie nicht mehr frisch. Im Kühlschrank können Heidelbeeren mehrere Tage aufbewahrt werden. Außerdem lassen sie sich gut einfrieren und ganzjährig als Tiefkühlware kaufen. Am besten vorher nicht waschen, sondern nur von Hand verlesen und dann in einen Gefrierbeutel oder in eine Box füllen.

Heidelbeeren: Wenig Kalorien, gesunde Inhaltsstoffe

Heidelbeeren enthalten gerade mal 42 Kilokalorien pro 100 Gramm - aber viel Vitamin C, Kalium und Zink, Folsäure und Eisen sowie Gerb- und Pflanzenfarbstoffe (Polyphenole).

  • Polyphenole sind sekundäre Pflanzenstoffe, die Zellen erneuern und Entzündungen bekämpfen und das Immunsystem stärken. Ob Blaubeeren aber auch Krebs vorbeugen können, ist noch nicht bewiesen.

  • Die blauen Farbstoffe (Anthocyane) in der Blaubeere können Entzündungen bekämpfen. Der Farbstoff Delphinidin hemmt ein Darmenzym, das für die Entstehung von Entzündungen verantwortlich ist.

Polyphenole der Heidelbeere senken den Blutdruck

Heidelbeeren senken auch den Blutdruck, wie eine aktuelle Studie belegt: Wochenlang bekamen die Studienteilnehmer täglich 200 Gramm Blaubeersaft verabreicht. Schon ein paar Stunden nach Einnahme des Blaubeersaftes sank der Blutdruck. Der Effekt hielt aber nur kurz an, weil der Saft schnell im Körper abgebaut wird. Die blutdrucksenkende Wirkung basiert offenbar darauf, dass die Polyphenole die Blutgefäße flexibel halten.

Rezepte

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Wilde Heidelbeeren vor dem Verzehr waschen

Die Saison für die süß-säuerlichen Früchte beginnt Ende Juni und dauert bis in den September. Wer Heidelbeeren im Wald sammelt, sollte die Früchte vor dem Verzehr gründlich waschen. Immer wieder gibt es Berichte, dass an den Beeren Eier des Fuchsbandwurms haften könnten. In der Wissenschaft gilt diese These allerdings als überholt. Werden die Früchte gekocht und als Marmelade oder Kompott gegessen, besteht grundsätzlich kein Risiko.

Experten zum Thema

Sylke Herse
Bickbeernhof Café Herse GbR
Brokeloher Hauptstraße 37
31628 Landesbergen
(05027) 15 66
www.bickbeernhof.de

Prof. Dr. Sascha Rohn
Institut für Lebensmittelchemie
Fachbereich Chemie, Universität Hamburg
Grindelallee 117
20146 Hamburg
www.chemie.uni-hamburg.de

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Visite | 21.07.2020 | 20:15 Uhr