Buchstabiert wird künftig von A wie Aachen über G wie Goslar bis Z wie Zwickau. Nach intensiven Beratungen hat das Deutsche Institut für Normung (DIN) in Berlin eine neue Buchstabiertafel veröffentlicht, die fast durchgehend auf Städtenamen zurückgreift. Anstoß für die Neugestaltung war ein Hinweis des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume. In der Zeit des Nationalsozialismus waren alle jüdischen Namen in der Tafel ersetzt worden. So wurde aus N wie Nathan damals N wie Nordpol. In der neuen DIN 5009 für "Ansagen und Diktieren von Texten und Schriftzeichen" heißt es jetzt N wie Nürnberg.
Das Land Mecklenburg-Vorpommern vergibt in diesem Jahr wieder einen Literaturpreis. Autorinnen und Autoren aus dem Nordosten oder mit einer engen Verbindung zum Bundesland können sich bis zum 17. Juni bewerben, wie der Literaturrat des Landes mitteilte. Eine Jury nominiere dann sechs Autorinnen und Autoren, die sich am 1. Oktober bei einer Lesung im Kunstmuseum Ahrenshoop vorstellen. Dotiert ist er mit einem Arbeitsaufenthalt im Künstlerhaus Lukas, einschließlich eines Stipendiums in Höhe von 3.000 Euro. Drei Publikumspreise sind demnach mit 1.500 Euro dotiert.
Eine internationale Retrospektive zum Fotografen Herbert List (1903-1975) zeigt das Bucerius Kunstforum im Rahmen der 8. Triennale der Photographie Hamburg 2022. Mit mehr als 240 Originalabzügen, nur selten gezeigten Reportage-Fotografien sowie Erstausgaben von Publikationen biete die Ausstellung "Herbert List. Das magische Auge" vom 14. Mai bis 11. September einen einmaligen Einblick in das Werk des Fotografen. Die Schau entstand in Zusammenarbeit mit dem Herbert List Estate und dem Münchner Stadtmuseum.