Frische Rote-Bete-Knollen auf einem dicken Holzbrett. © Fotolia.com Foto: pilipphoto

Rote Bete: Mehr als eine Salat-Beilage

Stand: 11.11.2020 15:43 Uhr

Ob als Brotaufstrich, Carpaccio oder Suppe: Frische Rote Bete ist gesund und lässt sich auf viele verschiedene Arten raffiniert zubereiten. Rezepte und Tipps für Einkauf und Lagerung.

Rote Bete wird häufig im Glas oder vorgekocht und eingeschweißt im Handel angeboten. Durch das Kochen und die Verarbeitung mit Essig, Zucker und Salz verliert die Bete ihren ursprünglichen, leicht erdigen Geschmack - und das ist schade. Wer den echten Bete-Geschmack genießen möchte, sollte deshalb zu frischen Knollen greifen. Das leckere Gemüse ist auf Märkten und im Lebensmittelhandel erhältlich. Rote Bete lässt sich aber auch leicht im eigenen Garten anbauen.

Rote Bete im Salat oder als Carpaccio beliebt

Rote-Bete-Carpaccio mit Schafskäse serviert. © Fotolia.com Foto: harmoony
Für ein Carpaccio die gegarten Bete in dünne Scheiben schneiden und mit Öl, Salz und Pfeffer würzen. Dazu passen Frischkäse oder Nüsse.

Rote Bete und ihre weißen, gelben und rot-weiß geringelten Schwestern, die etwas milder im Geschmack sind, haben ein angenehm süßliches Aroma und lassen sich vielfältig zubereiten. Sie schmecken nicht nur als Salatbeilage, sondern auch als Carpaccio, cremiger Brotaufstrich, Gemüsebeilage, Saft oder Suppe. Erntefrische Rote Bete wird meist mit Blättern angeboten. Die sollte man nicht wegwerfen, denn besonders die zarten, kleineren eignen sich gut als Salat oder, kurz gedünstet, als Gemüse.

Im Topf, Ofen oder als Rohkost: Rote Bete zubereiten

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Rote-Bete-Spaghetti mit Garnelen auf einem Teller © NDR Foto: Tarik Rose

Rezepte mit Roter Bete

Ob als Salat, Suppe, Saft oder Gemüsegericht: Rote Bete und ihre weißen und gelben Verwandten lassen sich vielfältig zubereiten. mehr

Für die meisten Rezepte wird die Bete zunächst gegart. Knollen und Strunk gut abwaschen, in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Nach Belieben Salz und etwas Kümmel hinzufügen und etwa 30 Minuten kochen. Die Kochzeit variiert je nach Größe der Knollen. Mit einer Gabel oder einem Spieß kann man testen, ob sie weich genug sind. Nach dem Kochen lässt sich die Bete wie eine Pellkartoffel schälen. Dabei empfiehlt es sich, Handschuhe zu tragen, da sie stark abfärbt. Die Farbe lässt sich allerdings auch durch gründliches Händewaschen entfernen.

Schonender ist die Zubereitung im Ofen, denn beim Kochen blutet Bete aus und viele gesunde Inhaltsstoffe landen im Kochwasser. Die Bete mit etwas Meersalz bestreuen, in einen ofenfesten Topf mit Deckel legen oder in Backpapier einwickeln und auf einem Blech bei 170 Grad etwa 40 bis 45 Minuten im Ofen garen. Anschließend schälen und weiterverarbeiten.

Bete eignet sich übrigens auch gut als Rohkost, einfach fein reiben oder in einer Küchenmaschine zerkleinern und nach Geschmack mit Öl, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Rote Bete kaufen und richtig lagern

Beim Kauf sollten die Knollen prall und die Schale glatt und unverletzt sein. Saftige grüne Blätter sind ein Zeichen für Frische. Eingelagerte Ware, die im Winter angeboten wird, hat natürlich kein Grün mehr. Kleinere Knollen haben ein feineres Aroma als große. Nach dem Entfernen der Blätter halten sich Beten, eingewickelt in Papier, bis zu vier Wochen im Kühlschrank. Wer selbst Rote Bete im Garten anbaut, kann sie nach der Ernte ähnlich wie Kartoffeln einlagern. Dafür eignet sich am besten ein kühler, dunkler Raum, etwa ein Keller. Auch zum Einwecken ist Rote Bete gut geeignet.

Inhaltsstoffe: So gesund ist Rote Bete

Rote Bete ist nicht nur kalorienarm, auf 100 Gramm kommen gerade mal 40 Kalorien, sondern auch sehr gesund. Sie enthält Folsäure, Eisen, Kalium, Magnesium, Zink, Vitamin B und C und liefert außerdem Eiweiß und reichlich Ballaststoffe. Ihren Namen verdankt sie dem Farbstoff Betanin (Betenrot), der für ihr purpurrotes Aussehen sorgt. Betanin gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen (Flavonoiden), die als Antioxidantien freie Radikale abfangen und so das Immunsystem stärken.

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