Karpfen zu Weihnachten und Silvester lecker zubereiten

Stand: 18.12.2020 14:33 Uhr

Weihnachten und Silvester kommt häufig Karpfen auf den Tisch. Der Fisch ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß. Die richtige Zubereitung macht ihn zur Delikatesse.

Karpfen gehören zu den bekanntesten Süßwasser-Speisefischen. Ursprünglich stammen sie aus Asien und Südosteuropa. Karpfen lässt sich ähnlich wie Forelle zubereiten und schmeckt sowohl gekocht als auch gebraten oder gegrillt. Mit einem Fettanteil von etwa fünf Prozent ist Karpfenfleisch relativ mager. Es enthält viele Mineralstoffe, Eiweiß, Vitamine und gesunde Fettsäuren. Weniger optimal: Karpfen hat mehr Omega-6- als Omega-3-Fettsäuren. Immerhin sind beides ungesättigte Fette, die Menschen für alle Stoffwechselprozesse benötigen.

Karpfen nicht zu heiß zubereiten

Karpfen auf Teller weihnachtlich dekoriert © Fotolia.com Foto: teressa
Karpfen wird traditionell gern zu Weihnachten oder Silvester serviert.

Eine klassische Zubereitung ist Karpfen blau, der vor allem Weihnachten und Silvester auf den Tisch kommt. Dabei wird der Fisch in Salzwasser mit Essig bei höchstens 70 Grad gegart, sodass sich die Fischhaut blassblau verfärbt. Das "Blaukochen" ist eine besondere Art der Zubereitung für Süßwasserfische wie Karpfen, Aale, Schleie und Forellen. Ursache für die Blaufärbung ist eine Schleimschicht auf der Haut der Fische. Zu heiß gekochter Karpfen wird trocken, zäh und geschmacklos.

Gräten im Karpfen entfernen oder zerkleinern

Der Genuss des Fleisches wird oft durch viele Gabelgräten - wie sie auch beim Hecht vorkommen - getrübt. In guten Fischgeschäften können Kunden Karpfenfilets mit einer Entgrätungsmaschine behandeln lassen. Sie schneidet das Filet alle drei bis vier Millimeter ein, aber nicht durch, sodass die Gräten fein zerteilt und essbar werden.

Nur aus Zucht erhältlich

Das enorme Maul eines Karpfens. © picture alliance / dpa Foto: Bernd Settnik
Mit den auffälligen Bartfäden ertasten Karpfen Nahrung am Grund des Teiches.

Karpfen hat von September bis April Saison und ist bei uns fast ausschließlich aus der Zucht erhältlich. In Zuchtteichen erreicht der anspruchslose Fisch, der sich unter anderem von Würmern und Insektenlarven ernährt, ein Gewicht von ein bis zwei Kilogramm, bevor er abgefischt wird. Dafür wird das Wasser aus den Teichen gelassen und die Fische danach noch einige Tage ohne oder mit nur wenig Nahrung in klarem Wasser gehalten. So verliert das Fleisch seinen leicht modrigen Beigeschmack. Ein Zeichen von Frische und Qualität des Karpfens ist eine schleimige Schicht auf der glänzenden, unbeschadeten Haut.

Wildkarpfen können bis zu 40 Jahre alt und 120 Zentimeter lang werden, gelten aber als stark gefährdete Art. Sie leben bevorzugt in stehenden, pflanzenreichen Gewässern.

 

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