21:03 - 22:00 Uhr
Zum RadioprogrammDie Ukraine benötigt eigenen Angaben zufolge für den Krieg gegen Russland weitere Waffen. Außenminister Kuleba sagte auf einem Treffen mit seinen Amtskollegen der G7-Staaten, es mangele den ukrainischen Streitkräften vor allem an flexiblen Raketensystemen und Kampfflugzeugen. Kuleba forderte zudem mehr Tempo bei bereits zugesagten Lieferungen. Die Außenminister der führenden sieben Industriestaaten betonten bei den Beratungen im schleswig-holsteinischen Weissenhaus ihre Solidarität mit der Ukraine. Die deutsche Ressortchefin Baerbock kündigte zudem eine konzertierte Antwort der G7 auf die weltweiten Folgen des russischen Angriffskrieges an.
Link zu dieser MeldungBundeskanzler Scholz hat der Ukraine erneut die Unterstützung Deutschlands zugesichert. Russland führe einen brutalen Angriffskrieg gegen einen unschuldigen Nachbarn, ausschließlich um die eigene Macht zu erweitern und das eigene Territorium zu vergrößern, sagte Scholz auf einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in Köln. Revanchismus und Imperialismus dürften nicht die Wirklichkeit in Europa bestimmen. Deutschland werde auch weiter Waffen an die Ukraine liefern. Der Kanzler hatte heute erstmals seit Wochen wieder mit Russlands Präsident Putin telefoniert. In Russland sei noch nicht verstanden worden, dass Frieden nur mit einer Vereinbarung zwischen der Ukraine und Russland möglich werde, sagte Scholz dazu am Abend.
Link zu dieser MeldungRussland will die Stromlieferungen nach Finnland morgen einstellen. Ein Tochterunternehmen des russischen Konzerns „Inter RAO“ in Helsinki teilte mit, es habe für den im Mai verkauften Strom noch keine Zahlung erhalten. Daher gebe es keine Möglichkeit, die Rechnungen für die Stromimporte zu begleichen. Die Ankündigung folgte einen Tag nach dem von Russland kritisierten Bekenntnis der finnischen Regierung zu einem Nato-Beitritt.
Link zu dieser MeldungDer FDP-Politiker Faber verzichtet nach umstrittenen Aussagen über Bundeskanzler Scholz auf das Amt des verteidigungspolitischen Sprechers seiner Fraktion. Die Kommentierung des heutigen Verteidigungsausschusses war unangemessen und wurde dem Ernst der Lage nicht gerecht, schrieb Faber auf Twitter wörtlich. Dafür entschuldige er sich und werde der Fraktion seinen Rücktritt anbieten. Faber hatte eine Sitzung des Verteidigungsausschusses vor dem offiziellen Ende verlassen und kritisiert, Scholz habe zum Ukraine-Krieg viele Antworten nicht gegeben. Dafür wurde er auch aus den eigenen Reihen scharf kritisiert.
Link zu dieser MeldungDie Umweltministerinnen und -minister von Bund und Ländern haben sich für ein Tempolimit auf Autobahnen ausgesprochen. Der Vorsitzende der Konferenz in Wilhelmshaven, Niedersachsens Ressortchef Lies, sagte, dies sei nötig für den Klimaschutz. Bayern und Nordrhein-Westfalen ließen demnach zwar vermerken, dass sie die Wirkung eines Tempolimits für begrenzt hielten und diesen Schritt nicht mittrügen. Das gesamte Paket zu Klimaschutz und den Folgen des Ukraine-Krieges sei aber einstimmig beschlossen worden, so Lies.
Link zu dieser MeldungDer Journalist und Publizist Deniz Yücel ist überraschend als PEN-Präsident zurückgetreten. Außerdem kündigte der 48-Jährige seinen Austritt aus der Schriftstellervereinigung an. Er wolle nicht Präsident dieser Bratwurstbude sein, sagte Yücel am Abend. Zuvor war ein Abwahlantrag gegen ihn auf der PEN-Jahrestagung in Gotha knapp abgelehnt worden. Hintergrund sind Streitigkeiten in der Führungsriege der Vereinigung. Dabei geht es unter anderem um Beleidigungen, Mobbingvorwürfe und den Umgangston. Das jetzige Präsidium mit Yücel an der Spitze war erst im Oktober gewählt worden.
Link zu dieser MeldungNach der Messerattacke in einem Zug in Nordrhein-Westfalen sehen die Ermittler bislang kein islamistisches Motiv. Laut Staatsanwaltschaft prüfen die Behörden die Schuldfähigkeit des Festgenommenen. Spätestens morgen soll über einen Haftbefehl oder die Unterbringung in einer Psychiatrie entschieden werden. Bei dem Angriff heute früh in einer Regionalbahn bei Aachen wurden fünf Menschen verletzt und auch der mutmaßliche Täter selbst.
Link zu dieser MeldungHeute Abend neben dichten Wolken, gelegentlich Schauer. Im Süden von Niedersachsen freundlich und meist trocken. 13 Grad an der Nordsee bis 20 Grad in Niedersachsen. In der Nacht nach abziehenden Schauern unterschiedlich, phasenweise gering bewölkt. Nebel oder Hochnebel möglich. Tiefstwerte 11 bis 6 Grad. Morgen ein Mix aus Sonne und Wolken, vereinzelt Schauer. 14 bis 24 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Sonntag viel Sonne, regional zeitweise wolkig, trocken, 14 bis 27 Grad. Am Montag zunächst heiter, von Südwesten her Schauer und Gewitter, 16 bis 25 Grad.
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