Frische Rote-Bete-Knollen auf einem dicken Holzbrett. © Fotolia.com Foto: pilipphoto

Rüben, Pastinaken und Co: So lecker sind alte Gemüsesorten

Stand: 26.10.2020 15:15 Uhr  | Archiv

Regionale und traditionelle Gemüsesorten feiern in der Küche seit einigen Jahren ein Comeback. Ein Überblick, wann welches Gemüse Saison hat und Tipps zur Zubereitung.

Zu Zeiten unserer Urgroßeltern gehörten sie noch zum alltäglichen Speiseplan, später gerieten alte Gemüsesorten wie Pastinake, Steckrübe oder Rote Bete ein wenig in Vergessenheit. Mittlerweile sind sie auf Wochenmärkten wieder häufig zu finden und kommen frisch aus der Region.

Regional, gesund und günstig: Alte Gemüsesorten

Doch die alten Sorten punkten nicht nur durch Regionalität und die damit verbundenen kurzen Transportwege, sondern sind oft auch günstiger als importierte Gemüsesorten und zugleich reich an wichtigen Nährstoffen und Vitaminen. Weiterer Pluspunkt: Alte Gemüsesorten lassen sich hervorragend im eigenen Garten anbauen und sind meist recht genügsam.

Beliebte alte Gemüsesorten

  • Pastinaken haben vor allem im Oktober und November Saison. Mit ihrem süßlichen Aroma eignen sie sich, verfeinert mit einem Schuss Sahne, sehr gut als Suppe oder Püree oder auch als Ofengemüse. Fein geraspelt sind sie eine leckere Rohkost.

  • Steckrüben: Ungefähr von Oktober bis Dezember sind Steckrüben erhältlich. Klassische Zubereitungsart ist der deftige Eintopf mit Karotten und Fleisch. Das leicht nussige Aroma passt aber auch hervorragend zu gebratenem Fisch, etwa als Püree.

  • Topinambur: Von Oktober bis zum ersten Frost wird Topinambur geerntet. Anders als viele andere alte Gemüsesorten lässt er sich nicht lange lagern und sollte rasch verbraucht werden. Einfach in Öl goldbraun anbraten und als Beilage servieren oder zu Suppe, Salat oder Püree weiterverarbeiten.

  • Rote Bete: Die Knollen gibt es mittlerweile fast das ganze Jahr über aus regionalem Anbau, traditionell sind sie aber ein Wintergemüse, das ab September bis ins Frühjahr hinein geerntet wird. Rote Bete schmecken sowohl gedünstet als auch roh.

  • Bunte Bete und Ringelbete sind Variationen der Roten Bete und schmecken etwas weniger erdig. Erhältlich sind sie von Spätsommer bis November und eignen sich wegen ihrer hübschen Färbung vor allem für Salate und Rohkost, etwa für ein Bete-Carpaccio mit Walnüssen und Ziegenkäse.

  • Mangold: In den Sommermonaten, etwa von Juni bis September, hat Mangold Saison. Er schmeckt sowohl als Rohkost als auch gedämpft oder kurz in der Pfanne oder im Wok gebraten. Wer mag, kann mit den blanchierten Blättern auch Rouladen zubereiten.

  • Petersilienwurzel: Das Wintergemüse ist von Ende Oktober bis Februar auf Wochenmärkten zu finden. Optisch ähnelt sie der Pastinake und lässt sich auch ähnlich verwenden, schmeckt aber deutlich würziger. Gedünstet sowie angebraten und mit etwas Zucker karamellisiert ist Petersilienwurzel eine edle Beilage.

  • Rübstiel, auch als Stielmus bezeichnet, hat im Frühling zwischen April und Ende Mai Saison. In zweiter Ernte ist das würzige, leicht scharf schmeckende Frühlingsgemüse manchmal auch im Oktober erhältlich. Rübstiel schmeckt sowohl roh als Salat als auch gedünstet, etwa als Beilage zu Fisch oder hellem Fleisch.

  • Violette Möhren sind vitaminreicher als ihre modernen Verwandten und besonders süß. Anders als die typischen orangefarbigen Möhren sind sowohl violette als auch weiße oder gelbe Möhrensorten vor allem zur klassischen Erntezeit im Herbst erhältlich.

  • Alte Kartoffelsorten wie Rosa Tannenzapfen, Bamberger Hörnchen oder Blauer Schwede sind meist aromatischer als herkömmliche Züchtungen. Es lohnt sich, verschiedene Sorte auszuprobieren. Vor allem zur Erntezeit im Herbst finden sich diese Raritäten auf den Wochenmärkten.

Rezepte
Gebratener Topinambur in einer Schale. © fotolia Foto: kostrez

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 28.10.2020 | 16:20 Uhr

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Eine Schale mit einer Gewürzmischung sowie Zimtstangen, Muskatnüsse, Langer Pfeffer, Lorbeerblätter und eine Chillischote. © Fotolia.com Foto: matka_Wariatka

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