Stand: 17.10.2019 16:39 Uhr  | Archiv

Gesunde Möhren: Tipps und Rezepte

Möhren © Fotolia.com Foto: Gresei
Das in Möhren reichlich enthaltene Vitamin A ist gut für Augen und Haut.

In Möhren, auch Karotten oder Wurzeln genannt, steckt mehr Betacarotin als in jedem anderen Gemüse. Der Körper wandelt Betacarotin in Vitamin A um. Das benötigt die Netzhaut des Auges, um hell und dunkel sehen zu können. Möhren lassen uns zwar nicht besser sehen, wirken aber einem Verlust der Sehkraft entgegen. Außerdem schützt Vitamin A die Haut vor schädlichen UV-Strahlen und Zellen vor sogenannten freien Radikalen. Schon zwei Möhren reichen aus, um den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin A zu decken. Sie müssen allerdings mit Fett gegessen werden, damit der Körper fettlösliche Vitamine wie Vitamin A überhaupt aufnehmen kann.

Möhrensuppe hilft bei Durchfall

Möhren können Krankheiten heilen: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte der Heidelberger Kinderarzt Ernst Moro, dass viel weniger Kinder an Durchfallerkrankungen starben, wenn sie Möhrensuppe zu essen bekamen. Der Arzt ließ 500 Gramm Möhren eine Stunde lang in einem Liter Wasser köcheln, goss das Wasser ab, pürierte die Möhren und füllte sie mit drei Gramm Salz und Wasser wieder auf einen Liter auf. Das lange Kochen der Karotten lässt kleinste Zuckermoleküle entstehen. Sie bilden einen Schutzfilm auf der Darmflora, sodass Bakterien statt an der Darmwand an den Zuckermolekülen andocken und ausgeschieden werden.

Karotten kochen und roh zubereiten

Roh und gekocht sind die Rüben gesund. Beim Garen gehen zwar ein paar Vitamine verloren, aber durch die Hitze werden die Zellwände der Möhre aufgebrochen. Dadurch wird sie leichter bekömmlich und der Körper kann mehr Vitamine aufnehmen.

Ungeschält, zum Beispiel in einem Kuchen verarbeitet, bleiben alle Ballaststoffe der Möhre erhalten: Sie regen den Stoffwechsel an, dadurch sinken die Blutfettwerte und weniger Insulin wird freigesetzt. Außerdem reduzieren Ballaststoffe das Risiko für Schlaganfall, Herzinfarkt oder Diabetes Typ 2.

Beim Kauf auf Größe der Karotten achten

Beim Kauf sollte man zu möglichst kleinen und knackigen Exemplaren greifen, denn je größer Möhren sind, desto holziger sind sie. Ist bei Karotten das Kraut noch vorhanden, sollte es gleich entfernt werden, da es dem Gemüse Wasser entzieht. Zum Wegwerfen ist es aber zu schade, denn das Kraut hält bis zu zwei Tagen und lässt sich noch zu einem köstlichen Pesto verarbeiten.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 30.09.2019 | 20:15 Uhr

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