Stand: 13.04.2017 12:20 Uhr  | Archiv

Wachteln - feines Geflügel mit viel Aroma

Eine Wachtel steht auf einem Feld. © picture-alliance / OKAPIA Foto: Robert Maier
Wachteln stehen in Deutschland unter Schutz. Auf dem Teller landen nur Tiere aus Zuchtbetrieben.

In freier Wildbahn sieht man die kleinen Hühnervögel mit ihrem bräunlich gesprenkelten Gefieder nur selten, sie stehen schon lange unter Naturschutz. Auch in der Küche haben Wachteln bei uns eher Seltenheitswert. Dabei sind die Vögel, die ungefähr so groß wie Stare werden, eine echte Delikatesse. Ihr Fleisch ist besonders fettarm, sehr aromatisch und erinnert im Geschmack ein wenig an Wild.

Wachtelfleisch kaufen und lagern

Wachteln stammen in Deutschland ausschließlich aus Zuchtbetrieben. Erhältlich sind sie küchenfertig in Geflügel-, Wild- und Feinkostgeschäften. Die im Handel angebotenen Wachteln wiegen meist zwischen 150 und 300 Gramm, pro Person sollte man mit zwei Wachteln rechnen. Beim Kauf sollten sie einen frischen Geruch haben.

Wachtelfleisch ist nicht sehr lange haltbar. Im Kühlschrank sollte es nicht länger als ein bis zwei Tage aufbewahrt werden - am besten in Frischhaltefolie oder Butterbrotpapier locker eingeschlagen. Das Fleisch lässt sich auch einfrieren. Im Gefrierfach hält es bis zu sechs Monate.

Wachteln zubereiten

Wachteln mit Speck, Sellerie, Weißbrot und Kräutern am Spieß © Picture Alliance / Susie Eising Foto: Susie Eising
Weil sie so klein sind, sind Wachteln deutlich schneller gar als etwa Huhn.

Wachteln werden meist im Ganzen zubereitet. Dazu zunächst von innen und außen waschen und anschließend gut trockentupfen. Einzelne Federkiele gegebenenfalls mit einer Pinzette entfernen. Wachteln lassen sich hervorragend schmoren oder in Ofen oder Pfanne braten. Wichtig ist, das Fleisch nicht zu lange zu garen, da es wegen seines geringen Wasser- und Fettgehalts schnell austrocknet. Wachtelbrüstchen etwa benötigen in der Pfanne nur wenige Minuten Garzeit. Ein Austrocknen lässt sich verhindern, indem man das Fleisch mit Speck umwickelt oder mit Butter bestreicht.

Wachteleier - dekorative Alternative zum Hühnerei

Eine besondere Spezialität sind Wachteleier. Sie sind deutlich kleiner als Hühnereier und wiegen nur etwa zehn bis zwölf Gramm. Durch ihre hübsche hell-dunkle Sprenkelung sind sie besonders dekorativ und eignen sich deshalb sehr gut als Deko für den festlich gedeckten Frühstückstisch.

Hühner- und Wachteleier in einem Korb. © Fotolia.com Foto: galinka_do
Auf dem Frühstückstisch bilden Wachteleier einen hübschen Kontrast zu den sehr viel größeren Hühnereiern.

Geschmacklich ähneln Wachteleier Hühnereiern, allerdings enthalten sie deutlich mehr Mineralstoffe und Vitamine. Weiterer Vorteil: Hühnerei-Allergiker vertragen Wachteleier meist problemlos. Man kann sie zum Kochen und Backen ähnlich wie Hühnereier verwenden, wobei sich ein Hühnerei durch vier bis fünf Wachteleier ersetzen lässt. Nach etwa zweieinhalb bis drei Minuten Kochzeit sind Wachteleier wachsweich, nach vier Minuten hart. Erhältlich sind die hübschen kleinen Eier in Feinkostgeschäften, teilweise auch in gut sortierten Supermärkten. Im Kühlschrank halten sie sich etwa drei bis vier Wochen.

Wachteln selber halten

Wachten kann man wie Hühner natürlich auch selber halten - am besten in Volieren in kleinen Gruppen. Eine gute Konstellation sind ein Hahn und drei bis fünf Hennen. Schon mit rund sechs Wochen legen die Tiere die ersten Eier, und zwar täglich eins. Im Winter machen sie Pause, sofern sie kein extra UV-Licht und Wärme bekommen. Sie sollten dann in einem frostfreien Raum gehalten werden. Wachteln fressen Körner verschiedener Art, Wachtel- oder Waldvogelfutter, Salat, Kräuter, Obst und Gemüse.

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