Lauenburgische Seen: Naturpark zum Wandern und Radfahren

Stand: 06.04.2022 12:00 Uhr

Moore und Feuchtwiesen, Wälder, Heidelandschaften und viel Wasser prägen den Naturpark Lauenburgische Seen. Wo einst die innerdeutsche Grenze verlief, sind heute zahlreiche Tiere und Pflanzen heimisch.

Mit ihren vielen Gewässern und naturnahen Uferregionen bietet die Landschaft, die während der letzten Eiszeit entstand, vor allem zahlreichen großen Vögeln wie Seeadler, Kranich und Schwarzstorch einen Lebensraum. Auch Eisvogel und Rohrdommel haben in dem Naturpark ihren Platz gefunden und sich behauptet. Im Frühjahr und Herbst sind die Niederungen ein Rastplatz für Tausende Zugvögel.

Ratzeburger See und Schaalsee sind die größten des Parks

Prägend für die Landschaft sind die mehr als 40 Seen. An ihren Ufern leben scheue Fischotter, im Wasser tummelt sich der Speisefisch Maräne. Die größten Seen sind der Ratzeburger See und der Schaalsee, der im Osten zu Mecklenburg gehört.

Blick auf den Ratzeburger See.  Foto: Kathrin Weber
Wasser, Wälder und sanfte Hügel prägen die Landschaft.

1961 wurde der Naturpark Lauenburgische Seen als erster in Schleswig-Holstein gegründet. Damit gehört er zu den ältesten in Deutschland. Etwa ein Viertel des 474 Quadratkilometer großen Schutzgebiets ist von Wäldern bedeckt, meist aus Buchen und Eichen. Sie reichen vielerorts bis direkt an die Seen heran. Ein Netz aus Feldern, Wiesen und roten Backsteingebäuden überzieht die dünn besiedelte, hügelige Kulturlandschaft. Typisch für die Region sind auch die Knicks: Diese künstlichen angelegten Wallhecken grenzen einzelne Ackerflächen voneinander ab und bieten vielen Tieren einen Rückzugsraum.

Wandern am Salemer See und durchs Hellmoor bei Mölln

Besucher können den Naturpark auf eigene Faust oder auf ausgewiesenen Wegen zu Fuß oder per Rad erkunden. Mehrere Wanderwege sind ausgeschildert und führen etwa zu Mooren wie dem Hellmooor zwi, durch Waldgebiete und entlang der Seeufer, etwa des Salemer Sees. Besonders empfehlenswert ist eine geführte Wanderung in Begleitung eines Naturpark-Rangers, wie sie das Naturparkzentrum Uhlenkolk in Mölln anbietet.

Radfahren auf den Spuren der ehemaligen Grenze

Die Inselstadt Ratzeburg ist die Kreisstadt des Herzogtums Lauenburg. © NDR/Doclights GmbH/coraxfilm GmbH
Die alte Bischofsstadt Ratzeburg liegt auf einer Insel inmitten einer Seenlandschaft.

Auch mit dem Rad lässt sich der Naturpark entdecken, etwa auf acht Thementouren mit Schwerpunkten wie Eiszeit, Bauernhöfe, Kirchen, innerdeutsche Grenze oder Herrenhäuser. Wissenswertes erfährt man an speziellen Info-Punkten über das Handy. Zudem führt der Radfernweg Alte Salzstraße von Lüneburg nach Lübeck zum Teil durch die Seenregion. Pedelecs können unter anderem in Mölln und Ratzeburg ausgeliehen werden. Mit ihren mittelalterlichen Kirchen und vielen historischen Gebäuden sind beide Städte sehr sehenswert und zugleich ein guter Ausgangspunkt für Touren in den Naturpark.

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Ausflugsschiff auf dem Schaalsee. © Fotolia.com Foto: Biker

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Karte: Naturpark Lauenburgische Seen

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Ausflugsschiff auf dem Schaalsee. © Fotolia.com Foto: Biker

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Dieses Thema im Programm:

Expeditionen ins Tierreich | 06.04.2022 | 20:15 Uhr

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