Stand: 10.07.2020 15:10 Uhr  - Markt

Camping trotz Corona: Tipps für einen entspannten Urlaub

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Mit Einschränkungen ist an Nord- und Ostsee der Campingurlaub im Sommer möglich.

Wegen der Corona-Krise können viele Menschen in diesem Sommer nicht wie geplant ins Ausland reisen und suchen nach Alternativen in Deutschland. Deshalb denken viele über einen Camping-Urlaub nach. Schließlich sind an beliebten Urlaubsorten, etwa an Nordsee und Ostsee, die Kapazitäten von Hotels und Ferienwohnungen begrenzt, und wegen der hohen Nachfrage müssen Urlauber mit höheren Preisen rechnen. Zwar sind die Campingplätze seit Mai unter strengen Hygiene- und Schutzauflagen in allen Nord-Bundesländern wieder geöffnet. Doch auch beim Camping gibt es Beschränkungen.

Aktuelle Corona-Verordnungen im Norden

Einschränkungen auf Campingplätzen möglich

Grundsätzlich gelten auch auf Campingplätzen die Hygiene-, Abstands- und Kontaktbeschränkungen, die das jeweilige Bundesland in seiner aktuell gültigen Corona-Verordnung vorgibt. Die konkreten Regeln sind in Hamburg, Niedersachen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sehr unterschiedlich und verändern sich entsprechend des Pandemie-Verlaufs sehr dynamisch. Vor Reiseantritt sollten sich Reisende deshalb immer aktuell über die neuesten Maßnahmen oder auch Lockerungen informieren. Für einen entspannten Urlaub sollten Camper außerdem diese Grundregeln beherzigen:

  • Niemals ohne Voranmeldung oder Vorabbuchung zu einem Campingplatz aufbrechen. Durch die aktuell hohe Nachfrage und das knappe Platzangebot - auch bedingt durch die Hygiene- und Abstandsregeln - müssen Urlauber sonst damit rechnen, abgewiesen zu werden.
  • Vor Reiseantritt beim Campingplatz-Betreiber telefonisch nach den geltenden Corona-Schutzmaßnahmen fragen. Hier ist insbesondere wichtig, ob und in welchen Bereichen eventuell Maskenpflicht herrscht und ob es Einschränkungen beim Gebrauch der Sanitär- und Entsorgungseinrichtungen gibt. Sofern keine Selbstversorgung geplant ist, ist auch interessant, ob gastronomische Angebote geöffnet haben.
  • Vor Reiseantritt einen ausreichenden Vorrat an Schutzmasken sowie Hand- und Flächendesinfektionsmitteln besorgen. Entsprechende Produkte sorgen beispielsweise beim Gebrauch der Toiletten und Duschen für mehr persönliche Sicherheit.
  • Urlauber sollten sich zudem darauf einstellen, dass durch die Campingplatz-Betreiber persönliche Kontaktdaten erfasst und gespeichert werden. Im Fall von auftretenden Corona-Infektionen ermöglicht das eine rasche Benachrichtigung und Verfolgung von Infektionsketten.

Wird Campingurlaub teurer?

Campinggäste müssen damit rechnen, dass die Preise für die Stellplätze dieses Jahr deutlich höher sind. Wegen der wochenlangen Schließungen und der zeitweiligen Auslastungsbeschränkungen mussten die Campingplätze hohe finanzielle Einbußen hinnehmen. Hinzu kamen notwendige Investitionen, um die neuen, strengen Hygienevorschriften zu erfüllen. Daher könnten die Preise 2020 auf vielen Plätzen steigen, erklärt Christian Günther vom Bundesverband der Campingwirtschaft.

Abstands- und Hygienemaßnahmen immer einhalten

Um zu verhindern, dass Plätze womöglich wieder schließen müssen, appelliert Günther an alle Camper, die Abstands- und Hygienemaßnahmen immer strengstens einzuhalten. "Der Staat reicht uns mit den Lockerungen im Campingbereich den kleinen Finger. Wir sollten daraufhin nicht die ganze Hand nehmen."

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 27.07.2020 | 20:15 Uhr

Urlaubsregionen im Norden

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