Stand: 30.03.2016 11:10 Uhr

Brunsbüttel: Zwischen Elbe und Kanal

Die Schleusenanlage zwischen Elbe und Kanal besteht seit 1914.

Brunsbüttel verbinden viele mit dem Nord-Ostsee-Kanal. Die zweitgrößte Stadt Dithmarschens liegt an der Elbe und am südlichen Ende der fast 100 Kilometer langen Verbindung. Die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt ist für die Industrie- und Hafenstadt von wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung. Dem Kanal hat Brunsbüttel den wirtschaftlichen Aufschwung zu verdanken. Viele Großbetriebe haben sich in der Region angesiedelt und damit Arbeitsplätze geschaffen.

Technische Attraktion: Die Schleusen

Die gewaltigen Schleusen zwischen Nord-Ostsee-Kanal und Elbe sind die interessanteste Sehenswürdigkeit in Brunsbüttel. Rund 130 Schiffe vom Kreuzfahrtriesen bis zum Containerschiff passieren das mehr als 100 Jahre alte Bauwerk täglich. Ein Rundweg bietet Besuchern die Möglichkeit, alles über Aufgabe und Funktion der Schleusen zu erfahren. Ein neues Schleusenbesucherzentrum bietet ab April 2016 auch Führungen an. Von zwei Aussichtsplattformen können Besucher Schiffe in den Schleusenkammern beobachten. Derzeit wird eine fünfte Schleuse gebaut. Sie soll die in die Jahre gekommenen alten Schleusen entlasten. Diese müssen in den kommenden Jahren saniert werden.

Schleusenanlagen Brunsbüttel und Museum "Atrium"

Gustav-Meyer-Platz
25541 Brunsbüttel
Tel. (04852) 885-213

Öffnungszeiten
Schleusenanlage: tgl. von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang
Museum: 15. März bis 15. November von 10.30 bis 17 Uhr
öffentliche Führung: Di, 14 Uhr

Treffpunkt für Segler aus aller Welt

Dank der vielfältigen Wassersportmöglichkeiten auf Elbe, Nordsee, Ostsee und Nord-Ostsee-Kanal hat sich die Stadt zum Treffpunkt für Sportboote aus aller Welt entwickelt. Eine Besonderheit ist dabei der Alte Hafen, ein naturbelassener, tidenabhängiger Jachthafen für Segel- und Motorjachten.

Kulturpfade führen durch die Stadt

Wer die Stadt und ihre Geschichte näher kennenlernen möchte, kann sich auf fünf "Kulturpfaden" informieren. Hinweisschilder und Faltblätter zeigen die genauen Routen auf. Themen sind unter anderem moderne Kunst, Deichbau und Architektur. Die Faltblätter liegen bei der Tourist-Information aus oder können hier heruntergeladen werden. Die Strecken sind mit Fahrrad oder Auto zu befahren. Zentrum des Kulturlebens ist das Tagungszentrum Elbeforum, in dem nationale und internationale Künstler auftreten und wechselnde Ausstellungen gezeigt werden.

Ortskern hielt Sturmfluten stand

Schon 1286 wurde Brunsbüttel erstmals urkundlich erwähnt. Allerdings aus einem wenig rühmlichen Grund: Die Brunsbütteler wurden vertraglich dazu verpflichtet, nicht länger die Schiffe der Hamburger Kaufleute auf der Elbe zu überfallen. Zu dieser Zeit lag Brunsbüttel direkt an der Nordseeküste und an der Elbe. Außer dem sehenswerten, historischen Ortskern ist vom alten Brunsbüttel nicht viel übrig geblieben. Sturmfluten haben den Ort nach und nach verschlungen.

Sehenswerter Altar

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Die St. Jakobuskirche wurde 1726 nach einem Blitzschlag neu errichtet.

In der Mitte des alten Marktplatzes steht die 1679 geweihte St. Jakobus-Kirche. Der einschiffige Backsteinsaalbau wurde Anfang des 18. Jahrhunderts von einem Blitz getroffen, zerstört und wieder neu aufgebaut. Sehenswert sind die Hängekanzel und die Empore mit der Fürstenloge. Der Holzaltar aus dem 17. Jahrhundert gehört zu den schönsten seiner Art in Nordeuropa.

Fernradweg direkt am Kanal

Interessante Ausblicke auf den Kanal bietet der Fernradfahrweg, der direkt am Wasser entlang verläuft. Von Brunsbüttel aus führt er über Rendsburg bis nach Kiel. Die großen Schiffe können Besucher während der Saison (Mai bis August) auch vom beheizten Freibad Ulitzhörn aus betrachten, das in Brunsbüttel direkt an der Schnittstelle von Elbe und Nord-Ostsee-Kanal liegt.

Karte: Nord-Ostsee-Kanal von Kiel bis Brunsbüttel
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