Stand: 14.02.2018 13:42 Uhr

Sagenumwobener Berg: Der Brocken

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Das Brockenplateau wurde nach der Wiedervereinigung renaturiert.

Der Harz ist Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge, der Brocken mit 1.141 Metern seine höchste Erhebung. Auf dem sagenumwobenen Berg sollen angeblich Hexen, der Teufel und Gespenster ihr Unwesen treiben. Im Volksmund wird er auch Blocksberg genannt. Seit langem ist der Brocken ein beliebtes Wanderziel, schon Goethe bestieg ihn vier Mal und setzte dem Berg mit der Walpurgisnacht-Szene in "Faust I" ein literarisches Denkmal.

Eine Hütte und ein Garten.

Der Brockengarten - Vielfalt auf 1.000 Metern

Lust auf Norden -

Im Harz befindet sich der höchst gelegene Garten des Nordens: der Brockengarten. Er beherbergt 1.500 Arten, die man sonst nur im alpinen Raum vorfindet.

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Die Hexe als Symbol

Die Hexe ist noch heute eine Harzer Symbolfigur und ein beliebter Souvenirartikel. Und jedes Jahr versammeln sich am Abend des 30. April in Thale zahlreiche "echte" Hexen, um mit einem großen Show- und Musikprogramm die Walpurgisnacht zu feiern.

Wechselvolle Geschichte

Jüngere Geschichte

Der Mauerfall auf dem Brocken

Nach dem Mauerfall warten die Menschen im Harz darauf, den Brocken zu besteigen. Am 3. Dezember 1989 wird das Tor zum Plateau geöffnet. Video

Schon 1736 errichtete der damalige Besitzer, Graf Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode, auf dem Brocken eine kleine Schutzhütte für Wanderer, das heute noch existierende "Wolkenhäuschen". Im Sommer 1800 eröffnete das erste Gasthaus, das in den folgenden Jahren mehrfach erneuert und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Während der deutsch-deutschen Teilung lag der Berg im Grenzgebiet der DDR und war als militärische Sperrzone bis 1989 für Zivilisten nicht zugänglich.

Umgestaltung nach der Wende

Nach der Wiedervereinigung wurde das Plateau renaturiert. Unter anderem wurden der Brockengarten mit Hochgebirgspflanzen wie Enzian und Edelweiß wieder eröffnet und das Brockenhaus neu gestaltet. Das Nationalpark-Besucherzentrum ist ganzjährig geöffnet und beherbergt neben einem Café eine Ausstellung über die Geschichte und die Magie des Berges. Außerdem geht es um die Pflanzenwelt, das Wetter und die Spuren des Klimawandels. Nebenan liegt die Brockenherberge, das höchst gelegene Hotel-Restaurant in Norddeutschland.

Extreme Klimabedingungen

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Keine Seltenheit: Wanderer kämpfen auf dem Brocken mit stürmischen Böen.

Die Region über 700 Metern Höhe wird als Hochharz bezeichnet und unterscheidet sich klimatisch deutlich vom umliegenden Oberharz. Tiefe Temperaturen, hohe Niederschlagsmengen und starke Winde sind charakteristisch für den Hochharz. Wegen seiner freien, ungeschützten Lage - die umliegenden Berge sind rund 200 Meter niedriger - wachsen auf dem Brockengipfel keine Bäume. Dort herrschen extreme Klimabedingungen, die denen auf Island ähneln. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt nur 2,9 Grad, an 300 Tagen im Jahr steckt der Gipfel in Nebel. Seit mehr als 120 Jahren befindet sich dort eine Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, die rund um die Uhr besetzt ist.

Wanderwege zum Gipfel

Weitere Informationen

Zu Fuß auf den Brocken

Eine Brockentour ist für viele Wanderer der Höhepunkt ihrer Reise in den Harz. Mehrere Wege verschiedener Länge und Schwierigkeit führen auf den höchsten Gipfel im Norden. mehr

Mehrere Wanderwege führen auf den Brocken. Einer ist der zwölf Kilometer lange (eine Richtung) Heinrich-Heine-Weg. Er beginnt auf dem Marktplatz von Ilsenburg und führt in rund vier Stunden teils steil hinauf zum Gipfel. Auch auf den Spuren Goethes lässt sich der Brocken erkunden. Vom Altenauer Ortsteil Torfhaus aus können Wanderer als eine der kürzesten Routen den Gipfel über den Goetheweg erklimmen. Hin- und Rückweg sind zusammen 16 Kilometer lang, die Tour dauert etwa sechs Stunden. Als besonders anspruchsvoll gilt die Brockenbesteigung über den Teufelsstieg. Er führt von zwei Seiten auf und über den Berg: Entweder von Bad Harzburg oder von dem kleinen Ort Elend. Beide Strecken sind etwa 13 Kilometer lang.

An schönen Tagen mit Sonne und klarer Luft wird die Wanderung auf den Berg mit einer atemberaubenden Fernsicht von bis zu 180 Kilometern belohnt. Oft ist es auf dem Brocken jedoch wolkig und stürmisch und in den Wintermonaten liegt teils meterhoch Schnee. Wer den Berg besteigt, sollte deshalb auf jeden Fall die passende Kleidung dabei haben. Oft ist es auf dem Gipfel empfindlich kalt, an 85 Tagen im Jahr liegt die Temperatur unter null Grad.

Mit der Dampflok auf den Berg

Eine romantische und bequeme Art, den Berggipfel zu erreichen, ist eine Fahrt mit der Brockenbahn. Die alten Dampfloks mit Personenwagen bringen Touristen mit der Kraft von 700 PS und 3,5 Tonnen Kohle auf den Berg. Im Winter bietet der Blick aus dem Fenster auf die dick verschneite Landschaft ein besonders idyllisches Bild. Die Harzer Schmalspurbahn startet mehrmals täglich von Wernigerode aus Richtung Brocken. Die Fahrt dauert gut eineinhalb Stunden und führt durch den waldreichen Ostteil des Nationalparks Harz mit dem Quellgebiet der Bode. Private Fahrzeuge dürfen nicht auf den Brocken fahren.

Karte: Wanderwege auf den Brocken (grober Verlauf)
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Der Nationalpark Harz

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Endlose Bergwälder mit ursprünglicher Natur, Heimat vieler Tiere - das ist der Nationalpark Harz. In seinem Herzen erhebt sich Norddeutschlands höchster Berg - der Brocken. Video (02:45 min)

Brockenbahn: Durch den Ostharz zum Gipfel

Die wohl bekannteste Schmalspurbahn im Norden fährt von Wernigerode auf den Brocken. In langen Kurven dampft sie durch die Wälder des Harzes rund 900 Höhenmeter bergauf. mehr

Über den Teufelsstieg auf den Brocken wandern

Der Teufelsstieg führt wahlweise von Bad Harzburg oder von Elend aus auf den Brocken. Beide Strecken sind rund 13 Kilometer lang und wegen der starken Steigung recht anspruchsvoll. mehr

Wandern um das Große Torfhausmoor im Harz

Zu Fuß oder auf Langlaufski: Im Oberharz führt ein knapp fünf Kilometer langer Rundweg um das Große Torfhausmoor. Den Brocken haben Ausflügler dabei immer im Blick. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 30.03.2018 | 18:00 Uhr

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