Stand: 02.12.2020 11:20 Uhr

Planten un Blomen: Wo Hamburg aufblüht

Ob japanische Teezeremonie oder Töpferkurs für Kinder, Spaziergang unter Palmen oder Ruhepause zwischen Rosen: Planten und Blomen ist mit seiner Lage zwischen Dammtorbahnhof und Millerntor nicht nur Hamburgs zentralster Park, sondern zugleich einer der vielseitigsten.

Kaum eine andere Grünanlage kann mit einem derart riesigen Angebot an Spiel- und Sportmöglichkeiten, exotischen Gärten und regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen aufwarten. Zugleich besticht der Park durch gepflegte Staudenbeete, lauschige Schattenplätze und etliche Wasserflächen.

Wasserlichtspiele und Tropenhäuser

Corona-Hinweise

Die Gewächshäuser sind zurzeit noch geschlossen, alle Wasserlichtkonzerte für dieses Jahr abgesagt. Aktuelle Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie auf der Website des Parks.

An sonnigen Tagen zieht es zahllose Hamburger aus den umliegenden Innenstadtbüros zur Mittagspause ins Grüne auf die bereitstehenden Bänke und Liegestühle. An den Wochenenden strömen Familien auf die Spielplätze, zur Minigolfanlage oder zu einer der vielen Veranstaltungen für Kinder. Romantisch gestimmte Städter und Touristen kommen vor allem an warmen Sommerabenden in den Park, um am Parksee die berühmten Wasserlichtkonzerte zu verfolgen. Dabei tanzen farbig angestrahlte Wasserfontänen zu den Klängen verschiedener bekannter Musikstücke.

Selbst in der kalten Jahreszeit fällt der Park nicht in Winterschlaf: Auf der Eisbahn tummeln sich dann die Schlittschuhläufer, während sich die Besucher der Tropenhäuser in wärmere Gefilde träumen.

VIDEO: Planten un Blomen - Oase in der Großstadt (29 Min)

Ergebnis mehrerer Gartenbau-Ausstellungen

Tropenhäuser
Menschen betrachten das Wasserspiel im Park Planten un Blomen in Hamburg (August 1984). © dpa/picture-alliance Foto: Chris Pohlert

Planten un Blomen: Vom Grünen Wallring zum Park

Als sich die Hamburger Wallanlagen ab 1820 in einen Landschaftspark verwandeln, ist vom späteren Park Planten un Blomen nichts zu ahnen. Friedhof, Zoo und Vergnügungspark liegen auf dem Weg dorthin. mehr

Die kunstvolle Gestaltung und das große Freizeitangebot sind kein Zufall: Insgesamt vier Gartenbau-Ausstellungen gaben dem Park seine Form, jede Schau drückte der Grünanlage einen weiteren Stempel auf und fügte neue Attraktionen hinzu. Die vielen kunstvoll angelegten Sondergärten - vom Apothekergarten über die Mittelmeerterrassen bis zum Japanischen Garten - sowie die zahllosen versteckten Sitzplätze zwischen blühenden Stauden und plätschernden Wasserläufen machen heute den Reiz von Planten un Blomen aus. Eine Freiluftausstellung mit mehreren Stationen im Park informiert auf Tafeln über die vielen Umgestaltungen und die wec hslevolle Geschichte des Parks.

Neue Grünflächen für den Park

Der Siegerentwurf für die neue Grünfläche zwischen dem Hamburger CCH und Planten un Blomen. © POLA Landschaftsarchitekten
Noch in diesem Jahr sollen die neuen Grünflächen für den Park fertig sein.

Derzeit wird der Park erneut erweitert und das Kongresszentrum CCH am Dammtorbahnhof umgebaut. An der Zufahrt zur Tiefgarage sowie vorm Bahnhof entstehen neue Grünflächen mit Laub- und Obstbäumen, Gräsern und Stauden. Außerdem werden Rad- und Fußwege gebaut. Autos erreichen das CCH und das Hotel "Radisson Blu" künftig über die Tiergartenstraße.

Am besten mit Bahn oder Bus anreisen

Wer Planten un Blomen besucht, sollte möglichst mit der Bahn (U1 Stephansplatz, U2 Messehallen oder U3 St. Pauli, S-Bahnlinien S11, S21 und S31 bis Dammtor), dem Bus (Linie 112) oder dem Rad anreisen - Parkplätze sind knapp. Fahrräder müssen im Park geschoben werden. Der Park ist täglich ab 7 Uhr geöffnet, nachts wird er abgeschlossen (Mai bis Ende September um 23 Uhr, Oktober bis März um 20 Uhr, April um 22 Uhr). Nähere Informationen über die einzelnen Gärten sowie über aktuelle Veranstaltungen finden sich auf der Website des Parks.

Karte: Der Park Planten un Blomen

Weitere Informationen
Planten un Blomen während der Niederdeutschen Gartenschau 1935 © Bildarchiv Gartendenkmalpflege der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt.

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Blick auf das Jenischhaus im gleichnamigen Park. © picture-alliance / HB Verlag

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Dieses Thema im Programm:

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Blick von Plaza der Elbphilharmonie auf die Überseebrücke. © NDR Foto: Christine Raczka

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