Stand: 22.07.2019 12:30 Uhr  | Archiv

Natur erleben in der Feldberger Seenlandschaft

Ein Bootssteg führt inmitten von grünen Sträuchern in einen See. © NDR Foto: Norbert Brandt aus Neubrandenburg
Die Gewässer in der Seenlandschaft sind meist klar und sauber.

Die Region um das Städtchen Feldberg im Südosten Mecklenburgs gilt als eine der schönsten Naturlandschaften Deutschlands. Weitläufige Wälder und zahlreiche klare Seen machen sie zu einem idealen Ziel für Wanderer, Wassersportler und Naturfreunde. Ein erheblicher Teil der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft an der Grenze zu Brandenburg wurde als Naturpark ausgewiesen. Urlauber können in dem fast 35.000 Hektar großen Gebiet sanfte Hügel, Binnendünen und Moore entdecken. Mit etwas Glück begegnen sie Adlern, Eisvögeln oder rund 140 weiteren Vogelarten.

Wandern von See zu See

Malerischer Blick vom Reiherberg über den Naturpark Feldberger Seenlandschaft auf Feldberg. © picture-alliance / HB Verlag Foto: Jörg Axel Fischer
Vom Reiherberg bietet sich ein weiter Blick über den Naturpark bis nach Feldberg.

Die abwechslungsreiche Landschaft lädt zu ausgedehnten Spaziergängen und Wanderungen ein. Ein beliebtes Ziel ist der Reiherberg. Von dort bietet sich ein schöner Blick auf das Städtchen Feldberg und den Haussee mit seinen beiden Inseln. Der 7,5 Kilometer lange Haussee-Rundweg führt zu einer 145 Meter hohen Abbruchkante des Berges, die in der Eiszeit entstanden ist. Auf einem Höhenweg geht es weiter zum See Breiter Luzin.

Ein lohnendes Wanderziel ist auch Deutschlands ältester Buchenwald, die sogenannten Heiligen Hallen bei Lüttenhagen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird das Waldgebiet nicht mehr bewirtschaftet und entwickelt sich zu einem Urwald. Die ältesten Bäume stehen dort seit rund 350 Jahren.

Wilde Orchideen im Kneipp-Kurort Feldberg

In Feldberg selbst gibt es mit dem Wiesenpark ein einzigartiges Biotop: Ab Ende Mai wachsen und blühen seltene wilde Orchideen, die von Holzstegen aus betrachtet werden können. Seit 2015 darf sich Feldberg Kneipp-Kurort nennen. Im Kurpark am Ufer des Haussees können Besucher einen Barfußpfad ausprobieren, ein Gräserlabyrinth erkunden und in der Kneipp-Anlage Beine und Arme kühlen. Eine weitere Wassertretstelle und einen Fitness-Parcours gibt es an der alten Marienquelle.

Auf Entdeckertour über und unter dem Wasser

Bootshaus am Schmalen Luzin © NDR Foto: Markus Lobsien
Das Fährhaus steht seit 1907 am Schmalen Luzin.

Beste Bedingungen bietet die Seenlandschaft um Feldberg für Wassersportler: Der Breite Luzin, mit knapp 60 Metern der zweittiefste See in Mecklenburg, darf auch mit Motorbooten befahren werden. Am benachbarten Schmalen Luzin sind Verbrennungsmotoren tabu. Dafür eignen sich die zum Teil sehr engen Wasserwege ideal für Kanutouren. Verleihstationen gibt es rund um den See. Ganz im Süden der Seenlandschaft liegt das Naturschutzgebiet Krüselinsee und Mechowsee, das mit Einschränkungen ebenfalls befahren werden darf.

Weitere Informationen
Heinz Galling und die Bachforelle – gefangen im Oberharz. © NDR/Mario Jeschke

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Die Seen der Feldberger Seenplatte sind auch bei Hobbytauchern beliebt. Der Schmale Luzin bietet Sichtweiten zwischen fünf und 15 Metern, riesige Felsbrocken und ins Wasser gestürzte Bäume. Im Dreetzsee schwimmen Hechte, Schleien, Barsche und Karpfen zwischen mannshohen Wasserpflanzen. Eine Tauchstation verleiht Ausrüstungen und bietet Kurse und Tauchtouren an.

Gute Reviere für Angler in der Seenlandschaft

Angler freuen sich über 15 Gewässer mit großen Fischbeständen, an denen sie ihrem Hobby nachgehen können. Als besonders gutes, anspruchsvolles Revier gilt der Carwitzer See südöstlich von Feldberg. Wer keinen Angelschein besitzt, kann mit dem Touristen-Fischereischein erste Erfahrungen sammeln.

Auf den Spuren des Schriftstellers Hans Fallada

Außenansicht des Hans-Fallada-Hauses in Carwitz, Kreis Mecklenburg-Strelitz © dpa-Bildfunk Foto: Bernd Wüstneck
In Carwitz zeigt das Hans-Fallada-Museum die Arbeits- und Wohnräume des Schriftstellers.

Bekannt wurde die Feldberger Seenlandschaft auch durch die Bücher von Hans Fallada (1893-1947), der dort bis zu seinem Tod lebte. Einige seiner schönsten Werke erzählen von der Region. Der Schriftsteller, der mit Werken wie "Bauern, Bonzen und Bomben" oder "Wer einmal aus dem Blechnapf frißt" bekannt wurde, lebte von 1933 bis 1944 in Carwitz. Dort zeigt seit 1995 ein Museum die restaurierten Wohn- und Arbeitsräume Falladas und alle Werke in deutscher Erstausgabe. Seit die Urne des Schriftstellers 1981 überführt wurde, befindet sich auch sein Grab im Dorf.

Karte: Feldberger Seenlandschaft

Weitere Informationen
Blick auf die Handfähre am See Schmaler Luzin. © Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern Foto: Thomas Grundner

Auf dem Fridolinweg um den Schmalen Luzin

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 20.07.2019 | 18:00 Uhr

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