Stand: 10.11.2015 10:54 Uhr

Ueckermünde: Hier lockt das Haff

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Viele Bürgerhäuser am Marktplatz wurden in den vergangenen Jahren aufwendig saniert.

Im äußersten Nordosten der Republik, kurz bevor die Uecker in das Stettiner Haff fließt, liegt das Seebad Ueckermünde. Besucher sehen dem Städtchen seine lange Tradition an: In der Altstadt rund um den Marktplatz stehen viele restaurierte, gut 100 Jahre alte Gründerzeit-Häuser. Deutlich älter ist die St. Marien Kirche von 1766, deren Turm den Ort überragt. Die Geschichte des Schlosses reicht sogar bis in das 12. Jahrhundert. Einst war es Sitz der pommerschen Herzöge. Philipp I. ließ das Anwesen 1546 als Ersatz für eine baufällige Burg errichten. Nur der Bergfried blieb bis heute erhalten.

Das Schloss bewahrt die Stadtgeschichte

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Der Schlossturm (l.) und die Kirche St. Marien (r.) überragen die Altstadt von Ueckermünde.

Das spätgotische Gebäude ist eines von wenigen erhaltenen Bauwerken der pommerschen Herzöge in Deutschland. Heute befinden sich im Schloss und einem modernen Anbau das Rathaus sowie ein Museum mit einer Ausstellung über das Stettiner Haff und die Geschichte der Stadt. Ein Aufstieg auf den Schlossturm lohnt sich, denn von dort bietet sich ein weiter Blick bis auf das deutsch-polnische Haff.

Touren auf dem Wasser

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Ursprüngliche Natur prägt die Uferlandschaft der Uecker.

Im Stadthafen an der Uecker starten regelmäßig Fahrgastschiffe. Touristen haben die Wahl zwischen Ausflügen über das Haff zur Insel Usedom, in die polnischen Häfen Swinemünde und Stettin oder einer Fahrt auf der Uecker. An den teils unberührten Ufern des Flusses blühen Seerosen und andere seltene Pflanzen. Noch dichter an der Natur ist man bei Ausflügen in den Naturpark am Stettiner Haff mit Kanu, Tretboot oder Floß. Mit ein bisschen Glück entdecken Bootsfahrer Fraßspuren oder die Burg eines Bibers. Selbst Seeadler brüten in dem Gebiet.

Das Stettiner Haff ist ein ideales Revier für Segler, Dutzende Schiffe liegen im Yachthafen am östlichen Uecker-Ufer. Wer kein eigenes Boot besitzt, kann eines chartern oder auf einem historischen Zeesenboot mitsegeln. Jeweils Anfang Juni feiert die Stadt die Haff-Sail, ein Wassersportfest mit vielseitigem Programm.

Zu Fuß oder mit dem Rad in die Umgebung

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Der rot-weiße Leuchtturm an der Westmole ist der östlichste Leuchtturm Deutschlands.

Auch für Wanderer und Radfahrer ist Ueckermünde ein guter Ausgangspunkt. Mehrere ausgeschilderte Wege beginnen in dem Seebad mit knapp 9.000 Einwohnern. Insgesamt umfasst das Wegenetz einige Hundert Kilometer. Im Sommer lädt am Stettiner Haff ein gut 800 Meter langer Sandstrand zum Baden ein. Zu Fuß erreicht man das sogenannte Strandbad mit der Strandhalle von 1927 aus der Altstadt in einer halben Stunde. Für viele Familien gehört zu einem Ausflug nach Ueckermünde der Besuch des Tierparks. Auf 18 Hektar Fläche leben dort rund 400 Tiere aus 100 Arten.

Abstecher in das Ukranenland

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Auf Slawenschiffen können Besucher im Ukranenland wie im Hochmittelalter reisen.

1.000 Jahre in die Vergangenheit reisen können Touristen südlich von Ueckermünde. Im kleinen Ort Torgelow liegt das Ukranenland, ein Freilichtmuseum mit Block-, Bohlen- und Flechtwandhäusern des 9. und 10. Jahrhunderts. Ein Geschichts- und Naturlehrpfad gibt Einblicke in die Slawenzeit.

Karte: Region Stettiner Haff
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