Stand: 29.04.2020 14:22 Uhr  | Archiv

Von Sielort zu Sielort entlang der Nordseeküste

So geballt wie an der niedersächsischen Nordseeküste findet man sie sonst nirgends: die kleinen Orte mit der Endung -siel. Manche, wie Harlesiel oder Bensersiel, sind bekannt als Fährhäfen zu den vorgelagerten Ostfriesischen Inseln. Andere, wie Greetsiel oder Neuharlingersiel, pflegen ihr Image als verträumte Häfen mit den typischen Krabbenkuttern und kleinen Häuschen.

Eines haben sie alle gemeinsam: Ihre Namen verdanken die Orte der Lage direkt am Deich. Seit Jahrhunderten ringen die Menschen in Friesland und Ostfriesland dem Wattenmeer Land ab und schützen es mit Deichen. Sogenannte Siele leiten das Wasser der Entwässerungsgräben durch die Deiche in die Nordsee, lassen aber kein Meerwasser ins Binnenland. Vielfach wurde der Durchlass mit einer Schleuse und einem Hafen kombiniert. Diese kleinen Hafenorte sind heute beliebte Ausflugsziele, einige haben sich zu Ferienorten am Nationalpark Wattenmeer entwickelt.

Karte: Sielorte an der ostfriesischen und friesischen Küste

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