Stand: 24.10.2019 14:44 Uhr

In Ludwigslust lebt die Barockzeit

Eine lange, symmetrisch angelegte Straße mit Kopfsteinpflaster, auf beiden Seiten von zweigeschossigen Backsteinhäusern und Linden gesäumt: Die Schlossstraße führt Besucher nicht nur direkt zum Barockschloss, sondern entführt sie auch in ein andere Zeit, denn im mecklenburgischen Ludwigslust ist die Geschichte mehr als lebendig.

Der Name Ludwigslust geht übrigens auf Christian Ludwig II. zurück. Er ließ 1724 ein Jagdschloss bauen, das zum Ursprung der Stadt wurde.

Ludwigslust: Eine Reise in die Barockzeit

Ein Barock-Schloss im Zentrum

Hauptattraktion ist heute das barocke Schloss. Hofbaumeister Johann Joachim Busch errichtete das Gebäude von 1772 bis 1776 als Residenzschloss der mecklenburgischen Herzöge. Nach der Fertigstellung bezog Herzog Friedrich von Mecklenburg-Schwerin den neuen Palast, das Jagdschloss ließ er abreißen.

Wie prachtvoll die Herzöge in Ludwigslust einst lebten, können Besucher bei einem Rundgang durch die restaurierten Räume des Schlosses sehen. Höhepunkt ist der Goldene Saal, der über zwei Etagen reicht und mit großen Kristallleuchtern, hohen Säulen und viel Gold verziert ist. Kurios: Ein Großteil der üppigen Dekoration besteht nur aus angemaltem Pappmaché - sogenanntem Ludwigsluster Carton. Das war schlichtweg günstiger.

Kaskaden vor dem Schloss in Ludwigslust. © imago/imagebroker

Barocke Pracht in Ludwigslust erleben

Ausflugstipps – Entdecke den Norden -

Reise in eine prunkvolle Zeit: Das Barockschloss, die tempelartige Stadtkirche und die schnurgerade Schlossstraße lassen die Vergangenheit in Ludwigslust lebendig werden.

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Schlossgarten aus dem 18. Jahrhundert

Der Park um das Barockschloss ist mit etwa 120 Hektar der größte in Mecklenburg-Vorpommern und wurde im 18. Jahrhundert ebenfalls von Hofbaumeister Busch im französischen Stil errichtet. Peter Joseph Lenné, der preußische Gartendirektor, gestaltete die Anlage von 1852 bis 1860 um und erweiterte sie.

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Brücken und Wasser gehören zu den bestimmenden Elementen im Schlosspark.

Typisch für die grüne Oase sind die Wasser-Kaskaden, Kanäle und Brücken. Von Frühjahr bis Herbst lockt der Garten mit viel Grün, seltenen Pflanzen und Bäumen: So wachsen dort etwa Sumpfzypressen, Urweltmammutbäume und Magnolien. Doch auch im Winter lädt der Barockgarten zu ausgedehnten Spaziergängen ein.

Stadtkirche im klassizistischen Stil

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Ungewöhnlich für den Norden: die Stadtkirche im Stil des Klassizismus.

Gegenüber des Schlosses, hinter den Kaskaden und dem mit Wasser gefüllten Bassin, steht die Stadtkirche, ein monumentales Gebäude. Bereits vor dem Schloss wurde sie im klassizistischen Stil mit barocken Elementen erbaut. Sechs dorische Säulen tragen die Vorhalle, auf der Attika darüber stehen vier überlebensgroße Evangelisten-Statuen. Auf dem Dach der tempelartig wirkenden Kirche prangt ein sogenanntes Christogramm - die griechischen Buchstaben des Namens Christi. Ein riesiges Gemälde schmückt die Wand hinter dem erhöht stehenden Altar.

Schlossstraße führt zur "Reitenden Alexandrine"

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Die schnurgerade Schlossstraße verbindet Schloss- und Alexandrinenplatz.

35 Meter breit und symmetrisch gegliedert zieht sich die Schlossstraße durch den Ortskern. Sie gehört zum charakteristischen Stadtbild. Jedes der zweigeschossigen roten Backsteinhäuser entspricht dort in Form, Breite und Höhe dem gegenüberliegenden. Linden trennen die gepflasterte Fahrbahn in der Mitte der Allee von den Fuß- und einstigen Reitwegen vor den Häusern. "Literarische Steine", schlichte Natursteinblöcke mit Inschriften, informieren über die Geschichte der Stadt.

Blick in die Naturgeschichte im Natureum

Bei einem Bummel durch Ludwigslust lohnt sich auch ein Besuch im Natureum. Das Museum in einem historischen Gebäude, dem ehemaligen Fontänenhaus von 1750, stellt die Natur und Naturgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns vor. Gezeigt werden Fossilien und Steine sowie einheimische Pflanzen und Tiere.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Plus | Ausflugstipps – Entdecke den Norden | 25.10.2019 | 07:30 Uhr

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