Stand: 19.09.2019 17:43 Uhr

Langeoog: Viel Strand und keine Autos

Mehr als 1.500 Stunden Sonne im Jahr, keine Autos, dafür ein 14 Kilometer langer Sandstrand und viele Dünen: Es gibt viele Gründe, Langeoog zu besuchen. Mit etwa 20 Quadratkilometern Fläche gehört sie zu den mittelgroßen Ostfriesischen Inseln, liegt im Wattenmeer zwischen Baltrum und Spiekeroog. Auf der Insel geht es gemächlich zu. Vom Fähranleger verkehrt eine kleine Bahn zum einzigen Ort, dem Nordseeheilbad Langeoog. Urlauber können sich auf einer Fahrt mit der Pferdekutsche einen Überblick verschaffen, ansonsten geht es zu Fuß oder mit dem Fahrrad über die Insel.

Blick auf einen weiten Strand. © NDR/nonfictionplanet/Richard Jacobi

Langeoog – Insel-Idyll im ostfriesischen Wattenmeer

mareTV -

Langeoog gehört zu den Ostfriesischen Inseln im Wattenmeer an der Nordseeküste. Einst das verwunschene Versteck von Schmugglern, ist Langeoog heute ein Magnet für Naturliebhaber.

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Weiter Blick vom Wasserturm

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Vom Wasserturm aus können Besucher bis zu den Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog blicken.

Wahrzeichen ist der Wasserturm. Er steht auf der Kaapdüne, am Weg vom Zentrum zum Strand. 1909 wurde er als Seezeichen und Wasserreservoir erbaut. Von der Aussichtsplattform haben Besucher einen herrlichen Blick über die gesamte Insel. Bei schönem Wetter reicht die Sicht bis zu den Nachbarinseln Baltrum und Spiekeroog. Der 18 Meter hohe Turm ist montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr geöffnet, im Winterhalbjahr nur samstags ab 10.30 Uhr. Im Inneren widmet sich eine Ausstellung dem Thema "Trinkwasser für Langeoog". Eine Wasserleitung zum Festland war für die Insulaner nie notwendig. Unter den Dünen der Insel befindet sich eine mächtige Süßwasserlinse, die Einwohner und Touristen mit ausreichend Trinkwasser versorgt. Einen guten Überblick über Langeoog bietet auch die Melkhörndüne, die mit 20 Metern eine der höchsten Erhebungen Ostfrieslands ist.

Kirche, Dünenfriedhof und Museum

Ebenfalls einen Besuch wert ist die stattliche Inselkirche aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren befindet sich ein modernes Altarbild des ostfriesischen Künstlers Hermann Buß. Wer das Grab der Sängerin Lale Andersen sucht, findet es nicht auf dem Friedhof an der Kirche, sondern auf dem Dünenfriedhof am nördlichen Ortsrand. Das Schifffahrtsmuseum im Haus der Insel zeigt nicht nur Modelle, Strandgut und Seekarten, sondern bietet auch ein Nordsee-Aquarium mit Seesternen, Krebsen und Fischen.

Bei Schietwetter ins Wellenbad

Auch bei schlechtem Wetter müssen Urlauber nicht auf ein Bad im Meerwasser verzichten: Das Freizeit- und Erlebnisbad bietet stets wohl temperiertes Nordseewasser im Wellenbecken, eine lange Wasserrutsche und eine Dünen-Saunalandschaft.

Ausflüge in die Tier- und Pflanzenwelt

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Der östliche Teil der Insel gehört zum Nationalpark Wattenmeer. Hier können sich die Seehunde ungestört sonnen.

Im Osten von Langeoog liegt eine der größten Silbermöwen-Kolonien Deutschlands. Jedes Jahr brüten hier ab Mai etwa 4.500 Paare. Der Weg vom Zentrum bis zur Vogelkolonie ist rund zwei Kilometer lang. Das Vogelschutzgebiet gehört zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und darf nur im Rahmen von Führungen betreten werden, die am Vogelwärterhäuschen beginnen. Am Ende des ausgebauten Weges zum östlichen Zipfel der Insel erreichen Besucher den Naturpfad Ostende. Mit etwas Glück können sie von der Plattform "Osterhook" aus Seehunde beobachten. Die beste Zeit dafür ist drei Stunden vor und nach dem Hochwasser.

Flinthörn heißt ein Fluthaken im Südwesten Langeoogs, der sich im Laufe der Jahrhunderte durch Sandablagerungen gebildet hat. Zwischen Dünen und Fluthaken verläuft der Naturlehrpfad "Flinthörn" mit vielen Schautafeln und einer Informationsplattform am Rand der Dünen. Dort erfahren Besucher alles über die Tier- und Pflanzenwelt auf Langeoog. Im Osten der Insel führt ein weiterer Naturlehrpfad, der "Osterhook", durch eine naturbelassene Landschaft an der Wattseite.

Bildergalerie
11 Bilder

Sand, Sonne und Meer - Langeoog in Bildern

Ein langer Sandstrand, eine bunte Inselbahn, viel Natur und rund 1.500 Sonnenstunden im Jahr - eine Bilderrreise über die ostfriesische Insel Langeoog. Bildergalerie

Karte: Markante Punkte auf Langeoog

Anreise

Mit dem Auto fahren Urlauber bis zum Fähranleger in Bensersiel. Dort können sie ihren Wagen auf einem der bewachten Parkplatz abstellen. Bahnreisende fahren nach Esens und von dort mit dem Bus nach Bensersiel. Auch Fernbusse verkehren zum Anleger in Bensersiel. Von dort starten mehrmals täglich die Fähren nach Langeoog. Die Überfahrt dauert, abhängig vom Wasserstand, etwa 45 Minuten. Kinder unter sechs Jahren reisen kostenlos, Fahrgäste können ihre Fahrräder gegen Gebühr mitnehmen. Im Fährpreis enthalten ist die Fahrt mit der bunten Inselbahn in das Zentrum von Langeoog.
Vor allem an Tagesgäste richtet sich das Angebot der MS Flinthörn, die morgens von Bensersiel nach Langeoog und am Nachmittag wieder zurück zum Festland fährt.

Weitere Informationen

Ostfriesische Inseln: Siebenmal Erholung

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Dieses Thema im Programm:

mareTV | 19.09.2019 | 20:15 Uhr

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