Wandern und Rad fahren im Naturpark Elm-Lappwald und der Asse

Stand: 09.10.2020 15:41 Uhr

Norddeutschlands größten Buchenwald, ein interessantes Wanderrevier und einen romanischen Dom: Das bietet der Elm bei Braunschweig. Gemeinsam mit dem Lappwald bildet er einen Naturpark.

Rätselfreunde kennen ihn als Höhenzug bei Braunschweig mit drei Buchstaben: Elm. Bis zu gut 320 Meter ragen seine Gipfel aus der meist flachen Landschaft an der früheren innerdeutschen Grenze heraus. Buchen bedecken nahezu die gesamte Fläche des etwa 25 Kilometer langen und nur wenige Kilometer breiten Höhenzugs. So gilt der Elm als der größte Buchenwald Norddeutschlands und gehört zum weitläufigen Naturpark Elm-Lappwald .

Zu Fuß und per Rad durch den Wald

Teich Güldenspring im Elm bei Warberg © NDR
Teiche bieten sich als Rastplätze bei einer Elm-Wanderung an.

Dutzende markierte Wanderwege durchziehen die hügelige Landschaft, viele davon wurden von Wanderparkplätzen aus als Rundstrecken angelegt. Ein besonders beliebtes Ziel ist das Reitlingstal an der Westseite des Elm. Auch Mountainbiker und andere Radler finden spannende, unterschiedlich schwierige Routen. Auf Orte trifft man nur am Rand des Waldes, denn der Elm ist nahezu unbesiedelt, lediglich einige Landstraßen führen hindurch. Eine App für Smartphones hilft Radlern, sich auch ohne Landkarte nicht zu verfahren. Sie zeigt interessante Routen, gibt Tipps für Sehenswertes an der Strecke und warnt, wenn man von der geplanten Strecke abkommt.

Elm-Lappwald: Ein Naturpark mit zwei Wäldern

Der Naturpark Elm-Lappwald schließt auch den teilweise bereits in Sachsen-Anhalt gelegenen Lappwald ein. Rund 50 Prozent des 470 Quadratkilometer großen Parks sind Natur- oder Landschaftsschutzgebiete. Ein 101 Kilometer langer Vier-Wälder-Rundwanderweg verbindet die Waldgebiete Elm und Lappwald mit dem Elz und dem Dorn.

Wandern zum Bismarckturm in der Asse

Wenige Kilometer westlich des Elm liegt der kleine Höhenzug Asse. Bekannt wurde der Name im Zusammenhang mit einem unterirdischen Lager für Atommüll. Die Asse ist aber auch ein schönes Wandergebiet mit viel Buchenwald. Ein gut zehn Kilometer langer Rundwanderweg beginnt in Wittmar und führt zunächst auf der Liebesallee zum Bismarckturm. Weiter geht es an der Ruine der Asseburg vorbei auf die Ostseite der Asse.

Besuch in Königslutter

Der Kaiserdom in Königslutter. © picture-alliance / dpa Foto: Peter Steffen
Ein monumentales Bauwerk: der Kaiserdom in Königslutter

Ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Region ist das Städtchen Königslutter am Nordrand des Elm. Neben einem Bummel durch den mittelalterlichen Ortskern mit kleinen Gassen und schönen Fachwerkhäusern lohnt ein Besuch des Kaiserdoms. 1135 stiftete Lothar von Süpplingenburg, damals deutscher Kaiser, das Gotteshaus. Es gilt als einer der bedeutendsten romanischen Bauten in Niedersachsen. Besonders sehenswert sind das Löwenportal sowie der Jagdfries an der Hauptapsis und der Kreuzgang. Nahe dem Dom steht die jahrhundertealte Kaiser-Lothar-Linde. Sie zählt zu den ältesten Linden Niedersachsens und soll angeblich bereits im Jahr des Baubeginns des Doms gepflanzt worden sein.

Erdgeschichte im FEMO und Schöninger Speere im Museum

Mehrere Besucher sitzen in einem Panoramakino. © paläon GmbH
Das Paläon entführt seine Besucher in die Welt der Steinzeit.

In Königslutter hat auch das Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen - kurz FEMO - seinen Hauptsitz. Es erläutert Besuchern die Natur- und Kulturgeschichte der Umgebung. Da dort immer wieder besondere Versteinerungen und Erdschichten gefunden werden, ist die gesamte Region als Geopark zertifiziert. Sie ist auch Fundort der sogenannten Schöninger Speere, die 1994 in einem Braunkohle-Tagebau am südöstlichsten Punkt des Elm, nahe der Stadt Schöningen entdeckt wurden. Das Forschungsmuseum Schöningen zeigt die rund 300.000 Jahre alten Jagdwaffen und führt Besucher in diese Vorzeit zurück.

Karte: Region Elm-Lappwald
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 10.10.2020 | 18:00 Uhr

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