Wohnwagen stehen in den Dünen. © imago/blickwinkel Foto: McPhoto/Ralph Kerpa

Camping trotz Corona: Was Urlauber beachten müssen

Stand: 06.07.2021 07:00 Uhr

Die Coronalage in Deutschland hat sich entspannt, die Campingplätze sind wieder geöffnet. Gäste müssen sich dennoch weiter auf Einschränkungen einstellen, beliebte Ziele im Norden sind zudem schnell ausgebucht.

In allen deutschen Bundesländern ist Camping wieder möglich, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt überall deutlich unter dem kritischen Wert von 100. Allerdings gelten auf den Plätzen weiterhin strenge Regeln, die das jeweilige Bundesland in seiner Corona-Verordnung vorgibt und die daher in den einzelnen Ländern voneinander abweichen können.

Campingplatz mit Wohnwagen und Vorzelten in den Dünen von Prerow an der Ostsee. © picture alliance/dpa Foto: ernd Wüstneck
Unter bestimmten Auflagen ist Campingurlaub überall in Norddeutschland möglich.

Vor Reiseantritt sollten sich Urlauber deshalb immer über die aktuellen Regelungen am Reiseziel informieren. Wegen der hohen Nachfrage müssen sie zudem mancherorts mit höheren Preisen rechnen oder damit, abgewiesen zu werden, wenn sie nicht rechtzeitig gebucht haben. Viele Plätze sind hoffnungslos überlastet, ganz besonders solche, die sogenanntes Glamping anbieten - also luxuriösere Plätze mit eigener Sauna oder Holzhütten zum Übernachten.

In den norddeutschen Bundesländern gelten aktuell folgende Regeln für Campingplätze:

Schleswig-Holstein:

  • negativer Corona-Test bei Anreise, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, alternativ Impf- oder Genesenen-Nachweis
  • am dritten Tag nach Anreise ist ein weiterer Negativ-Test erforderlich. Es ist nicht mehr nötig, alle 72 Stunden ein negatives Testergebnis vorzulegen.
  • Gemeinschaftseinrichtungen wie Duschräume und Toiletten geöffnet, Saunen und Wellnessbereiche können mit entsprechendem Hygienekonzept öffnen.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Schleswig-Holstein.

Niedersachsen:

  • negativer Corona-Test maximal 24 Stunden vor Anreise, alternativ Impf- oder Genesenen-Nachweis
  • keine Testpflicht vor Ort bei Inzidenz unter 10, ansonsten zweimal pro Woche
  • Duschräume und Toiletten sowie Schwimmbäder und Saunen geöffnet
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Niedersachsen.

Mecklenburg-Vorpommern:

  • negativer Test bei Anreise (Schnelltest maximal 24, PCR-Test maximal 48 Stunden alt), alternativ Impf- oder Genesenen-Nachweis
  • keine Testpflicht vor Ort
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Mecklenburg-Vorpommern.

Hamburg:

  • bei Anreise aktueller negativer Test sowie weitere Tests vor Ort alle 72 Stunden, alternativ Impf- oder Genesenen-Nachweis
  • Des Weiteren gelten - etwa bei der Maskenpflicht - die aktuellen Corona-Regeln für Hamburg.

Von einem Campingplatz mit Wohnwagen aus ist ein Sonnenaufgang zu beobachten. © NDR Foto: Jutta Przygoda
AUDIO: Urlaubs-Boom Camping: So ist die Situation in Mecklenburg-Vorpommern (4 Min)

Grundregeln für Camping in Corona-Zeiten

Für einen entspannten Urlaub sollten Camper außerdem diese Grundregeln beherzigen:

  • Niemals ohne Voranmeldung oder Vorabbuchung zu einem Campingplatz aufbrechen. Durch die hohe Nachfrage und das knappe Platzangebot - teilweise auch bedingt durch Hygiene- und Abstandsregeln - müssen Urlauber sonst damit rechnen, abgewiesen zu werden.
  • Sich vor Reiseantritt beim Campingplatz-Betreiber telefonisch oder online über die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen informieren. Wichtig ist etwa, wo Maskenpflicht herrscht und welche Abstandsregeln beim Gebrauch der Sanitäranlagen gelten.
  • Vor Reiseantritt einen ausreichenden Vorrat an Schutzmasken sowie Hand- und Flächendesinfektionsmitteln besorgen
  • Urlauber sollten sich darauf einstellen, dass Campingplatz-Betreiber und Gastronomen angewiesen sind, persönliche Daten zur Kontaktnachverfolgung zu erfassen und speichern.
  • Camper sollten Abstands- und Hygienemaßnahmen immer streng einhalten, um zu verhindern, dass Plätze womöglich wieder schließen müssen.

Einen Überblick, welche Auflagen in den einzelnen Bundesländern gelten, gibt der Bundesverband der Campingwirtschaft auf seiner Website.

Weitere Informationen
Camper in den Dünen des Campingplatzes in Prerow © dpa / Picture alliance Foto: Bernd Wüstneck

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