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Camping trotz Corona: Was Urlauber beachten müssen

Stand: 15.09.2021 11:10 Uhr

Camping erlebt in Zeiten von Corona einen Boom, viele Plätze und beliebte Ziele im Norden sind schnell ausgebucht. Was müssen Gäste beachten? Welche Einschränkungen gelten?

In allen deutschen Bundesländern ist Camping möglich, allerdings gelten auf den Plätzen weiterhin strenge Regeln, die das jeweilige Bundesland in seiner Corona-Verordnung vorgibt und die daher in den einzelnen Ländern voneinander abweichen können.

Campingplatz mit Wohnwagen und Vorzelten in den Dünen von Prerow an der Ostsee. © picture alliance/dpa Foto: ernd Wüstneck
Unter bestimmten Auflagen ist Campingurlaub überall in Norddeutschland möglich.

Vor Reiseantritt sollten sich Urlauber deshalb immer über die aktuellen Regelungen am Reiseziel informieren. Wegen der hohen Nachfrage müssen sie zudem mancherorts mit höheren Preisen rechnen oder damit, abgewiesen zu werden, wenn sie nicht rechtzeitig gebucht haben. Viele Plätze sind hoffnungslos überlastet, ganz besonders solche, die sogenanntes Glamping anbieten - also eine luxuriösere Ausstattung mit eigener Sauna oder Holzhütten zum Übernachten.

In den norddeutschen Bundesländern gelten aktuell folgende Regeln für Campingplätze:

Schleswig-Holstein:

  • 3G-Regel: Impf- oder Genesenen-Nachweis oder negativer Corona-Test bei Anreise, der nicht älter als 48 Stunden sein darf (Schnelltest oder PCR-Test). Kinder unter 7 Jahren benötigen keinen Test.
  • Während des Aufenthalts muss spätestens alle 72 Stunden erneut ein negatives Testergebnis vorgelegt werden.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Schleswig-Holstein.

Niedersachsen:

  • 3G-Regel bei Warnstufe 1 oder Inzidenz über 50: Impf- oder Genesenen-Nachweis oder negativer Corona-Test bei Anreise (Schnelltest maximal 24, PCR-Test maximal 48 Stunden alt)
  • Während des Aufenthalts wird zweimal pro Woche ein negativer Test-Nachweis benötigt.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Niedersachsen.

Mecklenburg-Vorpommern:

  • 3G-Regel: Impf- oder Genesenen-Nachweis oder negativer Test bei Anreise (Schnelltest maximal 24, PCR-Test maximal 48 Stunden alt)
  • Während des Aufenthalts ist alle drei Tage ein negativer Test-Nachweis erforderlich.
  • Des Weiteren gelten die aktuellen Corona-Regeln für Mecklenburg-Vorpommern.

Hamburg:

  • 3G-Regel: Impf- oder Genesenen-Nachweis oder negativer Test bei Anreise (Schnelltest maximal 24, PCR-Test maximal 48 Stunden alt)
  • vor Ort weitere negative Test-Nachweise alle 72 Stunden
  • Des Weiteren gelten - etwa bei der Maskenpflicht - die aktuellen Corona-Regeln für Hamburg.

Einen Überblick, welche Auflagen in den einzelnen Bundesländern gelten, gibt der Bundesverband der Campingwirtschaft auf seiner Website.

Grundregeln für Camping in Corona-Zeiten

Für einen entspannten Urlaub sollten Camper außerdem diese Grundregeln beherzigen:

  • Niemals ohne Voranmeldung oder Vorabbuchung zu einem Campingplatz aufbrechen. Durch die hohe Nachfrage und das knappe Platzangebot - teilweise auch bedingt durch Hygiene- und Abstandsregeln - müssen Urlauber sonst damit rechnen, abgewiesen zu werden.
  • Sich vor Reiseantritt beim Campingplatz-Betreiber telefonisch oder online über die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen informieren. Wichtig ist etwa, wo Maskenpflicht herrscht und welche Abstandsregeln beim Gebrauch der Sanitäranlagen gelten.
  • Vor Reiseantritt einen ausreichenden Vorrat an Schutzmasken sowie Hand- und Flächendesinfektionsmitteln besorgen.
  • Urlauber sollten sich darauf einstellen, dass Campingplatz-Betreiber und Gastronomen angewiesen sind, persönliche Daten zur Kontaktnachverfolgung zu erfassen und speichern.
  • Camper sollten Abstands- und Hygienemaßnahmen immer streng einhalten, um zu verhindern, dass Plätze womöglich wieder schließen müssen.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

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