Stand: 29.07.2020 17:00 Uhr  - NDR Plus

Wandern im Süntel: Schroffe Klippen, weiter Blick

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Der Aussichtsturm steht auf der mit 440 Metern höchsten Erhebung im Süntel - der Hohen Egge - und sorgt für Weitblick.

Der Süntel liegt zwischen Hameln und Hannover und ist ein attraktives und beliebtes Wandergebiet. Die Gipfel des schmalen Kammgebirges erreichen mehr als 400 Meter Höhe und entsprechend steil führen manche Wege bergauf. Die Mühe lohnt sich, denn wer etwa auf die Hohe Egge gewandert ist, genießt vom 25 Meter hohen Süntelturm einen herrlichen Blick. Er reicht über die Buchen- und Eichenwälder des Süntels bis weit über die Weser, im Norden bis zum Steinhuder Meer und im Südosten bei klarer Sicht bis zum Harz.

Wanderung zu den Klippen des Hohensteins

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Der Hohenstein fällt durch seine markanten, steilen Klippen auf.

Eine besonders schöne Tour beginnt in Zersen, einem kleinen Ort nördlich von Hameln. Das Ziel: der Hohenstein mit seinen schroffen Klippen im Westen des Süntels. Der Hohenstein ist ein bewaldetes Plateau auf rund 340 Metern Höhe. An seiner Südflanke fallen Klippen bis zu 40 Meter steil in Richtung Weser ab, sie heißen "Grüner Altar", "Teufelskanzel" und "Hirschsprung".

Der Weg verläuft zunächst durch den Wald und über die Wiesen des Blutbachtals, dann steil in Windungen durch den Wald bergan. Dutzende Treppenstufen aus Stein erleichtern den Aufstieg. Oben angekommen bietet sich ein eindrucksvoller Blick ins Wesertal, ein Höhenweg führt an den Klippen entlang. Der Rückweg ins Tal erfolgt über bequeme Wald- und Forstwege, die Tour ist rund acht Kilometer lang.

Ein Wanderer auf dem Weg zum Hohenstein im Süntel. © NDR Foto: Axel Franz

Wanderung zum Hohenstein

Ausflugstipps – Entdecke den Norden -

Das Weserbergland ist ein attraktives Ausflugsziel für Wanderer. Eine besonders schöne Tour führt zum Hohenstein im Gebirgszug Süntel nördlich von Hameln.

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Beliebtes Revier für Kletterer

Obwohl der Berg unter Naturschutz steht, wurde ein Teil davon für Kletterer freigegeben. Sie finden an der Kalksteinwand ähnliche Verhältnisse wie in den Kalkalpen. Vor Blicken verborgen und durch Einzäunungen geschützt, wachsen in Felsspalten seltene Pflanzen wie Pfingstnelke oder Berglauch.

Langenfelder Wasserfall und Tropfsteinhöhle Schillat

Die Wanderwege im Süntel sind gut ausgeschildert: Vom kurzen Rundweg bis zur anspruchsvollen Tagestour finden sich zahlreiche Strecken. Neben dem Fernwanderweg E1 verlaufen der Fernwanderweg Niederlande - Harz (E11) und der Weserberglandweg am Süntelturm vorbei. Selbst der Deutsche Alpenverein unterhält am Süntel ein Quartier, die Hohensteinhütte in Zersen.

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40 Meter unter der Erde: Tropfsteinformationen in der Schillat-Höhle.

Beliebtes Ziel für Wanderer ist der Langenfelder Wasserfall am nördlichen Rand des Süntels. Das Wasser des Höllenbachs stürzt dort 15 Meter in die Tiefe. Ebenfalls in Langenfeld, einem Stadtteil von Hessisch Oldendorf, kann Deutschlands nördlichste Tropfsteinhöhle besichtigt werden. Besucher fahren mit einem Aufzug 45 Meter in die Tiefe, bevor sie die 180 Meter lange Schillat-Höhle erreichen. Sie war 1992 bei Sprengungen in einem Steinbruch entdeckt worden.

Auch Mountainbiker schätzen die anspruchsvollen Strecken im Süntel. Eine Rundtour von Hameln über den Gebirgszug ist etwa 50 Kilometer lang.

Seltener Baum - die Süntelbuche

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Bizarre Schönheiten: die seltenen Süntelbuchen.

Eine botanische Besonderheit der Region ist die Süntelbuche. Der letzte Wald mit diesen knorrigen, verdrehten und niedrig wachsenden Buchen wurde Mitte des 19. Jahrhunderts bei Hülsede im Süntel-Deister-Tal gerodet. Jetzt gibt es nur noch wenige alte Exemplare.

Militärische Stützpunkte

Immer wieder treffen Wanderer im Süntel auf Überreste militärischer Anlagen. Mitte der 1960er-Jahre stationierte die niederländische Armee dort Flugabwehrraketen. Später übernahm die US-Armee die Stützpunkte, zu denen auch ein großes Munitions- und Treibstofflager gehörte. 1991 endete die militärische Nutzung.

Karte: Wandergebiet Süntel
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Dieses Thema im Programm:

NDR Plus | Ausflugstipps – Entdecke den Norden | 31.07.2020 | 07:30 Uhr

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