Stand: 06.08.2019 12:31 Uhr

Norden: Mehr als das Tor nach Norderney

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Der Glockenturm der Ludgerikirche steht frei neben dem Kirchenschiff.

Es klingt zunächst verwirrend, ist aber ganz einfach: Norden liegt im Westen von Ostfriesland, dicht an der Nordsee. An den gut erhaltenen Bürgerhäusern rund um den historischen Marktplatz können Besucher sehen, dass die Stadt eine lange Geschichte hat. Im Herzen Nordens, umgeben von uralten Bäumen, steht die Ludgerikirche. Mit dem Bau wurde 1235 begonnen, doch erst drei Jahrhunderte später war das Gotteshaus vollendet. Es gilt mit rund 80 Metern Länge als die größte mittelalterliche Kirche Ostfrieslands.

Ein Museum für das Nationalgetränk - den Tee

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Wie bereitet man Ostfriesentee richtig zu? Das zeigt eine überdimensionale Darstellung einer Teezeremonie im Museum.

Für die Besichtigung des Alten Rathauses sollten Urlauber mehrere Stunden einplanen, denn hier befinden sich gleich zwei Museen. Im Teemuseum erfahren Besucher alles Wissenswerte über das ostfriesische Nationalgetränk. Die Ausstellung widmet sich dem Anbau der Teepflanze, ihrer Ernte und Verarbeitung. Außerdem wird dort Teegeschirr aus aller Welt gezeigt.

Das Heimatmuseum vermittelt die Wohnkultur in Norden im 18. und 19. Jahrhundert. Neben vollständigen Einrichtungen von alten Norder Kaufmannsläden, Kontoren und Handwerksbetrieben sind auch eine Zinngießerei und eine Blaufärberei zu sehen. Besonders beeindruckend ist der Festsaal mit einem Fliesenkamin und historischen Möbeln.

Typisch für Ostfriesland ist nicht nur der Tee, die Region ist auch bekannt für ihre Mühlen. In Norden stehen drei restaurierte Exemplare - die Deichmühle, die Frisiamühle und die Westgaster Mühle. Alle können besichtigt werden und zeigen verschiedene Ausstellungen - zur Mühlentechnik, zum Bäckereihandwerk und zur traditionellen Landwirtschaft. Architektonisch besonders interessant ist die Westgaster Mühle - sie ist durch eine überdachte Diele mit einem Wohnhaus verbunden.

Seehund-Aufzuchtstation und Waloseum

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Seehundstation: Die Kinderstube der Heuler

In Norden-Norddeich werden verwaiste Seehunde aufgepäppelt. Das angrenzende Waloseum informiert über die Welt der Wale und den Lebensraum niedersächsisches Wattenmeer. mehr

Im Ortsteil Norddeich, unmittelbar an der Küste, lohnt sich ein Besuch der Seehund-Station Nationalparkhaus. Jedes Jahr werden dort etliche mutterlose Heuler aufgepäppelt. Sobald die Tiere selbstständig fressen können, werden sie in Schutzgebieten der Nordsee ausgesetzt. Besucher können den Tieren beim Schwimmen zusehen und die Fütterungen miterleben. Eine umfangreiche Ausstellung informiert über Seehunde, ihren Lebensraum und die Aufzucht.

Einige Kilometer östlich der Station befindet sich das Waloseum. Wie der Name schon erahnen lässt, widmet sich das Haus schwerpunktmäßig den Riesen der Meere und zeigt neben zahlreichen Modellen das Skelett eines Riesenpottwals, der 2003 auf Norderney gestrandet ist. Aber wie kommt eigentlich ein Wal ins Wattenmeer? Wie lebt er dort? Wie lange kann er unter Wasser bleiben? Antworten darauf gibt die Ausstellung. Im Obergeschoss informiert das Waloseum über die Vogelwelt der Nordseeküste.

Von Norddeich geht es auf die Inseln

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In Norddeich starten die Fähren nach Juist und Norderney.

Viele Touristen kennen Norddeich nur von der Durchreise, denn der Hafen des Ortes ist Umschlagplatz zu den Inseln Norderney und Juist. Im Sommer legen stündlich Fähren an oder ab, die Urlauber, Waren und Autos auf die Inseln transportieren. Züge halten direkt in dem modernen Hafen, unmittelbar am Fähranleger. Daneben dümpeln Jachten sowie traditionelle Fisch- und Krabbenkutter mit ihren Netzen.

Stand-up-Paddeln im flachen Wattenmeer

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Wer sich den Weg mit der Fähre auf die Inseln sparen möchte, kann das Strandleben auch in Norddeich genießen.

Aber Norddeich ist auch Nordseeheilbad und bietet gute Bedingungen für Wassersportler, denn dort weht immer eine steife Brise. Das flache Wasser im Wattenmeer ist ideal fürs Surfen und Kiten. Wer das geruhsamere Stand-up-Paddeln ausprobieren möchte, kann sich bei der Surfschule Boards für Touren an der Küste oder durch die Kanäle im Binnenland leihen. Strandurlauber finden in Norddeich sowohl einen Sand- als auch einen großen Grünstrand mit Strandkörben.

Bei schlechtem Wetter und in der kälteren Jahreszeit ist das Erlebnisbad "Ocean Wave" eine Alternative. Mit einer 101 Meter langen Rutsche, Wasserfall, Wellenbecken und großer Saunalandschaft kommen dort junge und alte Besucher auf ihre Kosten. Die Schwimmbecken sind mit wohl temperiertem Nordseewasser gefüllt.

Idealer Ausgangspunkt für eine Radtour durch Ostfriesland

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Ostfriesland eignet sich gut zum Radfahren, oft bietet sich wir hier in Norddeich ein Blick direkt aufs Wasser.

Flach, grün und von Wasser geprägt: Wer Ostfriesland entdecken möchte, schwingt sich am besten aufs Fahrrad. Neben dem Nordseeküstenradweg gibt es zahlreiche weitere ausgeschilderte Radwege für Tages- oder mehrtägige Touren. Norden ist ein guter Ausgangspunkt, etwa für die 33 Kilometer lange Stecke an der Küste entlang nach Rysum. Sie führt auch an dem bekannten Leuchtturm in Pilsum vorbei.

Eine Gruppe Radfahrer steht vor dem Leuchtturm im ostfriesischen Pilsum.

Mit den Rad von Norden nach Groothusen

Nordtour -

Ostfriesland ist ideal zum Radfahren. Eine schöne, 26 Kilometer lange Strecke führt von Norden, einer der ältesten Städte der Region, über Greetsiel und Pilsum nach Groothusen.

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Karte: Norden und Norddeich
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 03.08.2019 | 18:00 Uhr

Urlaubsregionen im Norden

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