Stand: 30.06.2020 10:28 Uhr  - Expeditionen ins Tierreich

Naturerlebnis in der Wildeshauser Geest

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Die Wildeshausener Alexanderkirche ist die einzige Basilika im Oldenburger Land.

Heide, Mischwälder, Moor, Sanddünen und Wasserläufe: Die Wildeshauser Geest ist eine attraktive, abwechslungsreiche Landschaft im Dreieck zwischen Oldenburg, Bremen und Vechta. Im Zentrum liegt die historische Stadt Wildeshausen. Der Luftkurort ist die älteste Stadt des Oldenburger Landes, denn bereits 1270 wurden ihr Stadtrechte verliehen. Die hübsche Altstadt mit dem gotischen Rathaus wird von einem rund 1,5 Kilometer langen Wall begrenzt. Weitere Attraktionen des Ortes sind die spätromanische Alexanderkirche, die einzige Basilika im Oldenburger Land, und der benachbarte Remter. Das Gebäude entstand um 980 und diente früher als Speise- und Schlafsaal des Stifts Alexandri.

Mystische Großsteingräber bei Wildeshausen

Nordtour -

Eine Art Stonehenge: In der Wildeshauser Geest führt die sogenannte Straße der Megalithkultur zu einigen der beeindruckendsten Grabstätten, die es in Norddeutschland gibt.

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Hügelgräber und Großsteinstätten

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Zum Pestruper Gräberfeld gehören Hunderte Hügelgräber aus der Bronzezeit.

Südlich von Wildeshausen liegt das Pestruper Gräberfeld, eine archäologische Stätte von überregionaler Bedeutung. In der Heidelandschaft finden sich auf fast 40 Hektar Fläche rund 500 Hügelgräber der späten Bronze- und frühen Eisenzeit. Damit gilt das geschützte Gebiet als größte derartige Anlage im nördlichen Mitteleuropa. Im Unterschied zu den zahlreichen Großsteingräbern in der Umgebung wurden die Toten im Pestruper Gräberfeld einzeln bestattet.

Ein spektakuläres Großsteingrab aus der Jungsteinzeit vor rund 5.000 Jahren lohnt ebenfalls einen Besuch. Der "Visbeker Bräutigam" westlich von Wildeshausen gilt mit 104 Metern Länge und fast neun Metern Breite als längstes Hünenbett Niedersachsens. Die Straße der Megalithkultur verbindet viele der historischen Stätten.  

Wandern und Radfahren im Naturpark

Der Naturpark Wildeshauser Geest ist der größte Niedersachsens und bietet mit seiner abwechslungsreichen Landschaft vielfältige Freizeitmöglichkeiten. Ein gut ausgebautes Wegenetz lädt zu unterschiedlich langen Wandertouren ein. Außerdem ist der 1.500 Quadratkilometer große Park ein ideales Gebiet für Radtouren: Hier verläuft auch ein Teil des 177 Kilometer langen Geest-Radweges von Meppen an der Ems bis nach Bremen zur Weser. In der leicht hügeligen Landschaft wechseln sich Wälder mit Sanddünen, Mooren, Heide und Wiesen ab. Zahlreiche kleine Dörfer laden zu einer Rast ein und bieten Übernachtungsmöglichkeiten. Alle Radwege sind ausgeschildert und auch für Familien geeignet.

Mit dem Kanu unterwegs auf der Hunte

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Die Hunte ist ein Nebenfluss der Weser und fließt durch den Naturpark.

Durch die Wildeshauser Geest schlängelt sich die Hunte, ein 190 Kilometer langer Nebenfluss der Weser. Der 41 Kilometer lange Abschnitt zwischen Wildeshausen und Oldenburg führt durch Mischwälder, Sandabbrüche, Wiesen und Ackerland. Kanuwanderer können hier noch ursprüngliche Natur erleben. Aufgrund seiner geringen Fließgeschwindigkeit ist der Fluss auch gut für Anfänger geeignet. Aus Naturschutzgründen darf die Hunte zwischen Wildeshausen und Astrup vom 1. April bis 15. Juni nicht befahren werden.

Mit der Kleinbahn auf Entdeckungstour

Eine besondere Art, die Wildeshauser Geest kennenzulernen, bietet eine Fahrt mit der Kleinbahn Jan Harpstedt. Die liebevoll renovierte Dampflok pendelt in den Sommermonaten und zu ausgewählten Terminen mit Personen- und Gepäckwagen zwischen Harpstedt und Delmenhorst. Fahrgäste können ihre Räder mitnehmen und die Zugfahrt mit einer Fahrradtour kombinieren.

Weitere Informationen

Mit Bahn und Rad durch die Wildeshauser Geest

Die Hausstrecke der Kleinbahn Jan Harpstedt führt am Rande des Naturparks Wildeshauser Geest entlang. mehr

Karte: Wildeshauser Geest

Dieses Thema im Programm:

Expeditionen ins Tierreich | 01.07.2020 | 20:15 Uhr

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