VIDEO: Landpartie: Rund um Oldenburg (30 Min)

Oldenburg: Universitätsstadt mit Schloss und viel Grün

Stand: 25.04.2022 09:20 Uhr

Ein Schloss mit Park, eine Kneipenmeile und das Horst-Janssen-Museum: Oldenburg bietet Sehenswürdigkeiten aus mehreren Jahrhunderten. Im Umland lohnt ein Ausflug in den Naturpark Wildeshauser Geest.

Inmitten der Altstadt thront das einstige Residenzschloss. Zusammen mit dem nur wenige Schritte entfernten Alten Rathaus und der Lambertikirche bildet es ein sehenswertes Ensemble. Das Rathaus mit seiner beeindruckenden Fassade hat einen ungewöhnlichen dreieckigen Grundriss. Viermal täglich erklingt ein Glockenspiel, das sich an der spitzen Seite des Gebäudes befindet. Gleich fünf markante Backstein-Türme bietet die Lambertikirche. Überraschend ist der Kontrast zwischen ihrem neogotischen Äußeren und dem klassizistisch gestalteten Inneren. Sehenswert ist auch das sogenannte Degodehaus mit seiner schönen Fachwerkfassade. Es wurde 1617 erbaut und zählt zu den ältesten Häusern der Stadt. Später wurde es nach dem Maler und Fotografen Wilhelm Degode benannt.

Schloss Oldenburg ist heute Museumssitz

Das Oldenburger Schloss war ursprünglich als Wasserburg angelegt und wurde baulich mehrmals verändert. Seit 1923 - nach der Abdankung des letzten Herzogs - beherbergt das Schloss das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Eine Dauerausstellung zeigt die Vielfalt und die kulturhistorischen Besonderheiten der Region Oldenburg anhand von Werken, die aus der Zeit zwischen dem Mittelalter und dem Beginn des 20. Jahrhunderts stammen. Die prunkvolle Inneneinrichtung der Räume ist Teil der Ausstellung. Daneben sind im Oldenburger Schloss Sonderausstellungen sowie Schauen zu Kunstgewerbe und Kulturgeschichte zu sehen.

Weitere Informationen
Schloss Oldenburg © imagebroker/KarstenxHennig

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Lappan und Fußgängerzone

Lohnend ist ein Bummel durch Oldenburgs belebte Fußgängerzone. Sie wurde 1967 angelegt und ist damit eine der ältesten in Deutschland. Auch hier stoßen Besucher immer wieder auf Spuren der Vergangenheit - in Form vieler schöner klassizistischer Fassaden und Giebel. Nicht zu übersehen ist der Lappan, das frühere Heilig-Geist-Haus. Im Mittelalter diente es als Heim für Alte und Kranke. Der ehemalige Glockenturm der Kapelle stammt von 1468 und ist ein Wahrzeichen der Stadt. Er steht am nördlichen Rand der Altstadt und ist heute ein beliebter Treffpunkt. Außerdem gibt es im Zentrum jede Menge Geschäfte, Restaurants und Kneipen - mehr als 500 Gaststätten soll es in Oldenburg geben. Viele liegen in der Wallstraße, der Kneipenmeile der Stadt.

Horst-Janssen-Museum zeigt Grafiken und mehr

Das Horst-Janssen-Museum in Oldenburg. © picture-alliance Foto: Ingo Wagner
Das Horst-Janssen-Museum widmet sich dem vielseitigen Werk des bekannten Künstlers.

Auf dem Gelände des Stadtmuseums, in dem Besucher viel Interessantes über die Früh- und Stadtgeschichte Oldenburgs erfahren können, befindet sich auch das Horst-Janssen-Museum. Der in Hamburg geborene Janssen (1929-1995) verbrachte seine Kindheit in Oldenburg und gilt als einer der bedeutendsten Zeichner und Grafiker des 20. Jahrhunderts. Das Museum zeigt zahlreiche Werke Janssens sowie wechselnde Sonderschauen.

Schlossgarten und Botanischer Garten

Ein idealer Ort, um nach einem Museumsbesuch oder Einkaufsbummel zu entspannen, ist der Schlossgarten. Er wurde im Stil englischer Landschaftsgärten angelegt und ist von Gewässern und geschwungenen Spazierwegen durchzogen. Im Südwesten bildet die Hunte, Oldenburgs Stadtgewässer und ein Nebenfluss der Weser, eine natürliche Begrenzung. Charakteristisch für den Schlossgarten sind unter anderem der alte Baumbestand und die ältesten Rhododendren Deutschlands.

Blick über den Teich hinweg auf den Lesepavillon im sommerlichen Schlossgarten Oldenburg. © Schlossgarten Oldenburg Foto: Sven Adelaide
Alte Bäume, große Rasenflächen, Wasserläufe prägen Oldenburgs Schlossgarten. Er ist ganzjährig geöffnet.

Grün geht es auch im Botanischen Garten der Universität Oldenburg zu. Das Gelände beherbergt nicht nur etwa 7.000 Pflanzenarten, sondern auch einige Tiere wie Eulen, Fasane und Kleinvögel sowie Schildkröten. Spaziergänge in verschiedenen Regionen wie Heide und Moor, einem Bauern- und einem Arzneigarten sowie im Alpinum oder den Schaugewächshäusern sind dort möglich. Gehölze aus Nordamerika, Japan, China und Europa fassen die Themengärten ein.

Lebendige Universitätsstadt

Die rund 16.000 Studenten der Carl von Ossietzky Universität sorgen für eine junge Atmosphäre in Oldenburg. Die Stadt gilt auch als besonders fahrradfreundlich - Schätzungen zufolge gibt es deutlich mehr Fahrräder als Einwohner. In den Sommermonaten ist Oldenburgs Innenstadt Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen, darunter etwa der Oldenburger Kultursommer oder das Internationale Filmfest.

Kanufahren in der Wildeshauser Geest

Schöne Natur lockt auch im Umland. Beliebtes Ausflugsziel im Sommer ist der Woldsee, ein Badesee westlich von Oldenburg. Lohnend ist ein Abstecher zum Naturpark Wildeshauser Geest. Die Hunte eignet mit ihren Steilufern, kleinen Stromschnellen und bewaldeten Passagen hervorragend zum Wasserwandern mit dem Kanu.

Karte: Sehenswertes in Oldenburg

Dieses Thema im Programm:

Landpartie - Im Norden unterwegs | 22.04.2022 | 21:15 Uhr

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