Blick auf die Ruine des Schlosses in Dargun. © imago/BildFunkMV

Dargun: Klosterstadt in der Mecklenburgischen Schweiz

Stand: 05.04.2022 11:49 Uhr

Der kleine Ort nördlich des Kummerower Sees punktet mit historischer Klosteranlage und schönem Umland. Ein Walderlebnispfad und eine Draisinen-Strecke sind ideal für Familien.

Hügel, Wälder, Niedermoore und viel Wasser: Die Mecklenburgische Schweiz gehört zu den ursprünglichsten Naturgebieten Deutschlands. So locken etwa der Kummerower und der Malchiner See, das Peenetal und verschiedene Naturparks zu Ausflügen. Besonders gut lässt sich die Region zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Güstrow und Demmin sind die größten Städte.

Vom Kloster zum Schloss

Westlich von Demmin liegt Dargun. Der charmante alte Ortskern ist teilweise in der Original-Bausubstanz erhalten geblieben und wurde nach 1991 saniert. Bereits um 1172 stand in Dargun ein kulturell und wirtschaftlich bedeutendes Kloster. Nach seiner Blütezeit wurde es 1552 aufgelöst. Die Herzöge von Mecklenburg-Güstrow bauten es anschließend zum Schloss um. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges brannten Klosterkirche und Schloss ab. Seit der Wende wird die Anlage gesichert und saniert. Die Ruinen sind eine beeindruckende Kulisse. Einen besonders guten Blick darauf hat man vom Aussichtsturm der Anlage. Eine Wendeltreppe mit 92 Stufen führt zu einer Plattform in 25 Metern Höhe.

Museum, Trauzimmer im Garten und Konzerte

Darguner Klosterkirche © Wirtschaftsministerium Foto: Wirtschaftsministerium
Die Klosterkirche St. Marien bietet Platz für rund 300 Gäste.

Im ehemaligen Gästehaus des Klosters ist ein Museum untergebracht. Besucher können sich dort über die wechselvolle Geschichte der Stadt und des Klosters informieren. Der anliegende Schlossgarten lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein. In dem kleinen Pavillon des Gartens befindet sich ein Trauzimmer, in dem sich Paare das Ja-Wort geben können. Sehenswert ist die Klosterkirche, die von 1225 bis 1270 als gotische Hallenkirche in Backstein gebaut wurde. Teile des Quer- und Langhauses und des Chors sind bis heute erhalten. Im Sommer dienen Klosterruine und -kirche als reizvolle Kulisse für Konzerte, etwa beim Darguner Musiksommer oder den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern.

Baden und Wandern am Klostersee

Ein Badesteg am Klostersee in Dargun. © NDR
Am Südwestufer des Klostersees gibt es ein Strandbad.

Besonders im Sommer lohnt sich ein Besuch des nahegelegenen Klostersees, der im 13. Jahrhundert von Zisterziensermönchen angelegt wurde. Der See eignet sich zum Baden, zum Angeln und für Bootstouren. Eine Promenade lädt zu Spaziergängen ein, der gesamte See kann in etwa anderthalb Stunden umrundet werden.

Unterwegs auf dem Walderlebnispfad

Am Klostersee können Ausflügler auch einen Walderlebnispfad besuchen. Sie haben die Wahl zwischen zwei Rundwegen: der drei Kilometer langen "Überläufer-Tour" oder der "Frischlings-Tour" über 1,5 Kilometer. Beide bieten die Möglichkeit, den Wald spielerisch und sportlich zu entdecken. Tafeln an der Strecke informieren über das Leben im Wald.

Mit der Draisine durch die Natur

Naturpark Draisine © Naturpark Draisine Foto: Räck
Die Draisine ist für vier Personen ausgelegt. Zwei müssen in die Pedalen treten, zwei können entspannen.

Ebenfalls lohnenswert ist eine Tour mit der Draisine, die in der Nähe des Sees in Dargun beginnt. Die knapp 17 Kilometer lange Strecke führt an Wäldern, Wiesen und Wasser vorbei. Mehrfach kommt man zu alten Bahnhöfen, die vor allem Kinder zum Erkunden einladen. Absteigen und Umdrehen ist jederzeit möglich. Wer die ganze eingleisige Strecke fährt, sollte die Entfernung nicht unterschätzen, denn das Strampeln auf der Fahrrad-Draisine erfordert einiges an Muskelkraft.

Die Gleise enden im idyllischen Fischereidorf Salem am Kummerower See. Dort gibt es die Möglichkeit, am Hafen mit Blick aufs Wasser zu essen und zu baden. Für den kompletten Weg hin und zurück müssen etwa fünf Stunden eingeplant werden.

Karte: Dargun und Umgebung

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