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Lüneburger Heide: Wo blüht sie jetzt am schönsten?

Stand: 26.08.2022 18:32 Uhr

Im August und September lohnt sich ein Ausflug in die Lüneburger Heide ganz besonders. Dann blühen die Heideflächen in zartem Lila. Wir verraten, wo ein Spaziergang besonders schön ist.

Die Blüte in der Lüneburger Heide ist eines der schönsten Naturereignisse in Norddeutschland: Hunderttausende Pflanzen der violetten Besenheide bilden im August und September lilafarbige Teppiche. Je nach Standort entwickelt sich die Blüte dieses Jahr sehr unterschiedlich. Ein großer Teil der Flächen blüht derzeit in schönstem Lila, etwa in der Fischbeker Heide, im Büsenbachtal oder in der Töps Heide in Hanstedt. Andere Stellen haben jedoch unter der langen Trockenheit gelitten.

Brunsberg: Höhepunkt der Blüte erreicht

Heidelandschaft am Brunsberg © NDR / Irene Altenmüller Foto: Irene Altenmüller
Am Brunsberg blüht die Heide derzeit auf fast allen Flächen.

Am Brunsberg stehen nahezu alle Heideflächen in voller Blüte. In der Kronsbergheide sind es dagegen nur etwa die Hälfte, in der Schwindebecker Heide nur etwa 30 Prozent. Wegen der Trockenheit sind dort keine ausgeprägte Blüten mehr zu erwarten

Ein Blüten-Barometer zeigt aktuelle Fotos der einzelnen Heideflächen und informiert über den derzeitigen Stand der Blüte. Eine Auswahl an Heideflächen, auf denen sich das Naturschauspiel meist gut erleben lässt:

  • Behringer Heide bei Bispingen
  • Borsteler Schweiz bei Bispingen (2022 keine flächendeckende Blüte)
  • Brunsberg
  • Büsenbachtal
  • Döhler Heide bei Egestorf (2002 wenig ausgeprägte Blüte)
  • Misselhorner Heide bei Hermannsburg (aktuell bereits in weiten Teilen verblüht)
  • Ellerndorfer Wacholderheide
  • Fischbeker Heide
  • Hausselberg bei Müden
  • Höpen (2022 geringere Blüte aufgrund von Trockenheit)
  • Klein Bünstorfer Heide
  • Osterheide bei Schneverdingen
  • Heide am Wacholderwald Schmarbeck
  • Kronsbergheide
  • Schwindebecker Heide
  • Turmberg bei Oberhaverbeck 
  • Undeloher Heide
  • Wacholderwald Schmarbeck
  • Wilseder Berg

Blüte dauert etwa bis Anfang September

Blüten einer Glockenheide. © NDR Foto: Sarah Lindner
Die Glockenheide liebt sumpfige Gebiete wie die Heidemoore und blüht bereits im Hochsommer.

Nach der gängigen Faustregel dauert das Naturschauspiel normalerweise etwa vom 8. August bis zum 9. September. In dieser Zeit blüht die Besenheide, eine Heideart, die auf den nährstoffarmen und sandigen Böden der Region gut gedeiht. Besonders eindrucksvoll strahlen die kleinen, hellvioletten Blüten im Sonnenlicht des späten Nachmittags und frühen Abends.

Bereits im Juli blüht in der Regel die Glockenheide. Da sie feuchtere Böden bevorzugt, ist sie in der Lüneburger Heide allerdings seltener als die Besenheide, von der sie sich durch ihre etwas größeren, glockenförmigen Blüten unterscheidet.

Wo hat man den besten Blick über das Blütenmeer?

Blühende Landschaft in der Lüneburger Heide. © Picture-Alliance / Bildagentur Huber Foto: F. Damm
Malerisch wechseln sich Heideflächen und Wacholdersträuche ab. Die sandigen Wege sind am besten zu Fuß zu erkunden.

Zu Fuß, mit dem Rad, auf dem Pferd oder bei einer Kutschfahrt lässt sich das Naturschauspiel der Heideblüte am besten erleben. Die größten zusammenhängenden Heideflächen Westeuropas finden sich östlich von Schneverdingen und rund um den Wilseder Berg westlich der A7. Er ist mit 169 Metern die höchste Erhebung der Region und bietet einen wunderschönen Blick über Heide- und Waldflächen.

Gute Ausgangspunkte für Touren dorthin sind die kleinen Orte Undeloh, Döhle und Nieder- und Overhaverbeck. Auch in der Timmeloher Heide, der Weseler Heide sowie in der Schwindebecker Heide östlich der A7 bei Soderstorf erstrecken sich weite Heideflächen. Einen Besuch wert ist die Schwindequelle, die zweitwasserreichste Quelle Niedersachsens.

Besonders lohnend ist zudem eine Wanderung auf dem Heidschnuckenweg, der durch einige der schönsten Ecken der Heide führt.

Per Heide-Shuttle zur Blüte

Bequem und zugleich klimafreundlich ist die Anreise mit dem Heide-Shuttle. Die kostenlosen Busse verkehren alljährlich vom 15. Juli bis zum 15. Oktober auf fünf Ringlinien zwischen den traditionellen Heideorten und den Regionalbahnhöfen der Lüneburger Heide und sind mit Fahrradanhängern ausgestattet. Auch die Mitnahme der Räder ist kostenlos.

Heideflächen in der Südheide

Sehenswerte Heideflächen finden sich auch im Naturpark Südheide, etwa rund um Müden/Örtze, Faßberg, Hermannsburg und Unterlüß. Sehr schön ist zudem die Ellerndorfer Wacholderheide nördlich von Eimke. Auf der unten stehenden Karte sind einige der schönsten Heideflächen markiert.

Karte: Hier gibt es große Heideflächen

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Dieses Thema im Programm:

07.08.2022 | 20:15 Uhr

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