Stand: 02.06.2020 11:45 Uhr

Mit Rad oder Boot durchs Aller-Leine-Tal

Flusslandschaft an der Aller. © Erlebniswelt Lüneburger Heide GmbH
Wiesen und Flüsse prägen die Landschaft im Aller-Leine-Tal.

Das idyllische Aller-Leine-Tal liegt an den südwestlichen Ausläufern der Lüneburger Heide, zwischen Celle und Verden. Die flache, ländliche Gegend mit Flüssen und Wäldern, Heide und Mooren eignet sich besonders gut zum Radwandern. Unter anderem führen ausgeschilderte Touren von 19 bis 53 Kilometern Länge durch kleine Fachwerk-Dörfer zu den Sehenswürdigkeiten der Region. Die Rundfahrten stehen jeweils unter einem Thema wie Natur, Schleusen oder Kultur. Jüngster Radweg ist die 90 Kilometer lange Wolfsroute, die sich mit der Rückkehr der Tiere nach Niedersachsen beschäftigt.

VIDEO: Eine Tour durch das Allertal (11 Min)

Gemütlicher Ausflug oder Ferntour

Radfahrer an der Bothmer Mühle im Aller-Leine-Tal. © Zweckverband Aller-Leine-Tal
Die flachen Radwege eignen sich auch für Familien.

Wer in Wassernähe radeln möchte, sollte den mehr als 300 Kilometer langen Fernradweg Aller-Radweg nutzen, der Weser und Elbe verbindet. Außerdem kreuzen die Fernradwege Leine-Heide-Radweg sowie der Lüneburger-Heide-Radweg das Aller-Leine-Tal. In den kleinen Ortschaften, die zu den Samtgemeinden Schwarmstedt, Rethem und Ahlden/Hodenhagen gehören, finden sich zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.

Wasserwandern mit Kajak oder Floß

Eine Frau fährt in einem Kanu auf einem Fluss. © imago/photocase
Die Region lädt zum Wasserwandern ein.

Die Flusslandschaft bietet auch beste Voraussetzungen zum Wasserwandern. Kanus, Kajaks oder Paddelboote können in verschiedenen Orten gemietet werden. Außerdem gibt es zahlreiche Stellen, an denen Boote zu Wasser gelassen und Autos geparkt werden können. Ausgangspunkt für viele Wasserwanderungen ist der Hafen in Schwarmstedt an der Leine. Schnellstes Fortbewegungsmittel auf der Aller ist das Motorboot, am gemächlichsten verläuft eine Floßfahrt. Im Sommer fährt ein Ausflugsschiff in gut drei Stunden von Celle und Bannetze. Besonders abwechslungsreich kann eine Kombination von Rad- und Bootstour sein.

Übersetzen mit der Gierseilfähre

In Eickeloh fliesen Leine und Aller zusammen. Eine echte Rarität, eine Gierseilfähre, führt über die Aller nach Grethem. Die Fähre hat keinen Antriebsmotor, sondern nutzt die Kraft der Strömung. Befestigt ist sie an einem etwa 400 Meter langen Halteseil. Die Fähre verkehrt nur an ausgewählten Sonntagen von Mai bis Oktober, nähere Informationen und Termine gibt es telefonisch unter (05164) 18 15. Mit moderner Technologie ist eine weitere Fähre über die Aller unterwegs: Sie fährt mit Solarenergie zwischen Otersen und Westen, kurz vor der Aller-Mündung in die Weser.

Zu Fuß zum Badesee

Wanderer können das Aller-Leine-Tal auf Dutzenden Wegen entdecken. Insgesamt wurden mehr als 300 Kilometer Wanderwege ausgeschildert. Im Sommer bieten Badeseen in Hodenhagen, Ahlden, Schwarmstedt/Essel und Rethem/Aller Abkühlung.

Vom Safari-Park bis zum Erdölmuseum

Ein offener Kleinbus mit Besuchern fährt durch den Serengeti-Park. © Serengeti-Park
Der Serengeti-Park bietet Safari-Feeling mitten in Niedersachsen.

Neben viel Natur und sportlichen Aktivitäten finden Urlauber und Ausflügler in der Region interessante Parks und Museen: Im Serengeti-Park Hodenhagen können sie auf einer zehn Kilometer langen Safari Tiere hautnah aus dem eigenen Pkw oder vom Bus aus beobachten. Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Weltvogelpark Walsrode mit rund 4.000 Vögeln. Das Erdölmuseum in Wietze erinnert an die glorreichen Zeiten, als um 1900 der Erdölboom ausbrach. Historische Förder- und Bohreinrichtungen auf einem Original-Ölfeld zeigen, wie damals Öl gefördert wurde und welche Bedeutung die Quellen für Deutschland hatten.

Tipp
Der Förderturm des Erdölmuseums Wietze.

Als in der Heide der Ölrausch ausbrach

1858 wurde in Wietze Erdöl entdeckt, das Ölfieber brach aus. Das Deutsche Erdölmuseum dokumentiert die Geschichte der Ölförderung in der Südheide und weltweit. mehr

Wie das bäuerliche Leben in früheren Zeiten verlief, demonstriert der Museumshof in Winsen. Historische Gebäude aus der Zeit von 1653 bis 1860 stellen eine typische niedersächsische Hofanlage dar. Die meisten der insgesamt 14 Fachwerkgebäude können auch von innen besichtigt werden. Drei Häuser werden für kulturelle Veranstaltungen oder Seminare genutzt.

Karte: Aller-Leine-Tal: Übersicht
In der Region
Fachwerkhäuser in der Celler Altstadt © imago images / imagebroker

Celle: Fachwerkstadt mit Charme

Ein Barockschloss, Hunderte restaurierte Fachwerkhäuser und ein Museum für Bauhaus-Architektur: Celle lohnt einen Besuch. Aktuell lockt dort zusätzlich der Weihnachtsmarkt. mehr

Pferde auf einer Wiese vor den Toren Verdens © Tourist-Information Verden

Verden: Pferde, Kirchen und Natur

Im niedersächsischen Verden dreht sich fast alles um Pferde. Wahrzeichen der Stadt ist allerdings der wuchtige Dom und auch der Name Verden hat nichts mit Vierbeinern zu tun. mehr

Radwandern im Aller-Leine-Tal © Zweckverband Aller-Leine-Tal

An der Leine durch den Osten Niedersachsens

Sie ist nicht der größte, aber einer der bekanntesten Flüsse Niedersachsens: die Leine. In unzähligen Bögen windet sie sich vom Eichsfeld durch Hannover bis zur Heide. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 30.05.2020 | 18:00 Uhr

Blühende Landschaft in der Lüneburger Heide. © Picture-Alliance / Bildagentur Huber Foto: F. Damm

Die Heide: Naturpark aus Menschenhand

Natürliche Heideflächen sind in Mitteleuropa selten. Menschen schufen und pflegen Landschaften wie die Lüneburger Heide, die Urlauber heute als Naturpark schätzen. mehr

Urlaubsregionen im Norden