Stand: 04.04.2018 13:22 Uhr

Hildesheim: Stadt voller Sehenswürdigkeiten

Prächtige Fachwerkhäuser und die romanischen Kirchen St. Michaelis und St. Mariä Himmelfahrt, die beide zum UNESCO-Welterbe zählen: Hildesheim gehört zu den kulturhistorisch interessantesten Städten Norddeutschlands. Die Rosenroute weist Besuchern - in Form eingelassener Pflastersteine mit Rosenmotiv - den Weg zu den Sehenswürdigkeiten. Eine begleitende Broschüre mit Beschreibungen hält die Touristinformation der Stadt bereit.

Baukunst am Hildesheimer Marktplatz

Wiederaufbau nach dem Krieg

Zu den architektonischen Highlights der Route gehört das Knochenhauer-Amtshaus. Das ehemalige Gildehaus der Fleischer (Knochenhauer) entstand 1529 im Stil der Gotik und Renaissance. Durch die reichhaltigen Schnitzereien gilt es als einer der schönsten Fachwerkbauten weltweit. Wie viele historische Gebäude in Hildesheim lag es nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche. 1989 wurde es originalgetreu wiederaufgebaut, schmückt seitdem den Marktplatz und beherbergt das Stadtmuseum.

Zwei einzigartige Türme und ein Renaissance-Erker prägen das Tempelhaus, das ebenfalls am Marktplatz steht. Das frühgotische Patrizierhaus wurde um 1350 erbaut, beim Bombenangriff am 22. März 1945 schwer beschädigt und bereits 1952 wieder aufgebaut. Heute befinden sich in dem Bau die Touristinformation und eine Bücherei. Wie massiv Hildesheim im Krieg zerstört wurde, zeigen weite Teile der Innenstadt: Schlichte Gebäude aus den 50er- und 60er-Jahren prägen das Bild.

Mariendom: Gotteshaus voller Kunstschätze

Im Zuge der Christianisierung gründete Kaiser Ludwig der Fromme im Jahr 815 das Bistum Hildesheim und ließ dort eine kleine Kirche errichten. 37 Jahre später wurde sie unter Bischof Altfrid zu einem Dom erweitert und Anfang des 11. Jahrhunderts reich mit Kunstwerken ausgestattet. 1046 fiel der Dom einem Stadtbrand zum Opfer.

Hildesheimer Dom

Hildesheim: Ein Dom und seine Schätze

Er ist ein Paradebeispiel für eine romanische Kirche und birgt einzigartige Kunstschätze: Das macht den 1.200 Jahre alten Hildesheimer Dom zur Weltkulturerbestätte. mehr

Bischof Hezilo ließ das Gotteshaus im 11. Jahrhundert wieder aufbauen und erweitern. In dieser Epoche entwickelte sich die Domschule des Bistums Hildesheim zu einer bedeutenden Ausbildungsstätte im deutschen Sprachraum. Aus ihr gingen zahlreiche Gelehrte wie Kaiser Heinrich II. hervor. 1945 wurde auch der Mariendom bei der Bombardierung Hildesheims größtenteils zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte zwischen 1950 und 1960, 1985 ernannte die UNESCO das Bauwerk zusammen mit der St.-Michaelis-Kirche zum Weltkulturerbe. Bis heute beherbergt der Dom bedeutende Kunstschätze, darunter ein Taufbecken aus dem 13. Jahrhundert, die berühmte bronzene Bernwardtür aus dem Jahr 1015 sowie ein goldener, runder Leuchter aus dem 11. Jahrhundert - der sogenannte Heziloleuchter.

St. Michaelis: Formvollendet und einzigartig

Michaeliskirche

St. Michaelis: Hildesheims romanische Gottesburg

Von außen festungsartig, von innen lichtdurchflutet: Wegen ihrer harmonischen romanischen Architektur zählt die Michaeliskirche zum UNESCO-Welterbe.Tipps für einen Besuch. mehr

Das zweite bedeutende Gotteshaus Hildesheims ist die mehr als 1.000 Jahre alte Michaeliskirche. Im Jahr 1010 legte Bischof Bernward den Grundstein für St. Michaelis. Die frühromanische Kirche gilt als bedeutendes architektonisches Meisterwerk nördlich der Alpen. Typisch für den Kirchenbau, der wie eine Burg auf einem Stadthügel thront, sind die klaren geometrischen Formen, die sich auch im Inneren fortsetzen. Als besonderes Kunstwerk gilt die um 1225 entstandene Holzdecke. Sie besteht aus 1.300 bunt bemalten Eichenbrettern und zeigt den sogenannten Jessebaum, den Stammbaum Christi. Die Bilderdecke ist in ihrer Art nahezu einzigartig in Europa.

Andreaskirchturm: Blick über die ganze Stadt

Weit über die Dächer der Stadt erhebt sich der höchste Kirchturm Niedersachsens: der Turm von St. Andreas. Das Wahrzeichen misst 114,5 Meter und bietet von seinen Aussichtsplattformen einen tollen Rundblick über Hildesheim und bis zum Harz. Der Weg nach oben führt über 364 Stufen, vorbei am Glockenstuhl in 44 Metern Höhe und dem alten mechanischen Werk der Turmuhr. Die höchste Plattform für Besucher liegt 75 Meter über dem Kirchplatz.

Zwei Besucher im Hildesheimer Dom .

Kulturstadt Hildesheim: Dommuseum und Café

Nordtour -

Der über 1.000 Jahre alte Hildesheimer Dom zählt zum UNESCO-Welterbe. Das Bauwerk beherbergt zahlreiche Schätze. Im benachbarten Café Kleines Röstwerk gibt es Kaffee und Kuchen.

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Roemer- und Pelizaeusmuseum: Schätze aus Ägypten

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Der Sarg der Mumie Penju gehört zu den altägyptischen Schätzen des Museums.

Hinter dem Doppelnamen des Roemer- und Pelizaeusmuseums stehen die Familiennamen der Begründer: Hermann Roemer und Wilhelm Pelizaeus. Die beiden Hildesheimer stifteten ihre Sammlungen der Stadt und schufen so die Grundlage für das Museum. Das 1844 gegründete Haus ist berühmt für seine Altägypten-Sammlung, die zu den bedeutendsten weltweit gehört und mehr als 8.000 Objekte umfasst. Darüber hinaus beherbergt es Schätze aus dem alten Peru und eine umfangreiche paläontologische Sammlung. Sie zeigt unter anderem Fossilien aus der Jura-Zeit und Skelette von Fisch- und Flugsauriern.

Magdalenengarten: Im Zeichen der Rose

Zu den ältesten Parkanlagen Niedersachsens gehört der barocke Magdalenengarten im Stadtzentrum. Der Hauptteil des Parks besteht aus acht Quadraten, von denen vier ein Rosarium bilden. Rund 1.800 Rosensträucher sind im Herzstück des Klostergartens zu bewundern. Neben den edlen Blumen wachsen dort 100 verschiedene Baum- und Straucharten. Im angeschlossenen Museum können sich Besucher über die Kulturgeschichte der Rose informieren.

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