Stand: 05.06.2019 15:42 Uhr

Wilde Weiden im Naturschutzgebiet Höltigbaum

Bild vergrößern
Die offene Wiesenlandschaft erinnert an eine Savanne.

Vom Truppenübungsplatz zum Naherholungsgebiet und Naturidyll: Im Nordosten Hamburgs, auf der Grenze zu Schleswig-Holstein, liegt das Naturschutzgebiet Höltigbaum. Sanfte Hügel und offene Wiesenflächen, kleine Wallhecken und Täler mit Bächen prägen die Kulturlandschaft. Dass sich dort die Natur ausbreiten konnte, verdankt die etwa 5,6 Quadratkilometer große Fläche dem Militär. Bereits 1937 legte die Wehrmacht einen Exerzierplatz an, später übernahm die Bundeswehr das Gelände und nutzte es bis 1995 als Übungsplatz. Dabei entstanden die bis heute vorherrschenden Landschaftsformen. Noch immer sind Betonstraßen und Spurrillen von Panzern zu erkennen.

Ziegen auf der Weide.

Ziegen-Trekking im Naturschutzgebiet

Nordtour -

Svenja Furken bietet Ziegen-Trekking-Touren im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum mit streichelzahmen Tieren wie Thüringer Waldziegen an. Spaziergänge der besonderen Art.

5 bei 7 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Viele seltene Vögel und Falter

Davon unbeeindruckt siedelten sich zahlreiche seltene Tiere und Pflanzen am Höltigbaum an. Neben Vogelarten wie Neuntöter, Goldammer und Steinschmätzer wurden mehr als 200 verschiedene Falter gezählt. Die unterschiedlichen Landschaftsformen bieten auch gute Bedingungen für verschiedene Pflanzenarten vom Magerrasen bis zu wilden Apfel- und Birnenbäumen. Um das offene Grasland zu erhalten, weiden ganzjährig Galloway- und Highland-Rinder sowie Schafe auf den sogenannten Wilden Weiden. Die Tiere verhindern, dass höhere Pflanzen die Oberhand bekommen und sich die natürliche Vegetation mit Eichen- und Buchenwäldern ausbreiten kann.

Rundwege führen durch die Natur

Haus der Wilden Weiden

Eichberg 63
22143 Hamburg-Rahlstedt
Tel. (040) 18 04 48 60 10

Öffnungszeiten: April - Oktober
aktuelle Informationen auf der Website des Infozentrums

Besucher können das Naturschutzgebiet bei einer Wanderung auf einem neun Kilometer langen Rundweg kennenlernen. Alternativen sind drei kürzere Runden mit den Namen "Entdeckerpfad", "Gletscherspur" und "Gallo-Way". Das Besucherzentrum "Haus der Wilden Weiden" im Süden des Höltigbaums informiert über die Besonderheiten der Touren. Eine Ausstellung erklärt die Entstehung des Gebiets, das Konzept der Beweidung und die biologische Vielfalt. In einem weitläufigen Schaugehege leben Bentheimer Landschafe, Waldziegen und Rinder. Radfahrer kommen auf den Betonstraßen im Höltigbaum gut voran und für Hunde gibt es eine große Auslauffläche.

Sumpfige Täler aus der Eiszeit

Unmittelbar neben dem Naturschutzgebiet Höltigbaum liegen das Stellmoorer Tunneltal und das Ahrensburger Tunneltal, ebenfalls Naturschutzgebiete. Die sumpfigen Täler entstanden, als in der jüngsten Eiszeit Schmelzwasser von Gleschern abfloss und sich in die Landschaft grub.

Weitere Informationen

Boberger Niederung: Natur pur in der Großstadt

Orchideen unter freiem Himmel und Dünen wie am Meer in Hamburg? Ein Ausflug in das Schutzgebiet Boberger Niederung zeigt, wie die Natur in der Großstadt Nischen findet. mehr

Natur erleben im Duvenstedter Brook

Im Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook im Norden Hamburgs leben Hunderte Arten Tiere und Pflanzen. Besonderheiten sind die Bruchwälder und die Brunft der Rothirsche im Herbst. mehr

Die Bille - Hamburgs unbekannter Fluss

Vom idyllischen Wald-Bächlein zum kanalisierten Industriefluss: Auf ihrem Weg vom Herzogtum Lauenburg zur Mündung in der Norderelbe zeigt sich die Bille voller Gegensätze. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 01.06.2019 | 18:00 Uhr

Urlaubsregionen im Norden

Mehr Ratgeber

03:32
NDR Info