Stand: 06.11.2018 16:16 Uhr

Eisbären und mehr im Zoo Rostock erleben

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Zwergflusspferde sind in der Natur stark gefährdet. In Rostock haben sie eine eigene Anlage.

Gorillas und Riesenschildkröten, Geparden und Flusspferde: Der Rostocker Zoo präsentiert rund 4.200 Tiere aus 430 Arten, darunter viele, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind. Sie leben in Anlagen, die ihren natürlichen Lebenswelten möglichst nahekommen sollen. Der weitläufige Tierpark im Westen der Hansestadt ist der größte an der Ostseeküste und zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen in der Region.

Pinguine im Rostocker Zoo.

Das gibt es im Rostocker Polarium zu sehen

Nordtour -

Im Rostocker Zoo wurde das Polarium eröffnet. Das 12.500 Quadratmeter große Gehege bietet Ozeanbewohnern wie Eisbären, Pinguine und Quallen eine neue Bleibe.

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Bester Zoo Europas

Außerdem darf sich die Anlage in Rostock mit dem Titel bester europäischer Zoo mit jährlich 500.000 bis zu einer Million Besucher schmücken. Die Auszeichnung erhielt der Zoo 2018 bereits zum zweiten Mal - unter anderem wegen seiner Artenschutzprojekte bei Baumkängurus, Pinguinen und Gibbons sowie den Investitionen in die Zwergflusspferd-Anlage. Der Wettbewerb wird alle zwei bis drei Jahre von dem britischen Zooexperten Anthony Sheridan durchgeführt und gilt als die größte und wichtigste Bewertung für die europäischen Einrichtungen.

Großzügige Freianlagen für Raubkatzen

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Schneeleoparden sind in der freien Natur sehr selten. Sie leben in mehreren asiatischen Hochgebirgen.

Eine Löwensavanne und eine Gebirgswiese für Schneeleoparden mit künstlichem Felsen bietet die Großkatzenanlage. Von verschiedenen Beobachtungspunkten aus können Besucher die Tiere in ihren Freigehegen mit Wiesen und Wasserflächen betrachten. Neben Löwen und Leoparden leben dort auch Geparden, Jaguare sowie die kleinen Erdmännchen.

Das Darwineum - moderne Zooerlebniswelt

Eine besondere Attraktion des Rostocker Zoos ist das Darwineum. Der Gebäudekomplex bietet eine moderne Mischung aus Tierpark und interaktivem Erlebnismuseum.

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Im Darwineum leben mehrere Affenarten, darunter auch Orang Utans.

Spielstationen, Schaukästen sowie rund 40 verschiedene Tierarten - darunter "lebende Fossilien" wie Schlammspringer und Axolotl - vermitteln das schwierige Thema Evolution auf spielerische Weise. Im Mittelpunkt steht die Tropenhalle, in der Gorillas, Orang Utans und Gibbons ein großzügiges Zuhause haben.

Krokodil-Haus und Seevogelvoliere

Auch in anderen Bereichen des Zoos können sich Besucher den Tieren bis auf wenige Zentimeter nähern - etwa im Krokodil-Haus. Große Glasscheiben geben dort Blicke in die Unterwasserwelt mit afrikanischen Schildkröten und Kaimanen frei. An einem Nisthügel legen die Echsen ihre Eier ab.

Ein weiteres Highlight ist die fast neun Meter hohe und 2.000 Quadratmeter große begehbare Seevogelvoliere. Dort leben Inka-Seeschwalben, Meeresenten, Stelzenläufer und andere Wattvögel. Besucher können sie während der Balz beobachten und die Aufzucht der Küken oder das Flüggewerden der Jungtiere erleben.

Polarium: Neue Heimat für die Eisbären

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Eisbären und Pinguine treffen sich im Polarium

Der Rostocker Zoo hat ein neues, weitläufiges Gehege für Eisbären und Pinguine eröffnet - das Polarium. Ebenfalls neu: die Aquarien der Meereswelt mit Kraken und Feuerfischen. mehr

Bekannt ist der Tierpark auch für seine Eisbären. Sie sind die Wappentiere des Rostocker Zoos. Bereits seit 1956 leben die arktischen Raubtiere in der Hansestadt, seit 1980 führt der Zoo das internationale Zuchtbuch dieser Tierart. "Weiße Riesen" aus Rostock sind mittlerweile in viele europäische Tiergärten umgezogen. Im September 2018 hat der Zoo für sie und bis zu drei Dutzend Pinguine eine neue, großzügige Anlage eröffnet, das Polarium. Dort leben zunächst zwei Eisbären, ein dritter soll folgen. Sie können sich nicht nur in zwei Außengehegen bewegen, sondern auch in einem Wasserbecken schwimmen. Zu dem gut 14 Millionen Euro teuren Neubau auf der Fläche der einstigen Bärenburg gehören außerdem sieben Quallenkreisel und sechs Aquarien mit Fischen aus allen Weltmeeren.

Über 100 Jahre alte Huftieranlage

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Zu der Huftieranlage gehört auch ein neues Stallgebäude, das sogenannte Antilopenhaus.

Gegründet wurde der Zoo 1899. Die Huftieranlage, der frühere Hirschgarten, ist der älteste noch existierende Teil. Das historische Huftierhaus steht unter Denkmalschutz. In dem 7.000 Quadratmeter großen Gehege, das ohne Zäune auskommt und stattdessen auf naturnahe Gräben setzt, wohnen Pferdeantilopen, Thomson-Gazellen, Litschi-Moorantilopen sowie Marabus.

Angebote für Kinder und Pflanzenfreunde

Zoo Rostock

Rennbahnallee 21, 18059 Rostock
Tel. (0381) 208 20

Anfahrt
Der Zoo liegt am westlichen Stadtrand in der Nähe der Universität.
Auto: Barnstorfer Ring (Bundesstraße 103), Parkplätze am Eingang
Bus: Linie 28, Straßenbahn: Linien 3 und 6

Eintrittspreise und aktuelle Öffnungszeiten auf der Website des Zoos

Verschiedene Angebote des Zoos richten sich speziell an Kinder. An verschiedenen "Erfahrungsstationen" können sie beispielsweise klettern wie ein Affe, balancieren wie ein Flamingo oder hüpfen wie ein Känguru. Außerdem locken mehrere Spielplätze, darunter ein spezieller Wikinger-Spielplatz. Auch für Pflanzenliebhaber lohnt sich ein Besuch des Zoos, der seine Ursprünge in einem Dendrologischen Garten hat, also einer Sammlung von Bäumen und Gehölzen. So gehört etwa ein rund 130 Jahre alter Riesenmammutbaum im Zoo zu den Naturdenkmälern Rostocks. Sehenswert sind außerdem der Rhododendronhain, das Dahlienquartier und die Eichenallee.

Eisbären erobern das Polarium im Rostocker Zoo

Weitere Informationen

Besucher filmen Orang-Utan-Geburt

Besucher des Rostocker Zoos haben die Geburt eines Orang-Utan-Babys mit dem Handy gefilmt. Bald will der Zoo zur Namenssuche für den kleinen Menschenaffen aufrufen. mehr

Zoo Rostock - vom Hirschgarten zum Erlebnispark

Am 4. Januar 1899 eröffnet in Rostock ein Gehege mit Rehen, Hirschen und Wildschweinen. Es ist der Vorläufer des Rostocker Zoos, der heute ein beliebtes Ausflugsziel ist. mehr

Rostock: Tradition trifft Moderne

Die Altstadt, der Hafen und das Ostseebad Warnemünde prägen Rostock ebenso wie Bauten aus der DDR-Zeit. Lebensader der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist die Warnow. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 26.08.2018 | 18:00 Uhr

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