Stand: 14.11.2019 15:10 Uhr

Warnemünde: Mehr als Rostocks Strandbad

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Der Leuchtturm und "Teepott" stehen dicht an der Warnow-Mündung.

Mit dem Kauf des Ostseebads Warnemünde - 1323 noch ein winziges Fischerdorf - sicherten sich die Rostocker schon im frühen Mittelalter den freien Zugang zur Ostsee. Hier mündet die Warnow und gab dem Ort seinen Namen. Heute ist Warnemünde ein Ortsteil von Rostock. Das wurmt einige Warnemünder noch immer, denn die Stadtoberen Rostocks gestanden dem Vorort wenig Rechte zu. Außerdem verweigerten sie den Warnemündern ihre wichtigste Einnahmequelle: den Fischverkauf. Aus dem kleinen Fischerdorf ist mittlerweile ein mondänes Seebad geworden. Vor allem der mehr als 150 Meter breite Strand - einer der breitesten an der Ostseeküste - lockt viele Urlauber an.

Winterbaden in der Ostsee

Winterbaden in der Ostsee

Nordtour -

Winterbaden hilft, gesund zu bleiben und härtet ab, sagen die Mitglieder der Rostocker Seehunde. Mitten am Hauptstrand in Warnemünde gehen sie derzeit jedes Wochenende in die Ostsee.

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Traumhafter Blick vom Leuchtturm

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Beliebtes Ausflugsziel und Wahrzeichen: der Leuchtturm an der Strandpromenade.

Der Leuchtturm von Warnemünde steht mitten auf der Strandpromenade und ist von fast überall im Ort zu sehen. 1897 als Seezeichen erbaut, wies er Schiffen den Weg in den Hafen. Seit 1999 wird der Leuchtturm jeweils am Neujahrsabend mit der Show "Warnemünder Turmleuchten" mit Feuerwerk, Laser, Licht und Musik in Szene gesetzt. Fast täglich führen ehrenamtliche Leuchtturmmänner Urlauber nach ganz oben. Von dem 30 Meter hohen Turm haben Besucher im Sommerhalbjahr einen traumhaften Blick auf den Ort und die Hafeneinfahrt.

"Teepott": Wahrzeichen der Baukunst

Gleich nebenan steht der "Teepott", ein weiteres Wahrzeichen Warnemündes. Das 1967 errichtete Gebäude mit dem geschwungenen Dach und einer Glasfassade steht unter Denkmalschutz, ist aber sanierungsbedürftig. 2018 wurde es von der Bundesingenieurkammer als "historisches Wahrzeichen der Ingenieurbaukunst in Deutschland" ausgezeichnet - als erstes in Mecklenburg-Vorpommern. In dem Bau des "Königs des Betonschalenbaus" in der DDR , Ulrich Müther, sind Geschäfte und Restaurants untergebracht.

Warnemünder Woche im Juli

Sportlicher und kultureller Saisonhöhepunkt ist die Warnemünder Woche Anfang Juli. Eine Festmeile zieht sich vom Bahnhof über den Alten Strom bis zum Leuchtturm. Auf dem Wasser fahren Segelsportler aus vielen Ländern Dutzende Regatten aus.

Bummeln am Alten Strom

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Am Alten Strom liegen Fischkutter und Ausflugsboote.

Seit der Wende ist Warnemünde bei Kreuzfahrt-Reedern zu einem der beliebtesten Ostseehäfen geworden. Kreuzfahrtschiffe mit Touristen aus aller Welt machen dort fest. Nicht ganz so riesig sind die Boote, die am Alten Strom liegen: Yachten, kleine Segelboote, Fischkutter und Fahrgastschiffe. Entlang des Alten Stroms lohnt ein Spaziergang, denn die historischen Fischerhäuser dort sind weitgehend erhalten geblieben. Sie beherbergen gemütliche Cafés, Eisdielen und viele kleine Geschäfte. Neben der Uferstraße Am Strom gehört die Alexandrinenstraße zu den ältesten Gassen Warnemündes. In eines der kleinen Fachwerkhäuser ist auch das Heimatmuseum eingezogen. Die schmalen Gänge zwischen den Häusern werden als Tüschen bezeichnet und führen auf den Hof oder in den Garten hinter den Gebäuden.

Leuchtbake auf der Westmole

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Am Ende der Mole kommen Urlauber Kreuzfahrtriesen ganz nah.

Wer seinen Urlaub in Warnemünde verbringt, muss auch auf der Westmole gewesen sein. Besucher können die Stimmungen des Meeres dort hautnah erleben. Ob spritzende Gischt oder ruhige See, ein Spaziergang lohnt sich. Wie weit die insgesamt 530 Meter lange Mole betreten werden darf, hängt vom Wetter ab. Am Ende der Westmole steht die Leuchtbake und es bietet sich ein schöner Blick auf Meer und Schiffe sowie zurück auf Strand und Ort.

Bauhaus-Stil und Hochhaus

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Das Hotel Neptun überragt alle anderen Gebäude in Warnemünde.

Nur wenige Schritte vom Strand entfernt steht das Kurhaus. Es wurde um 1920 im Bauhaus-Stil errichtet. Im angrenzenden Garten finden von Mai bis Oktober fast täglich Kurkonzerte statt und der Kurpark bietet schattige Plätzchen unter alten Bäumen. Zu den markanten Gebäuden Warnemündes gehört auch das Hotel Neptun. Der 18 Stockwerke hohe Bau wurde zu DDR-Zeiten 1971 fertiggestellt und war zunächst ausländischen Gästen vorbehalten.

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 16.11.2019 | 18:00 Uhr

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