Stand: 20.01.2020 11:51 Uhr  - Nordtour

Schwerin: Die grüne Stadt am See

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Immer wieder faszinierend: der Blick auf das Schweriner Schloss.

Wasser und Grün prägen Schwerin wie kaum eine andere norddeutsche Stadt. Mehr als zehn Seen umgeben die Landeshauptstadt und erstrecken sich fast bis ins Zentrum. Sie nehmen rund ein Drittel der Gesamtfläche Schwerins ein. Dazu gehört auch der Schweriner See, mit mehr als 60 Quadratkilometern Deutschlands drittgrößter See. Wanderwege und Badestrände machen ihn zu einem idealen Naherholungsgebiet. Außerdem bietet der Schweriner See viele Möglichkeiten für Wassersportler und zum Angeln. Knapp 100.000 Menschen leben in der Hauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns, die Kunst- und Kulturinteressierten eine Fülle historischer und kultureller Schätze bietet.

Winterwanderung durch Schwerin

Nordtour -

Die Natur- und Landschaftsführerin Petra Zoschnik will Stadterlebnis mit Naturerlebnis verbinden. Sonnabends bietet sie eine acht Kilometer lange Rundwegwanderung an.

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Touristenmagnet Schweriner Schloss

Mehr zum Schloss

Schwerins Märchenschloss am See

Einst war es Sitz der Fürsten, heute ist dort der Landtag zu Hause: Das Schweriner Schloss gehört zu den schönsten in Deutschland. Besucher können Räume und Burggarten besichtigen. mehr

Bundesweit bekannt ist Schwerin vor allem wegen des Schlosses. Die goldenen Türme sind schon aus der Ferne zu sehen. Das prächtige, auf einer kleinen Insel gelegene Gebäude ist Wahrzeichen, Sitz des Landtags und Touristenmagnet zugleich. In Schriften aus dem 10. Jahrhundert wird bereits von einer Burg an dieser Stelle berichtet. Nach ihrer Zerstörung im Jahre 1160 wurde sie wieder aufgebaut und diente der Grafschaft Schwerin und später dem Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin als Sitz. Im 16. und 17. Jahrhundert erfolgte der Ausbau zum Schloss, Mitte des 19. Jahrhunderts der Umbau zum elfgeschossigen Renaissance-Schloss nach französischem Vorbild. Neben dem Landtag beherbergt es heute auf drei Etagen ein Museum.

Wer das Schloss, ein beliebtes Fotomotiv, ablichten möchte, sollte sich übrigens beeilen: Ab Mai 2020 wird das Hauptportal bis mindestens Mitte 2021 wegen Sanierungsarbeiten durch ein Gerüst verdeckt sein.

Barocker Schlossgarten

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Zum Schloss gehören eine Orangerie und eine Parkanlage.

Der Barockgarten des Schlosses beeindruckt mit großzügigen Rasenflächen, altem Baumbestand und idyllischen Laubengängen. Zu bewundern sind außerdem zahlreiche Skulpturen des sächsischen Hofbildhauers Balthasar Permoser (1651-1732). Direkt neben dem Schloss liegt der "Alte Garten". Auf dem Areal befinden sich das Mecklenburgische Staatstheater und das Staatliche Museum. Im Sommer locken die Schlossfestspiele Tausende Kulturliebhaber in den Garten. Mit dem Residenz-Ensemble aus Schloss, Gärten und weiteren Gebäuden bewirbt sich Schwerin um den Titel UNESCO-Weltkulturerbe und steht bereits seit 2014 auf der deutschen Vorschlagsliste. Eine Entscheidung der UNESCO wird voraussichtlich nicht vor 2024 fallen.

Elegante Promenade am Seeufer

2009 war Schwerin Gastgeberin der Bundesgartenschau (BUGA). Für die knapp sechsmonatige Veranstaltung wurden Wege, Treppen und Flächen des Schlossgartens umfassend restauriert. Von der BUGA erhalten geblieben ist der "Garten des 21. Jahrhunderts", der auf einer Betonfläche im Burgsee entstand. Ebenfalls neu angelegt wurden ein Segelboothafen und eine elegante Uferpromenade.

Der Dom überragt die Schweriner Altstadt

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Eine Löwen-Skulptur vor dem Dom erinnert an den Stadtgründer: Heinrich der Löwe.

Bei einem Spaziergang um den zentral gelegenen Pfaffenteich bietet sich Besuchern ein Panoramablick auf die alte Bischofs- und Residenzstadt. Weithin sichtbar überragt der Dom die Altstadt. Zu den Kunstgegenständen im Inneren gehören der mittelalterliche Kreuzaltar, das Triumphkreuz, das bronzene Taufbecken und die Orgel. Vor dem Dom trifft der Besucher auf die Skulptur eines großen Löwen - eine Kopie des Braunschweiger Löwen. Er erinnert an Heinrich den Löwen, der als Herzog von Sachsen und Bayern einst die Stadt Schwerin gründete.

Wer Straßencafés oder einen Einkaufsbummel vorzieht und gern durch verwinkelte Gassen bummelt, sollte das von Backsteinbauten geprägte Zentrum rund um den Altstädtischen Markt besuchen.

Barocker Kirchenbau in der Schelfstadt

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Die Schelfkirche zeigt sich in reinem Barock.

Östlich des Pfaffenteiches, hinter einer Reihe prächtiger Villen, liegt der Stadtteil Schelfstadt mit vielen historischen Häusern. Der Name stammt vermutlich vom niederdeutschen Wort Schelp, das für Schilf steht. Aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt die Schelfkirche in der Puschkinstraße, die einzige stilreine Barockkirche in West-Mecklenburg. Ingenieurkapitän Jakob Reutz erbaute sie von 1708 bis 1713. Im Innenraum der Kirche steht eine sogenannte Friese-Orgel und das Altarbild stammt vom Schweriner Hofmaler Gaston Lenthe.

Rundfahrt mit der "Weißen Flotte"

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Ein Bootsfahrt auf den Seen bietet schöne Blicke auf die Stadt.

Vom Wasser aus lässt sich Schwerin besonders gut entdecken. Direkt am Schloss legen die Ausflugsschiffe der "Weißen Flotte" ab. Neben Rundfahrten auf dem südlichen Teil (Innensee) des Schweriner Sees gibt es Vier-Seen-Touren, Fahrten zum Außensee und zur Insel Kaninchenwerder. Wer lieber zu Fuß unterwegs ist, sollte einen Spaziergang auf dem Franzosenweg planen. Der attraktive Rad- und Wanderweg führt vom Schlossgarten am Seeufer entlang bis nach Zippendorf. Der Stadtteil am südlichen Ufer des Sees bietet einen schönen Strand sowie Cafés und Restaurants mit Blick auf den See.

Freilichtmuseum Mueß am Schweriner See

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Das Freilichtmuseum Schwerin-Mueß zeigt typisches Landleben vergangener Zeiten.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist das alte Fischer- und Bauerndorf Mueß, idyllisch am Südufer des Schweriner Sees gelegen. Ein Freilichtmuseum bietet Besuchern von April bis Oktober Einblicke in die harte Arbeits- und Lebenswelt der Bauern und Fischer eines mecklenburgischen Dorfes vom 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Außerdem gibt es in Mueß regelmäßig Veranstaltungen vom Windros Festival für traditionelle Musik über Ferienprogramme für Kinder bis zu Seminaren.

Tiere aus aller Welt im Schweriner Zoo

Wer Tiere mag, findet in Schwerin ebenfalls ein passendes Ausflugsziel: den Zoo direkt am Schweriner See. Der Park punktet mit vielen kostenlosen Serviceangeboten und einer natürlichen Gestaltung. Gut 1.800 Tiere aus fast 160 Arten leben dort, darunter Giraffen und Braunbären, Nashörner, Tiger und Humboldtpinguine. Besondere Attraktion ist das Humboldt-Haus, eine südamerikanische Tier-Wohngemeinschaft mit Affen, Aras und Fischen.

Karte: Schwerin und Umgebung auf einen Blick
Geschichte

Schwerin: Residenz der Herzöge

1160 wurde die Stadt gegründet. Später bestimmten Herzöge über Jahrhunderte hinweg die Geschicke Schwerins. Noch heute prägt ein imposantes Schloss das Bild der Stadt. mehr

Schwerin: Eine Mühle für die ganz harten Fälle

Von außen wirkt sie wie eine übliche Wassermühle. Doch die Schleifmühle in Schwerin mahlt kein Korn, sondern liefert seit Jahrhunderten Energie, um Steine zu bearbeiten. mehr

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Mein Nachmittag

Schwerin - geprägt von Wasser und Wäldern

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Die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns liegt am drittgrößten See Deutschlands, dem Schweriner See. NDR Reporter Sven Tietzer reist in die grüne Stadt und gibt wahre Insidertipps. Video (06:35 min)

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 25.01.2020 | 18:00 Uhr

Urlaubsregionen im Norden

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