Rendsburg: Altstadt und Hochbrücke am Kanal

Stand: 10.09.2021 13:18 Uhr

Wahrzeichen Rendsburgs ist die Eisenbahnhochbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Doch auch die Altstadt bietet interessante Architektur. Entlang der "blue line" lassen sich viele Sehenswürdigkeiten entdecken.

Schiffe gucken am Nord-Ostsee-Kanal, ein Spaziergang am Wasser oder ein Bummel durch die Altstadt: Rendsburg ist ein vielseitiges Ausflugsziel. 1199 erstmals urkundlich erwähnt, kann die Stadt auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Sehenswürdigkeiten wie die St.-Marien-Kirche, das alte Rathaus oder der Paradeplatz zeugen davon. Sie liegen zusammen mit 27 weiteren interessanten Punkten an der sogenannten blue line.

Der Weg, der mit blauer Farbe auf den Pflastersteinen markiert ist, führt 3,2 Kilometer durch die Stadt - Startpunkt ist der Altstädter Markt. Eine Beschreibung der Sehenswürdigkeiten entlang der "blue line" hält die Tourist-Information bereit.

Prächtige Aussicht von der Hochbrücke

Wichtigste Sehenswürdigkeit Rendsburgs ist ein imposantes Baudenkmal: die 42 Meter hohe und 2.486 Meter lange Eisenbahnbrücke über den Nord-Ostsee-Kanal. Zwischen 1911 und 1913 erbaut, ist sie noch heute eine der bedeutendsten und größten Brücken Europas. Auf 40 Metern Höhe befindet sich eine Aussichtsplattform, von der Besucher einen großartigen Ausblick auf die Wasserstraße und das Umland haben. Führungen zur Plattform, die über eine Wendeltreppe zu erreichen ist, finden von Mai bis September jeweils sonntags um 14 und 15.30 Uhr statt (Infos unter 04331/211 20).

Die Schwebefähre fährt derzeit nicht

Ein Schlepper zieht die neue Schwebefähre über den Nord-Ostsee-Kanal. © Marion Goldbach Foto: Marion Goldbach
Im September 2021 wurde die neue Schwebefähre nach Rendsburg transportiert.

Zur Brücke gehört auch eine Schwebefähre, die an Stahlseilen hängend das Wasser überquert, ohne es zu berühren. Sie wurde 1913 gebaut und brachte mehr als 100 Jahre lang Passagiere und bis zu sechs Fahrzeuge von einer Seite des Nord-Ostsee-Kanals auf die andere. Im Januar 2016 stieß ein Frachter mit der Schwebefähre zusammen. Dabei wurde sie so schwer beschädigt, dass der Betrieb eingestellt und die Fähre demontiert werden musste. Die rund 13 Millionen Euro teure Ersatzfähre ist im September 2021 an der Hochbrücke angekommen und wird derzeit montiert.

Erlebnis-Fahrt mit einer besonders langen Rolltreppe

Bis die neue Schwebefähre in Betrieb geht, gibt es eine interessante Alternative, um den Nord-Ostsee-Kanal zu überqueren - zumindest für Fußgänger und Fahrradfahrer. Etwa 1,2 Kilometer südwestlich der Hochbrücke verbindet ein Tunnel die Ufer. Das Besondere: Neben einem Fahrstuhl führen an jeder Seite zwei Rolltreppen nach unten, sie gehören mit knapp 56 Metern zu den längsten Europas und machen die Kanalunterquerung zu einem Erlebnis.

Schiffsbegrüßung am Nord-Ostsee-Kanal

Menschen stehen an der Schiffsbegrüßungsanlage in Rendsburg und schauen auf den Nord-Ostsee-Kanal, auf dem ein Containerschiff vorbeifährt. © imago images/Hoch Zwei Stock/Angerer
Einen guten Blick und alle Informationen über vorbeifahrende Schiffe bietet die Begrüßungsanlage an der Hochbrücke.

Gleich neben der Eisenbahnbrücke am nördlichen Kanalufer liegt ein schönes Ziel für Spaziergänger und alle, die gern große Pötte bestaunen. Im Café Brückenterrassen befindet sich eine Schiffsbegrüßungsanlage. Die Mitarbeiter heißen alle Schiffe, die die Brücke passieren, mit der passenden Nationalhymne willkommen und stellen sie ausführlich vor. Wie heißt das Schiff? Woher kommt es und wohin fährt es?

Radfahren und Wassersport

Rendsburg liegt nicht nur am Nord-Ostsee-Kanal, sondern auch an der Eider, dem längsten Fluss im nördlichsten Bundesland. An der Untereider lädt in unmittelbarer Stadtnähe der Eiderökologie-Informationspfad zu einem Spaziergang ein. Rund um die Stadt bieten sich zahlreiche Aktivitäten für Urlauber an: Radfahren, Reiten, Rudern, Segeln oder Angeln. In Fahrrad-Entfernung befinden sich die Naturparks Hüttener Berge, Westensee und Aukrug.

Auf dem Wasserweg nach Kiel

Wer gern mit dem Schiff fährt, kann einen Ausflug über den Nord-Ostsee-Kanal machen: Die etwa vierstündigen Touren starten in Rendsburg und enden in Kiel oder umgekehrt. Auch die Deutsche Fährstraße führt durch Rendsburg. Die knapp 250 Kilometer lange Ferienstraße verbindet etwa 50 verschiedene Fähren, Brücken, Schleusen, Sperrwerke und maritime Museen zwischen Bremervörde und Kiel. Drei unterschiedlichen Strecken für Radfahrer, Autofahrer und Wassersportler folgen dem Fluss Oste, der Unterelbe, dem Nord-Ostsee-Kanal und der Kieler Förde.

Corona-Hinweis

Wegen der Corona-Pandemie gelten derzeit weiterhin spezielle Regelungen, etwa bezüglich maximaler Personenzahl oder Test- bzw. Impfnachweis. Zudem ist bei vielen Unternehmungen eine vorherige Anmeldung erforderlich. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld!

Karte: Rendsburg

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