Stand: 28.03.2019 17:06 Uhr

Einbeck: Fachwerk, Bier und Oldtimer

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Hunderte Fachwerkhäuser, wie das Brodhaus von 1552, schmücken die Einbecker Altstadt.

Anschaulicher als in Einbeck kann man Geschichte kaum erleben. Wer durch die Gassen der Altstadt bummelt, trifft überall auf jahrhundertealte Gebäude. Mehr als 400 Fachwerkhäuser verschiedener Baustile sind dort versammelt, von der Gotik bis zum Klassizismus. Vielen sieht man an, dass Einbeck einst eine wohlhabende Hanse-, Handels- und Handwerkerstadt war. Bis heute ist das Städtchen in Südniedersachsen, zwischen Harz und Weser, für sein Bier bekannt. Gern weisen die Einbecker darauf hin, dass dort das Bockbier erfunden wurde. Einblicke in die Geschichte der Braukunst bekommen Besucher auf dem Bierpfad, einem Stadtrundgang entlang der ehemaligen, zum Teil erhaltenen Wallanlagen.

Der Reporter Sven Tietzer als Schornsteinfeger an einem Schornstein auf dem Dach mit einem Kollegen.

Tietzer reist in die Fachwerkstadt Einbeck

Mein Nachmittag -

Die kleine Stadt Einbeck, ehemalige Hansestadt, lockt mit ihren schönen Fachwerkhäusern - und mit ihrem bekannten Bier. Reporter Sven Tietzer erkundet die historische Altstadt.

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Historisches Ensemble am Marktplatz

Die prächtigsten Gebäude stehen am Einbecker Marktplatz in der heutigen Fußgängerzone. Als Wahrzeichen gilt das Alte Rathaus mit den drei Türmchen, die Spitzdächer tragen. Es stammt aus der Renaissance und wurde zwischen 1549 und 1566 errichtet, zunächst ohne die Türme. Das Fachwerk-Obergeschoss ruht auf einem hohen, gemauerten Untergeschoss.

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Am Abend werden die historischen Gebäude am Marktplatz stimmungsvoll angestrahlt.

Gleich nebenan dominiert die Marktkirche St. Jacobi den Platz. Sie gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt, denn sie hat den großen Brand von 1540 überstanden, der viele Fachwerkhäuser vernichtete. Den 65 Meter hohen Kirchturm stützt eine Mauer, seit er sich im 18. Jahrhundert zu neigen begann. Inzwischen ist er rund 1,5 Meter aus dem Lot geraten und wird liebevoll Einbecks schiefer Turm genannt. In einem weiteren Gotteshaus der Stadt, der Stiftskirche St. Alexandri, finden Besucher eine Antiquität von 1288: das angeblich älteste Chorgestühl Deutschlands.

Fachwerkperlen Brodhaus und Eickesches Haus

Direkt gegenüber dem Rathaus stehen zwei weitere markante Fachwerkhäuser: die Rats-Apotheke von 1590 sowie das Brodhaus. Es wurde 1552 als Haus der Bäckergilde erbaut. Noch immer ist das Bäckerwappen im Aushänger des Brodhauses zu sehen. Zu den Sehenswürdigkeiten der Einbecker Altstadt zählt außerdem das zwischen 1612 und 1614 entstandene Eickesche Haus in der Marktstraße. Das mehrgeschossige Fachwerkhaus ist reich mit kunstvollen Schnitzereien verziert und Sitz der Touristinformation.

Oldtimer-Museum PS.Speicher Einbeck

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PS.Speicher zeigt Oldtimer zum Verlieben

Fahrräder, Autos, Motorräder: Der PS.Speicher in Einbeck dokumentiert die Geschichte der Mobilität auf zwei, drei und vier Rädern. Dabei zeigt die Ausstellung auch viele Raritäten. mehr

Auto- und Oldtimerfans sollten einen Rundgang durch den Einbecker PS.Speicher nicht verpassen. Mehr als 400 Motorräder, Autos, Nutzfahrzeuge und Fahrräder zeigt die Ausstellung in einem früheren Kornspeicher. Den Grundstock bildete die Sammlung des Einbecker Kaufmanns Karl-Heinz Rehkopf. Unter den Exponaten sind Raritäten wie ein Motorrad des Herstellers Hildebrand & Wolfmüller aus dem Jahr 1894 oder der Benz Patent-Motorwagen Victoria von 1894. Das Museum verfügt über die weltweit größte Sammlung deutscher Serienmotorräder. Dazu gibt es regelmäßige Sonderausstellungen.

Braukunst und Fahrräder im Stadtmuseum

Interessant ist auch ein Besuch des Stadtmuseums. Herzstück der Ausstellung sind die Abteilungen ProBIERen! und RadHaus, in denen die Geschichte des Bierbrauens und die Entwicklung des Fahrrades dokumentiert sind. Einige antike Drahtesel können Besucher sogar ausprobieren - und etwa das Fahrgefühl auf einem Hochrad erleben. Verschiedene weitere Themenschwerpunkte widmen sich unter anderem der Stadtgeschichte im Mittelalter, archäologischen Funden und Münzen der Region, dem Erfinder des Morphiums, Friedrich Wilhelm Adam Sertürner, und dem Blaudruck, einem Stofffärbeverfahren mit langer Tradition in Einbeck.

Karte: Einbeck in Südniedersachsen

Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 29.03.2019 | 16:20 Uhr

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