Stand: 10.11.2017 16:57 Uhr  | Archiv

Im Burgdorfer Holz in die Eisenzeit wandern

Sonnenstrahlen fallen in einen Herbstwald. © fotolia Foto: eyetronic
Wälder faszinieren zu jeder Jahreszeit.

Erst eine kleine Wanderung, dabei in die Geschichte eintauchen und dann regionale Produkte direkt vom Erzeuger einkaufen. Diese Kombination bietet die Region um das Burgdorfer Holz bei Hannover. In dem Landschaftsschutzgebiet wächst überwiegend Kiefernwald, stellenweise gemischt mit Laubwald. Eine gut sieben Kilometer lange Wanderung führt durch den südlichen Teil des Holzes. Die befestigten, ebenen Wege eignen sich auch für Reiter oder Radfahrer.

Zu Seerosen und seltene Vögel

Die Rundtour beginnt an einem Waldparkplatz an der Kreisstraße 125 östlich von Burgdorf. Erstes Zwischenziel sind zwei Teiche, auf denen sich im Sommer Seerosen ausbreiten. Die Gewässer mitten im Wald wurden als Nahrungsquelle für seltene Vögel wie Graureiher und Eisvogel angelegt. Von dort führt der Weg nach Süden, entlang des Flüsschens Seebecke, durch einen dichten Schwarzerlenwald.

Abstecher in die Eisenzeit

Nachbau eines Gebäudes aus der Eisenzeit in der Nakubi Grafhorn © Christian Helmreich Foto: Christian Helmreich
Im Nachbau eines Langhauses zeigt das Museum eine Ausstellung über die Eisenzeit.

Etwa nach der halben Wanderstrecke führt ein kurzer Abstecher zum Naturfreundehaus Grafhorn am Rand des Burgdorfer Holzes. Im Umfeld wurden vor rund 30 Jahren Gefäße und Werkzeuge aus der Eisenzeit und Reste eines historisches Grubenhaus entdeckt. Daraus entstand die Idee für eine natur- und kulturhistorische Bildungsstätte (Nakubi). Heute können Besucher dort unter anderem ein kleines Freilichtmuseum mit zwei nachgebauten Häusern aus der Eisenzeit erkunden. Das Museum hat im Sommer von Mittwoch bis Sonntag und im Winter nur sonntags oder nach Anmeldung geöffnet.

Alte Eichen und junger Mischwald

Zurück auf dem Wanderweg geht es am südlichen Rand des Kiefernwaldes entlang und dann wieder in das Burgdorfer Holz. An einer Wegkreuzung stehen drei mächtige alte Eichen, typische Bäume des früheren Waldes. Wenig später überwiegen auf einer großen Fläche junge Bäume. Sie wurden gepflanzt, nachdem ein Sturm im Sommer 1997 dort erhebliche Schäden im alten Bestand angerichtet hatte. Durch einen Mischwald führt die Tour zurück zum Parkplatz.

Einkaufen im Hofladen

Wer bei der Wanderung Appetit bekommen hat, kann in einem der zahlreichen Hofläden der Region einkaufen. 17 Erzeuger bieten je nach Jahreszeit frische Lebensmittel an. Neben den für die Gegend typischen Kartoffeln gehören dazu auch Spargel und Erdbeeren, Milch, Eier, Obst und Fleisch. Eine Broschüre auf der Website der Region Hannover informiert über alle Anbieter und ihre Produkte. Die Hofläden lassen sich auch mit dem Rad bei drei verschiedenen Touren ansteuern.

Karte: Rundwanderung im Burgdorfer Holz

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 11.11.2017 | 18:15 Uhr

Radfahrer entspannt im Gras neben einem Baum © Fotolia.com Foto: Dudarev Mikhai

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