Stand: 02.05.2018 10:40 Uhr  | Archiv

Klövensteen: Zu Besuch bei Ponys und Rehen

von Irene Altenmüller, NDR.de

Der Teufel persönlich war der Sage zufolge einst im Klövensteen unterwegs. Dort stritt er sich mit einem Jäger um einen großen Findling. Weil sie sich nicht einig wurden, spaltete der Leibhaftige den Stein in seiner Wut - er "klövte den Steen" - und gab so dem großen Waldgebiet im Westen Hamburgs seinen Namen.

Herbstspaziergang durch den Klövensteen

Heute lässt sich der Teufel dort nicht mehr blicken. Stattdessen zieht es an schönen Tagen viele Ausflügler in den Klövensteen. Etliche Rad- und Spazierwege durchziehen den Mischwald mit seinen Kiefern, Fichten, Buchen und Eichen. Auch zahlreiche Tiere leben hier - unter anderem Reh- und Schwarzwild, Wildschweine, Dachse und Füchse.

Damwild, Frettchen und Wildschweine im Wildgehege

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Von einem hölzernen Pavillon aus lassen sich die Wildschweine im Wildgehege gut beobachten.

Im Wald selbst bekommen Besucher die Wildtiere nur selten zu Gesicht. Anders sieht es im Wildgehege am Sandmoorweg aus. Dort leben Wildschweine, Mufflons und Damwild in großen Freigehegen. In der Nähe des Haupteingangs kann man außerdem ein Frettchen, einen Nerz und Uhus beobachten. Der Eintritt ist frei.

Direkt am Haupteingang befinden sich ein Spielplatz sowie der hölzerne Bau der Waldschule. Sie organisiert für Schulklassen Projekte zum Thema Wald und bietet naturnahe Aktivitäten für Kinder- und Erwachsenengruppen an, etwa Bogenschießen oder gemeinsames Bäume pflanzen.

Unterwegs zu Fuß, mit dem Pony oder dem Rad

Vom Wildgehege aus führt ein Weg durch den Wald zum Schnaakenmoor. Dort sind Frösche, Libellen und Kreuzottern zu Hause, in den Sommermonaten wachsen auf den morastigen Böden Wollgras und Torfmoose. Wer das Moor durchquert und in östlicher Richtung weitergeht, erreicht die Pony-Waldschänke - ein weiteres vor allem bei Kindern beliebtes Ausflugsziel. Dort können sie sich ein Pony für einen Ausritt durch den Wald ausleihen. Der Spaziergang auf dem ausgeschilderten Rundweg, an dem auch ein Waldspielplatz liegt, dauert ohne Pausen etwa 20 bis 30 Minuten.

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Durch das weitläufige Waldgebiet führen etliche Rad- und Spazierwege.

Der Klövensteen lässt sich nicht nur gut auf dem Rücken von Pferd und Pony, sondern auch hervorragend mit dem Fahrrad erkunden. Neben kleineren Waldwegen sind mit der Dünen-, der Elb- und der Waldroute drei längere Fahrradtouren ausgeschildert, die weiter zu den Holmer Sandbergen oder dem Hohen Elbufer bei Falkenstein führen.

Das Waldgebiet ist Teil des Regionalparks Wedeler Au, zu dem sich fünf Gemeinden Schleswig-Holsteins sowie der Hamburger Bezirk Altona zusammengeschlossen haben. Per Pkw ist der Klövensteen über die Bundesstraße 431 zu erreichen. Einen größeren Parkplatz gibt es beim Wildgehege am Sandmoorweg. Da die Anzahl der Parkplätze an den Waldwegen begrenzt ist, empfiehlt sich die Anreise per Fahrrad oder mit der Bahn (S-Bahn Linie 1 bis Haltestelle Rissen, von dort etwa 20 Minuten Fußweg).

Karte: Regionalpark Wedeler Au und die Schutzgebiete

Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Hamburg Journal | 08.01.2017 | 19:30 Uhr

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