Stand: 24.05.2019 09:51 Uhr

Wo in Hamburg die Heidschnucken grasen

von Irene Altenmüller, NDR.de
Bild vergrößern
Wie ein violettes Meer präsentiert sich das Fischbektal jetzt zur Blütezeit.

Nur wenige Kilometer südwestlich von Hamburgs Innenstadt liegt eines der größten Naturschutzgebiete der Hansestadt: die Fischbeker Heide. Im Spätsommer, wenn die blühende Besenheide einen lila Schleier über die Landschaft legt, entfaltet sie ihren ganz besonderen Zauber. An schönen Tagen leuchtet das blühende Heidekraut vor allem am späten Nachmittag intensiv violett.

Wanderung durch die Fischbeker Heide

Für eine Wanderung durch die Fischbeker Heide ist der Wanderweg W 6 zu empfehlen. Er führt durch Heideflächen und Waldgebiete und ist in zwei bis drei Stunden bequem zu bewältigen. Markiert ist die etwa acht Kilometer lange Strecke mit dem Schriftzug W 6 auf blauem Kreis in einem gelben Pfeil, der die Richtung weist. Obwohl der Weg meist gut ausgeschildert ist, empfiehlt sich eine Karte zur besseren Orientierung.

Vom Schafstall ins Naturschutzgebiet

Bild vergrößern
In einem ehemaligen Schafstall ist ein Informationszentrum untergebracht. Nebenan wohnen die Heidschnucken.

Ein guter Ausgangspunkt für eine Rundwanderung ist der Fischbeker Heideweg. Dort hält der Bus der Linie 250, der von der S-Bahnstation Neuwiedenthal zum Naturschutzgebiet fährt. Nach etwa fünf Minuten Fußweg gelangt man von der Haltestelle zum Naturschutz-Informationshaus Schafstall (geöffnet von April bis Oktober, Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 Uhr, Sonnabend 12 bis 17 Uhr, Sonntag und feiertags 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei). Wer mit dem Auto anreist, kann dort parken. In dem umgebauten Stallgebäude informiert eine Ausstellung der Loki Schmidt-Stiftung über die Besonderheiten der Heidelandschaft und ihre Tier- und Pflanzenwelt. Nebenan steht der Stall, in der eine Heidschnuckenherde mit rund 300 Tieren untergebracht ist. Sie ist zur Pflege der Heide unerlässlich, die Tiere werden jeden Tag von einer Schäferin zum Grasen auf die Flächen gebracht.

Spuren der Bronze- und Eisenzeit

Vom Schafstall führt der Weg zunächst in südliche Richtung durch waldiges Gebiet und folgt dabei teilweise dem Archäologischen Wanderpfad. Der Pfad passiert mehrere Hügelgräber aus der Stein- und Bronzezeit. Schautafeln erläutern an insgesamt elf Stationen die Anlagen.

Wo die Segelflieger in die Luft gehen

Weitere Informationen
04:06
Rund um den Michel

Abheben auf dem Airport Fischbek

Rund um den Michel

Impressionen vom Flugbetrieb. Video (04:06 min)

Nach einer Weile biegt der Weg wieder in nördliche Richtung ab, führt an der Landesgrenze zwischen Hamburg und Niedersachsen entlang und anschließend an einem Segelflugplatz vorbei. Die Mitglieder des Segelflug-Clubs bieten übrigens auch Gastflüge an: Für 35 Euro nehmen sie Interessierte mit auf einen Rundflug. Anmelden kann man sich für die Flüge nicht, wer mitfliegen möchte, sollte einfach am Wochenende vorbeikommen und die Segelflieger direkt ansprechen.

Vom Segelfluggelände geht es abwechselnd durch Wald und Heide ein Stück in nördlicher Richtung, bevor der Weg nach Osten und schließlich wieder nach Süden führt. Über die schönen Heideflächen des Fischbektals geht es zurück zum Ausgangspunkt.

Mit 763 Hektar Fläche ist die Fischbeker Heide eines der größten Naturschutzgebiete Hamburgs. Es bietet vielen seltenen Tieren eine Heimat, darunter etwa der Zauneidechse, der Heidelerche und dem Ziegenmelker.

Blühende Heide und ein abgestorbener Baum in der Fischbeker Heide in Hamburg © NDR Foto: Irene Altenmüller

Wandern in der Fischbeker Heide

Ausflugstipps – Entdecke den Norden -

Schöne Wald- und Heideflächen, eine Schnuckenherde und Reste von Großsteingräbern: Im Süden Hamburgs führt ein attraktiver Wanderweg durch die Fischbeker Heide.

5 bei 3 Bewertungen

Mit von 5 Sternen

bewerten

Vielen Dank.

schließen

Sie haben bereits abgestimmt.

schließen

Download
Karte: Wanderung in der Fischbeker Heide (grober Streckenverlauf)
Weitere Informationen
04:11
Nordtour

Heidewanderung im Januar

Nordtour

Die Lüneburger Heide hat zu jeder Jahreszeit etwas zu bieten. Im Januar herrscht absolute Ruhe im Naturschutzgebiet - perfekt für eine ausgedehnte Wanderung. Video (04:11 min)

Zur Blüte in die Lüneburger Heide

Derzeit lohnt sich ein Ausflug in die Lüneburger Heide besonders, denn die Heideflächen stehen in voller Blüte. Noch bis in den September ist das Naturschauspiel zu sehen. mehr

Die Heide: Naturpark aus Menschenhand

Natürliche Heideflächen sind in Mitteleuropa selten. Menschen schufen und pflegen Landschaften wie die Lüneburger Heide, die Urlauber heute als Naturpark schätzen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR Plus | 26.05.2019 | 15:30 Uhr

Urlaubsregionen im Norden

Mehr Ratgeber

07:50
Mein Nachmittag
12:54
Mein Nachmittag
09:05
Mein Nachmittag