Stand: 26.07.2017 12:00 Uhr

Traditionsschiffe im Museumshafen Övelgönne erleben

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Beim Blick auf den Museumshafens Övelgönne kommt Seefahrtromatik bei den Besuchern auf.

Fans von Traditionsschiffen sollten bei einem Hamburg-Besuch einen Ausflug nach Neumühlen machen - zum Museumshafen Övelgönne direkt an der Elbe. Seit 1977 ist er Heimathafen von ehemaligen Arbeitsschiffen, die zwischen 1880 und 1960 typisch für Norddeutschland und den Hamburger Hafen waren. Mittlerweile besitzt der Verein Museumshafen Oevelgönne e.V. acht eigene Schiffe, die größtenteils als Wracks mit Spenden gekauft und von Mitgliedern liebevoll restauriert wurden. Zur Flotte gehören der Dampfschlepper "Tiger", das Feuerschiff "Elbe 3", der Finkenwerder Hochseefischkutter "Präsident Freiherr von Maltzahn", der Dampfschlepper "Claus D.", der Besanewer "Moewe", die Dampfpinasse "Mathilda" sowie die Hafenbarkasse "Altona".

Wer die schwimmenden Denkmäler einmal in Fahrt erleben möchte, kann über die Vereinswebsite Kontakt zu den Schiffscrews aufnehmen und Termine buchen - auch Gruppenfahrten und -führungen sind möglich. Der Fahrpreis fließt in den Erhalt der Schiffe.

Hamburger Hafen

40 Jahre Museumshafen Oevelgönne

Nordtour -

Reporter Tim Berendonk war zum 40. Jubiläum des Museumshafens Oevelgönne eingeladen. Bevor es ans Feiern ging, musste er jedoch ordentlich mit anpacken.

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"Otto Lauffer" - Zum 40. Hafengeburtstag restauriert

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Nach umfassender Restaurierung geht die Dampfbarkasse "Otto Lauffer" wieder auf Fahrt.

Pünktlich zum 40. Geburtstag in diesem Jahr steht seit Anfang Juli außerdem die "Otto Lauffer" wieder für nostalgische Ausfahrten bereit. Die Polizeidampfbarkasse aus den 1920er-Jahren wurde mit finanzieller Hilfe der Hamburger Wirtschafts- und Kulturbehörde sowie Mitteln eines Denkmalschutzprogramms der Bundesregierung für 890.000 Euro aufwendig restauriert. Die Barkasse gehörte ursprünglich dem Hamburgmuseum und war 1969 das erste fahrbereite Museumsschiff Deutschlands. Seit 2005 ist das Hafenfahrzeug im Besitz des Museumshafen Oevelgönne e.V. Neben den eigenen Schiffe kümmert sich der Verein außerdem um die Pflege von Fahrzeugen Hamburger Museen: Dazu gehören der Schwimmkran "HHLA I - Karl Friedrich Steen" sowie der Ewer "Elfriede“.

Liegeplatz des bekannten Dampfeisbrechers "Stettin"

Geschichte

Dampfeisbrecher "Stettin": Mit Kohlekraft voraus

Einst hochmoderner Eisbrecher, später Flüchtlingsschiff, heute technisches Kulturdenkmal: Die "Stettin" blickt auf eine wechselvolle Vergangenheit zurück. mehr

Neben der Flotte des Museumshafens Oevelgönne e.V. liegen in Neumühlen auch Schiffe, die im Besitz eigener Fördervereine oder von Privatpersonen sind. Zu den bekanntesten gehört der Dampfeisbrecher "Stettin". Das Schiff lief im Jahr 1933 in den Stettiner Oderwerken vom Stapel. Bis zum Ende des Zweiten Weltlkriegs war sein Einsatzgebiet die Oder und das Stettiner Haff. Später lag es im Dienst des Wasser- und Schifffahrtsamtes Hamburg in Wedel. Dort hatte es bis 1981 die Aufgabe die Unterelbe, den Nord-Ostsee-Kanal sowie die Kieler Förde im Winter schiffbar zu halten. Seit 1982 kümmert sich der Förderverein Eisbrecher Stettin e.V. um das anerkannte technische Kulturdenkmal. Das Dampfschiff kann täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden und steht für Ausfahrten zur Verfügung. Besonders einfach zu erreichen ist der Museumshafen ab Landungsbrücken mit der HADAG-Fähre 62.

Geplante Sicherheitsverordnung erschwert Betrieb

Hintergrund
mit Video

Traditionsschiffer erhalten Unterstützung

Die neue Sicherheitsrichtline für Traditionsschiffe wird kommen. Das Bundesverkehrsministerium hat aber den Betreibern unter anderem finanzielle Unterstützung zugesichert. mehr

Eine neue Sicherheitsverordnung für Traditionsschiffe, die das Bundesverkehrsministerium plant, könnte die Arbeit der Fördervereine künftig erschweren. Zum Schutz der Fahrgäste und Besatzungen sollen die geltenden Regelungen in den Bereichen bauliche Beschaffenheit, Brandschutz, Ausrüstung und Ausbildung der Crews deutlich verschärft werden. Nach einer Prüfung durch die EU-Kommission sollen die Änderungen inkraft treten. Nach Angaben der Gemeinsamen Kommission für Historische Wasserfahrzeuge (GSHW) seien etwa 110 Schiffe im Norden betroffen, 90 Prozent davon drohe eine Stilllegung. Um die Lage zu entschärfen hatte Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) finanzielle Hilfen für die Schiffseigner in Aussicht gestellt.

Karte: Hamburger Museumshafen Oevelgönne
Reise
03:59

Elbtörn mit der "Präsident Schaefer"

Nordtour

Die Ehrenamtlichen des Museumshafens Oevelgönne halten alte Traditionsschiffe in Schuss. Jeden Freitag kann man sich bei Fahrten in alte Hamburger Zeiten zurückversetzen lassen. Video (03:59 min)

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Alte Schiffe in Hamburgs Hafencity bestaunen

Alte Segler und andere Traditionsschiffe schaukeln auf dem Wasser des alten Sandtorhafens. Moderne Wohn- und Geschäftshäuser der Hafencity rahmen das alte Hafenbecken. mehr

Stiftung Hamburg Maritim
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Legendärer Hamburger Viermaster: Die "Peking"

1911 in Hamburg gebaut, war die "Peking" als schneller Frachtsegler bis 1932 auf den Meeren unterwegs. Das Schiff ist nach Deutschland zurückgekehrt und wird nun restauriert. mehr

Hamburgs maritimes Erbe hautnah erleben

Ob mit der ehemalige Senatsbarkasse "Schaarhörn" oder dem Lotsenschoner "No 5 Elbe": Die Ausfahrt mit einem Schiff der Stiftung Hamburg Maritim ist ein echtes Erlebnis. mehr

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 29.07.2017 | 18:00 Uhr

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