Stand: 01.09.2017 13:15 Uhr

Meppen: Hübsches Städtchen am Wasser

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Die Höltingmühle ist das Wahrzeichen von Meppen.

Wasser ist das dominierende Element in der kleinen niedersächsischen Kreisstadt im Emsland: In Meppen münden Hase, Nordradde und der Dortmund-Ems-Kanal in die Ems. Die Ursprünge Meppens reichen bis ins Jahr 1360 zurück. Am Zusammenfluss von Hase und Ems war damals der ideale Standort für eine Siedlung. Ein paar Jahrhunderte später war Meppen zur fürstbischöflichen Festungsstadt herangewachsen. Teile der Befestigungsanlage sind noch in den Wallanlagen sichtbar. Das Wahrzeichen der Stadt steht an der Mündung der Hase in den Dortmund-Ems-Kanal: die Höltingmühle. Die Windmühle wurde 1960 aus dem oldenburgischen Kranenkamp hierher versetzt und beherbergt heute ein Restaurant.

Bummel durch die Innenstadt

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Das Meppener Rathaus wurde 1408 aus Findlingen errichtet.

Einen Stadtrundgang durch Meppen beginnen Besucher am besten am Marktplatz. Am südlichen Ende steht das Rathaus. Der älteste Teil des Gebäudes wurde 1408 errichtet. Damals wie heute führt eine Holztreppe zum Eingang. Die Treppe konnte bei Gefahr schnell abgebaut werden, sodass dem Feind der Zutritt nicht mehr möglich war. Zwischen 1601 und 1605 erhöhten die Meppener ihr Rathaus um ein weiteres Geschoss und verschönerten es mit einem Renaissancegiebel. Hinter dem Rathaus steht das heutige Stadthaus, der Sitz der Stadtverwaltung. Ein Blickfang ist die Haupteingangstür mit ihrer Supraporte, dem kunstvoll geschnitzten Relief im oberen Bereich. Sehenswert ist auch die Gymnasialkirche, die zwischen 1743 und 1746 im Stil des Spätbarocks und Frührokoko erbaut wurde.

Koppelschleuse - technisches Meisterwerk aus dem 19. Jahrhundert

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Sehenswert: die historische Schleuse in Meppen mit zwei Kammern.

Nur wenige Minuten vom historischen Rathaus entfernt befindet sich die Koppelschleuse. Sie wurde 1824 bis 1828 erbaut und ermöglichte den Übergang der Schiffe aus den umliegenden Kanälen in die Hase. In der Mitte der Schleusenkammer ist ein Tor eingebaut, sodass zwei separate Kammern entstehen. Innerhalb kurzer Zeit konnten Schiffe dort einen Höhenunterschied von bis zu vier Metern überwinden.

Romantischer Weihnachtsmarkt und Boßeltour

Einen Besuch wert ist auch der romantische kleine Weihnachtmarkt in Meppens Innenstadt, der alljährlich im November seine Pforten öffnet. Neben Kunsthandwerk und den typischen Bratwurst- und Glühweinständen gibt es eine überdachte Eislaufbahn sowie ein Kinderkarussell als Attraktionen. Die Tourismuszentrale Meppen bietet zudem in der kalten Jahreszeit regelmäßig Boßeltouren an, bei denen Urlauber Meppen von einer anderen Seite kennenlernen können. Ziel ist es, die Boßel-Kugel "liek ut hand" mit möglichst wenigen Würfen über eine bestimmte Wegstrecke zu treiben. Zum Abschluss einer solchen Tour stärken sich die Teilnehmer in einem der urigen Landgasthöfe traditionell mit "Grünkohl mit Pinkel" oder einer anderen emsländischen Spezialität.

Besuch im Moormuseum

Das Emsland ist von Mooren geprägt und seine Kultivierung spielt in der Geschichte der Region eine wichtige Rolle. Nur etwa 15 Kilometer südwestlich von Meppen liegt in Geeste das Emsland Moormuseum. Es besteht aus einer Ausstellung und einem großen Außengelände und gibt einen anschaulichen Überblick über die Themen Torfabbau, Moor-Kultivierung und Moorschutz. Zur Einführung wird im hauseigenen Kino ein 15 Minuten dauernder Film über die Erschließung des Emslands in den 1950er-Jahren gezeigt. Höhepunkt des Besuchs ist eine Fahrt mit der Feldbahn durchs Moor, derzeit ist die Bahn allerdings wegen Sanierungsarbeiten nicht in Betrieb.

Karte: Die Innenstadt von Meppen
Weitere Informationen

Das Emsland: Moore, Flüsse und Wiesen

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Dieses Thema im Programm:

NDR//Aktuell | 06.09.2017 | 14:00 Uhr

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