Stand: 07.07.2017 10:17 Uhr  - Nordtour  | Archiv

Jugendherbergen: Günstig übernachten in Top-Lagen

Enge Zimmer und lauwarmer Hagebuttentee: So erinnert sich manch einer noch mit Grausen an seinen Aufenthalt in einer Jugendherberge zu Schulzeiten. Doch das ist längst vorbei, heute sind Jugendherbergen moderne Unterkünfte mit hohen Standards zu günstigen Preisen.

In Norddeutschland finden sich nicht nur in fast allen größeren Städten Jugendherbergen, sondern auch in vielen attraktiven Urlaubsregionen. Ob direkt an Nord- oder Ostsee oder an einem der vielen Seen, ob inmitten der Natur oder im Großstadtdschungel - die Häuser befinden sich oft in bester Lage. Ihr Angebot richtet sich dabei nicht nur an junge Leute und Familien. Auch Einzelreisende über 27 Jahre sind willkommen und zahlen lediglich einen um wenige Euro höheren Übernachtungspreis.

Doppel-, Familien- und Mehrbettzimmer

Neben klassischen Mehrbettzimmern bieten die meisten Jugendherbergen auch Familienzimmer, etliche außerdem Doppelzimmer an. Oft besitzen die Zimmer eigene Bäder. Und nicht nur in Großstädten ist es mittlerweile üblich, erwachsenen Gästen einen eigenen Schlüssel auszuhändigen, sodass niemand um spätestens 22 Uhr in der Herberge zurück sein muss. Allerdings herrscht zu dieser Uhrzeit im Interesse aller Gäste Nachtruhe: Wer also spät kommt, sollte Rücksicht nehmen. 

In einigen Punkten unterscheiden sich Jugendherbergen aber noch immer von Hotel- oder Pensionszimmern: Es gibt keine Tischbedienung, die Gäste müssen ihr Essen selbst an der Ausgabe abholen und das Geschirr hinterher abräumen. Auch die Betten müssen selbst bezogen, Handtücher mitgebracht werden. Und am Tag der Abreise ist Betten abziehen Pflicht.

Wichtig: Rechtzeitig buchen

Das Frühstück ist in den Jugendherbergen in der Regel im Preis inbegriffen. Ein warmes Abendessen und teilweise auch ein Mittagessen können dazugebucht werden. Die zusätzlichen Mahlzeiten kosten etwa fünf Euro pro Person. Wichtig zu wissen: Gerade im Sommer empfiehlt es sich, möglichst weit im Voraus buchen. Jugendherbergen in begehrten Lagen, etwa an Ost- oder Nordsee oder in anderen Feriengebieten, sind nämlich meist sehr schnell ausgebucht. Buchen kann man schnell und unkompliziert auf der Website der jeweiligen Jugendherberge.

Zeltplätze für Campingfans

Zelte stehen vor der Jugendherberge in Prora auf Rügen. © DJH
Mehrere norddeutsche Jugendherbergen haben - wie hier in Prora auf Rügen - eigene Zeltplätze.

Mehrere Jugendherbergen im Norden, etwa auf dem Darß, auf Rügen, Sylt und Langeoog sowie in der Mecklenburgischen Schweiz, haben eigene Zeltplätze. Vorteil: Anders als auf einem normalen Campingplatz muss man nicht selbst kochen. Das Frühstück ist auch hier im Preis inbegriffen, die anderen Mahlzeiten kann man mitbuchen. Außerdem sind die Übernachtungen im Zelt günstiger als in den Zimmern und Plätze meist auch noch in der Hauptsaison zu haben.

Spezial-Programme für Familien

Für Familien bieten etliche Jugendherbergen spezielle Programme an. Das Angebot ist vielfältig und reicht von gemeinsamen Bastelaktionen über Segel-, Bogenschieß- oder Reitkurse bis hin zur mehrtägigen Paddel- oder Fahrradtour. Für Familien zusätzlich attraktiv: Die meisten Jugendherbergen haben ein großes Außengelände mit Spiel- oder Sportgeräten. Im Haus selbst gibt es häufig Tischtennis-Platten oder Tischkicker, außerdem können sich die Gäste Spiele ausleihen.

Jugendherbergsausweis ist Voraussetzung

Egal, welche Jugendherberge man auswählt: Um dort übernachten zu dürfen, ist ein gültiger Jugendherbergsausweis Voraussetzung. Den Ausweis erhält man direkt in der Jugendherberge oder auch online auf der Website des Deutschen Jugendherbergswerks. Der Ausweis kostet 22,50 Euro im Jahr (Stand: 2017). Familien müssen nur einen Ausweis bezahlen, erhalten aber für jedes Familienmitglied einen eigenen Ausweis. Diesen muss man in der jeweiligen Jugendherberge vorzeigen und meist für die Dauer des Aufenthaltes abgeben. Die Übernachtung mit Frühstück kostet dann, je nach Jugendherberge, pro Person etwa 22 bis 30 Euro.

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 03.06.2017 | 18:00 Uhr

Das Hochmoor Mecklenbruch im Solling © Weserbergland Tourismus e.V. Foto: Weserbergland Tourismus e.V.

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