Stand: 07.03.2018 12:40 Uhr

Rügens Nordspitze: Kap Arkona

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Aus der Luft ist die beeindruckende Steilküste des Kaps gut zu erkennen.

Der bekannteste Teil von Rügen liegt ganz im Norden der Insel: Kap Arkona. Auf einer rund 45 Meter hohen Steilküste stehen zwei Leuchttürme und ein ehemaliger Peilturm der Marine aus der Kaiserzeit. Besucher können alle Türme besteigen. Den besten Blick, weit über die Insel und die Ostsee, bietet der runde, 35 Meter hohe Leuchtturm von 1902. Er sendet noch immer Lichtsignale für die Schifffahrt auf das Meer.

Ein Wettermessinstrument im Vordergrund und im Hintergrund der Leuchtturm vom Kap Arkona.

Die Wetterstation am Kap Arkona

Nordtour -

Spätestens 2019 soll die Wetterwarte am Kap Arkona vollautomatisiert werden. Bis es so weit ist, behält Meteorologe Frank Stein Temperatur, Wind und Luftdruck im Blick.

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Ausstellung und Hochzeiten im Schinkelturm

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180 Stufen führen auf den 35 Meter hohen Leuchtturm Kap Arkona. Der kleinere Schinkelturm ist nicht mehr in Betrieb.

Direkt daneben steht der alte, quadratische Leuchtturm - auch Schinkelturm genannt. Er wurde nach Entwürfen des bekannten preußischen Architekten Karl Friedrich Schinkel errichtet und war von 1828 bis 1905 in Betrieb. Der klassizistische Backsteinbau ist knapp 20 Meter hoch. Neben einer Aussichtsplattform beherbergt er ein Museum zum Thema Seefahrt sowie das nördlichste Standesamt Mecklenburg-Vorpommerns. Der dritte Turm, der einstige Marinepeilturm von 1927, steht etwas abseits. Auf der Aussichtsplattform in 20 Metern Höhe gibt es eine markante Glaskuppel. Der Turm wird für Ausstellungen und Veranstaltungen genutzt.

Eine Kultstätte der Slawen

Die exponierte Lage von Kap Arkona hat offenbar schon im 6. Jahrhundert das slawische Volk der Ranen fasziniert. Sie bauten dort eine Kultstätte, geschützt von einem 25 Meter hohen Burgwall. Im Inneren soll einst die Jaromarsburg gestanden haben. Der Wall ist noch heute am Nordostzipfel des Kaps neben dem Peilturm gut zu erkennen. Große Teile der Anlage sind im Lauf der Jahrhunderte an der Steilküste ins Meer gestürzt. Archäologen fanden aber noch Perlen, Pfeilspitzen und eine Lanzenspitze. Nicht zuletzt deswegen steht das gesamte Kap als Flächendenkmal unter Schutz.

Bunkeranlagen und eine Wetterstation

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Kap Arkona

Viele Bilder und detaillierte Informationen über das Kap auf den Seiten der Tourismusgesellschaft. extern

Die Volksarmee der DDR nutzte das Kap für militärische Zwecke. Neben zwei älteren Bunkern entstand ein unterirdischer Marineführungsbunker mit rund 2.000 Quadratmetern Grundfläche. Er kann ebenso besichtigt werden, wie der kleinere Arkona-Bunker aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Wer sich für Klimaphänomene interessiert, kann die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes besuchen. Noch ist die Station mit drei Mitarbeitern besetzt, spätestens 2019 soll sie automatisiert werden.

Autos sind am Kap tabu

Besucher des Kaps müssen das Auto auf einem großen Parkplatz vor dem Ort Putgarten abstellen. Die restlichen zweieinhalb Kilometer kann man zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit einer Pferdekutsche oder der sogenannten Arkona-Bahn - einem gasbetriebenen Minizug auf Reifen - zurücklegen.

Romantisches Fischerdorf Vitt

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Vom Fischerdorf Vitt aus ist die Steilküste am Kap gut zu erkennen.

Knapp anderthalb Kilometer vor dem Kap schmiegt sich der winzige Fischerort Vitt an das dort flache östliche Ufer Rügens. Etwa 30 Einwohner leben in den 13 Reetdachhäusern, am Sandstrand liegen Fischerboote. Das autofreie Dorf steht unter Denkmalschutz und konnte seine ursprüngliche Anlage bis heute erhalten. Oberhalb des Örtchens steht eine kleine, achteckige Kapelle mit Reetdach. Es empfiehlt sich, Vitt morgens zu besuchen. Dann bieten Fischer frische oder geräucherte Ware an und es sind erst wenige Touristen unterwegs.

Wandern auf dem Hochuferweg

Von Vitt aus können Besucher am Strand nach Norden zum Kap gehen. Die sogenannte Veilchentreppe führt kurz vor dem Kap wieder auf das Steilufer. Eine Alternative ist der Hochuferweg. Er führt an den Leuchttürmen vorbei bis zum Nordstrand mit dem Gellort. An diesem nördlichsten Punkt Rügens liegt ein mächtiger Findling am Ostseestrand, der Siebenschneiderstein.

Karte: Kap Arkona auf Rügen
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 10.03.2018 | 18:00 Uhr

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