Stand: 30.05.2018 15:35 Uhr

Mit dem Rad an Hase und Ems entlang

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Ein zuverlässiger Wegweiser: Wer auf diese Schilder achtet, kann sich kaum verfahren.

Zwei Regionen, zwei Flüsse - ein Radweg: Vom Osnabrücker Land bis ins Emsland führt die Hase-Ems-Tour durch den Südwesten Niedersachsens. 265 Kilometer sind es von Melle bis ins westfälische Rheine. Mit geringen Steigungen und häufig auf asphaltierten Wegen fernab großer Straßen eignet sich die Hase-Ems-Tour auch für weniger geübte Radler. Viele kleine Städtchen an der Strecke bieten Gelegenheiten zu Pausen und Unterkünfte für Übernachtungen.

Der untere Teil eines Faharrades.

Radtour auf Rezept: Unterwegs im Hasetal

Nordtour -

In der Hasetal-Region ist ein neuer Präventionskurs für die Gesundheit im Angebot. Die Radtouren führen zu gesundheitsfördernden Kursen in meist sehr idyllischer Umgebung.

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Von Melle bis Osnabrück (48 Kilometer)

Die Tour im Überblick

Länge: 265 Kilometer
Start: Melle (Hasequelle im Stadtteil Wellingholzhausen)
Ziel: Rheine
Orte an der Strecke:
Osnabrück, Bramsche, Bersenbrück, Quakenbrück, Löningen, Herzlake, Haselünne, Meppen, Lingen, Salzbergen
Markierung: in beiden Richtungen mit einem grün-blauen Fahrradsymbol beschildert

Wer mit dem Zug anreist, sollte die Tour direkt in Melle beginnen. Vom Zentrum der Kleinstadt im Osnabrücker Land sind es zunächst rund acht Kilometer zur Quelle der Hase im Stadtteil Wellingholzhausen. Dort entsteht der Fluss aus mehreren Quellbächen. Auf den ersten Kilometern in Richtung Gesmold folgen einige Steigungen an den Ausläufern des Teutoburger Waldes - die stärksten der gesamten Tour. Bald aber führt die Strecke flach in nördlicher Richtung durch Wiesen und Felder. Hier, wie auf weiten Teilen des Weges, fahren Radler nicht direkt an der Hase entlang, überqueren sie aber mehrfach.

Bifurkation: Die Hase teilt sich

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In Osnabrück schlängelt sich die Hase durch die Innenstadt.

Kurz vor Gesmold, das noch zur Stadt Melle gehört, zeigt sich eine geographische Besonderheit: eine Bifurkation. Der Flusslauf gabelt sich und die Hase gibt etwa ein Drittel des Wassers an die Else ab. Während die Hase über die Ems in die Nordsee mündet, erreicht die Else das Meer in östlicher Richtung über Werre und Weser. Schautafeln und Modelle verdeutlichen die Bifurkation, die an sehr flachen Wasserscheiden entstehen kann.

An Schloss Ledenburg bei Bissendorf vorbei führt die gut beschilderte Radroute weiter nach Osnabrück, der drittgrößten Stadt Niedersachsens.

Von Osnabrück nach Quakenbrück (72 Kilometer)

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Ein schöner Platz für eine Rast: der Markt in Osnabrück mit historischen Häusern.

In Osnabrück geht es durch das nordöstliche Stadtgebiet, aber auch die Strecke bis zum Bahnhof im Zentrum ist ausgeschildert. Radwege erleichtern die Fahrt durch die Großstadt. In Osnabrück lohnt ein Abstecher in die Altstadt. Mit dem historischen Rathaus am Markt sowie Dom und Marienkirche stehen dort einige der interessantesten Sehenswürdigkeiten der quirligen Universitätsstadt.

Die Hase-Ems-Route verlässt die Stadt in nördlicher Richtung. Am Fluss und einem parallel verlaufenden Kanal entlang führt sie durch das Naturschutzgebiet Haseniederung in die alte Handels- und Tuchmacherstadt Bramsche. Ein Museum erinnert dort an die Handwerkskunst aus vergangenen Zeiten.

Extratour zum Alfsee

Bei warmem Sommerwetter lohnt sich ein Abstecher an den Alfsee. Der Stausee wurde als Rückhaltebecken für die Hase angelegt und hat sich zu einem beliebten Naherholungsgebiet entwickelt. Die offizielle Hase-Ems-Route führt nicht direkt zum See. Radler können aber bei Maschort südlich von Rieste abbiegen und am Alfsee entlang nach Alfhausen fahren. Bei Heeke treffen sie wieder auf die ausgeschilderte Route, die nach gut fünf Kilometern durch Bersenbrück führt. Eine Klosteranlage mit dem Kreismuseum gehört zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde, deren Wahrzeichen die Klosterpforte aus dem Jahr 1700 ist.

Durch das Artland nach Quakenbrück

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Typisch Artland: prächtige Fachwerkhöfe, die meist außerhalb der Ortschaften stehen.

In Bersenbrück trifft die Hase-Ems-Route noch einmal auf den Fluss, verlässt ihn dann aber in Richtung Artland. Auf meist gut befestigten Wegen führt die Tour durch ausgedehnte Felder. Dazwischen die typischen Artland-Höfe: jahrhundertealte Anwesen umgeben von parkartigen Anlagen mit üppigen Eichen. Rund 700 solcher Fachwerkhöfe stehen unter Denkmalschutz.

Über Gehrde und Badbergen erreicht die Route Quakenbrück, mit gut 12.000 Einwohnern das wirtschaftliche Zentrum des Artlandes. In der sehenswerten Altstadt mit vielen kleinen Geschäften stehen etwa 100 Fachwerkhäuser aus verschiedenen Jahrhunderten. Die Hohe Pforte von 1485, das einzige erhaltene von ehemals fünf Stadttoren, zeigt die Bedeutung der früheren Hansestadt.

Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 02.06.2018 | 18:00 Uhr

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