Stand: 25.09.2019 15:40 Uhr  | Archiv

Kühlungsborn: Ostseeurlaub mit historischem Flair

Luftbild von Kühlungsborn-Ost mit Marina und Seebrücke © Tourismus, Freizeit & Kultur GmbH Kühlungsborn Foto: Rajko Grawert
Der Stadtwald teilt Kühlungsborn in die Ortsteile Ost mit Jachthafen und Seebrücke sowie West.

Auf halber Strecke zwischen Wismar und Rostock liegt das größte Seebad an der mecklenburgischen Ostseeküste: Kühlungsborn. Die Strandpromenade ist mit knapp vier Kilometern eine der längsten Deutschlands und ideal zum Bummeln oder Spazierengehen. Ein bis zu 50 Meter breiter Sandstrand bietet nicht nur viel Platz zum Sonnenbaden. Es gibt barrierefreie Abschnitte, mehrere Strandabschnitte für FKK-Fans, drei Hundestrände und zwei Sportstrände mit teilweise kostenlosen Kursangeboten. Seit vielen Jahren bekommt der Strand regelmäßig das Gütesiegel "Blaue Flagge" verliehen, das unter anderem für sehr gute Wasserqualität steht. Bootsbesitzer finden im Jachthafen rund 400 Liegeplätze.

Bäderarchitektur und eine Seebrücke

Haus im Stiel der Bäderarchitektur in Kühlungsborn © Tourismus, Freizeit & Kultur GmbH Kühlungsborn Foto: Rene Legrand
Viele Gebäude aus der Gründerzeit sind stilvoll renoviert.

Erker, Loggien, Säulen, Verzierungen: In Kühlungsborn fallen viele sanierte Häuser im Stil der Bäderarchitektur auf. Sie dienen heute nicht nur als stilvolle Unterkünfte für Urlauber, sondern erinnern auch an die Vergangenheit des Ostseebades zur Wilhelminischen Zeit. Damals, um 1900, entstanden die prächtigen Villen, Hotels und Pensionen. Inzwischen gibt es auch zahlreiche moderne Unterkünfte, jedoch nach einer alten Regel keine Gebäude, die höher als der höchste Baum sind. In der Nähe des Jachthafens führt eine Seebrücke 240 Meter hinaus auf die Ostsee. Von dort haben Besucher einen weiten Blick auf die Küste und können mit dem Motorschiff "Baltica" zu Fahrten in Richtung Warnemünde oder Rerik starten.

Möwen als Wahrzeichen

Möwen sitzen auf Holzpfählen im Wasser. © imago/Christian Schroedter
Möwen gehören zur Tradition des Ostseebades.

Ob auf Postkarten, Flaggen oder Prospekten - überall stößt man auf das Motiv der drei fliegenden Möwen. Sie sind das Wahrzeichen von Kühlungsborn und symbolisieren die drei Orte, aus denen das Ostseebad 1937 entstanden ist: Brunshaupten, Arendsee und Gut Fulgen. Zunächst hieß Kühlungsborn etwas sperrig Ostseebad Brunshaupten-Arendsee. Der aktuelle Name bezieht sich auf den kleinen Höhenzug Kühlung südlich der Kleinstadt mit rund 8.000 Einwohnern.

Wandern und Radfahren in der Kühlung

Die rund 23 Kilometer lange und bis zu 128 Meter hohe Kühlung ist einmalig an der Mecklenburgischen Küste. Dicht bewaldete Hügel, Schluchten, Bäche und Tümpel prägen das Bild der Landschaft und machen die Kühlung zu einem idealen Wandergebiet. Vom höchsten Punkt aus, dem Diedrichshagener Berg, haben Naturliebhaber einen schönen Blick auf Kühlungsborn und die Ostseeküste. Auch im zentral gelegenen Stadtwald und an der Küste laden zahlreiche Wege zum Wandern ein, etwa in das Naturschutzgebiet am Riedensee westlich des Seebades.

Ausflüge ins Umland von Kühlungsborn

Leuchtturm Buk bei Kühlungsborn © Tourismus, Freizeit & Kultur GmbH Kühlungsborn Foto: Ulrike Pawandenat
Der Leuchtturm Buk steht zwischen Kühlungsborn und Rerik.

Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann die Hünengräber rund um den Ort Rerik, das zwölf Kilometer entfernte Heiligendamm - Deutschlands erstes Seebad - oder den Leuchtturm Buk bei Bastorf ansteuern. Der 1878 erbaute Turm steht unter Denkmalschutz, ist noch voll funktionstüchtig und begehbar. Obwohl der Turm nur gut 20 Meter hoch ist, hat man von der Aussichtsplattform einen weiten Blick über das Land. Der Standort auf dem 78 Meter hohen Signalberg macht ihn zum am höchsten gelegenen Leuchtfeuer an der deutschen Ostseeküste.

Unterwegs mit der Schmalspurbahn "Molli"

Die Schmalspurbahn Molli dampft durch einen Ort. © NDR Foto: Jana Hobe
Die Bäderbahn "Molli" verkehrt mehrmals täglich zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn.

Ein besonderes Erlebnis ist eine Fahrt mit der legendären Bäderbahn "Molli", die mehrmals täglich zwischen Kühlungsborn und Bad Doberan pendelt. Deutschlands älteste Schmalspurbahn wurde 1886 gebaut, um den vielen prominenten Gästen den Weg an die Küste zu erleichtern. Der "Molli" schnauft durch eine reizvolle Landschaft mit Feldern und Alleen, durch das mondäne Ostseebad Heiligendamm und mitten durch die Stadt Bad Doberan. Die Fahrt von Kühlungsborn bis Bad Doberan dauert gut 50 Minuten. Der Zug nimmt auch Fahrräder mit.

Karte: Kühlungsborn und Umgebung

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 27.09.2019 | 16:20 Uhr

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