Stand: 17.05.2019 09:18 Uhr

Auf Entdeckertour durch Mecklenburgs Schweiz

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Die Rapsblüte im Frühling taucht die hügelige Landschaft wie hier bei Basedow in leuchtendes Gelb.

Eine hügelige Landschaft, stille Dörfer mit historischen Gutshäusern und viel Wasser: Das bietet die Mecklenburgische Schweiz im Herzen Mecklenburg-Vorpommerns. Im Mittelpunkt der Region liegt der Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Allein zehn Naturschutzgebiete schließt er mit ein. Ein großer Teil ist Vogelschutzgebiet: Im Frühjahr und Herbst rasten in der Region nördlich der Mecklenburgischen Seenplatte Kraniche und Wildgänse, Adler und Eisvögel sind hier zu Hause.

Tietzer entspannt in der Mecklenburgischen Schweiz mit Seeblick.

Tietzer reist in die Mecklenburgische Schweiz

Mein Nachmittag -

Viel Natur, Schlösser und Parkanlagen sind das Aushängeschild der Mecklenburgischen Schweiz. Reporter Sven Tietzer erkundet die Region abseits der typischen Kulturlandschaft.

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Ideales Revier für Wassersportler

Die Seen der Region wie der Kummerower und der Teterower See sind aber nicht nur kleine Naturparadiese, sondern auch ideal für Aktivurlauber. So finden Surfer und Segler am Kummerower See gute Bedingungen, der Teterower See ist ein gutes Angelrevier. Beide Seen bieten außerdem mehrere Badestellen.

Auch Kanufahrer bietet die Mecklenburgische Schweiz schöne Wege. Sehr reizvoll ist eine Kanutour vom Teterower See über den Kummerower See bis nach Malchin. Für die etwa 30 Kilometer lange Strecke sollte man ein bis zwei Tage einplanen.

Gutes Wegenetz zum Wandern und Radfahren

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Eine historisch interessante Wanderung führt auf die Burgwallinsel im Teterower See. Die Insel ist per Schifferreichbar.

Ideale Bedingungen und ein gut ausgeschildertes Wegenetz finden Wanderer und Radfahrer im Naturpark vor. Viel Abwechslung bietet etwa die etwa 45 Kilometer lange Fahrradtour um den Kummerower See. Auf manchen Wegen müssen Radler sich in der hügeligen Landschaft zwar aufwärts manchmal etwas anstrengen, dafür werden sie aber mit einem weiten Blick über die Region belohnt. An einigen Wanderwegen liegen Aussichtstürme, so etwa bei Verchen und Neukalen am Kummerower See sowie bei Wendischhagen und Dahmen am Malchiner See, die ebenfalls schöne Ausblicke über die Landschaft ermöglichen.

Besonders reizvoll ist eine Wanderung auf der Burgwallinsel im Teterower See. Er ist vor allem historisch interessant, denn der Burgwall geht noch auf eine frühmittelalterliche slawische Siedlung zurück. Ein ausgeschilderter Inselwanderweg informiert auf Text- und Bildtafeln über die Geschichte der Siedlung und das Leben der Slawen.

Neu gestaltet ist der "Mecklenburger Kapellenweg". Er führt durch die Höhenzüge der Mecklenburgischen Schweiz und vorbei an einer Kapelle und sechs weiteren Andachtsplätzen, an denen sich bis zum Dreißigjährigen Krieg ebenfalls Kapellen befanden.

Per Rad zu Gutshäusern und Schlössern

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Burg Schlitz zählt zu den größten klassizistischen Herrenhäusern in Mecklenburg-Vorpommern. Heute ist das Bauwerk ein Hotel.

Neben Hügeln, Alleen mit alten Bäumen und Seen prägen auch die kleinen Dörfer und historischen Gutshäuser und Schlösser das Landschaftsbild des Naturparks. Zu den prächtigsten Anlagen zählen Burg Schlitz, in dem sich heute ein Hotel befindet, sowie Schloss Basedow. Zu beiden Schlössern gehören sehenswerte Parkanlagen.

Einen Eindruck von der Vielfalt der Herrenhäuser und Schlösser in der Region vermittelt die "Große Schlössertour", ein rund 65 Kilometer langer Radweg, der am Schloss Basedow startet. Eine Variante ist die nur rund 20 Kilometer lange "Kleine Schlössertour", die sich auch zum Wandern eignet.

Abstecher nach Güstrow und Stavenhagen

Zur weiteren Kulturlandschaft der Mecklenburgischen Schweiz zählen auch Güstrow sowie Stavenhagen. Beide Städte sind attraktive Ausflugsziele: Güstrow ist vor allem bekannt als Barlachstadt. Im ehemaligen Atelier des Bildhauers befindet sich heute ein Museum mit Arbeiten des Künstlers. Sehenswert sind aber auch das Rathaus, der Dom sowie das prächtige Renaissanceschloss. Bekanntester Sohn der Stadt Stavenhagen ist Fritz Reuter. An den bekannten plattdeutschen Schriftsteller erinnert heute ein Literaturmuseum im alten Rathaus.

Karte: Der Naturpark Mecklenburgische Schweiz
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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 17.05.2019 | 16:20 Uhr

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