Stand: 10.12.2019 12:04 Uhr  - Nordtour

Im Okertal durch den nördlichen Harz wandern

Vom Oberharz bei Altenau fließt die Oker nach Norden und verlässt das Mittelgebirge nahe Goslar. Für viele Wanderer gehört das Okertal zu den schönsten Gebieten im Westharz. Der beliebteste Abschnitt sind die rund sechs Kilometer zwischen der Okertalsperre und dem Ort Oker, der zu Goslar gehört.

Wanderung durchs Okertal

Nordtour -

Unterwegs im Westharz: Ein schöner, etwa zwölf Kilometer langer Rundwanderweg entlang des Flusses beginnt in Oker, einem Ortsteil von Goslar.

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Die Oker bahnt sich ihren Weg

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Eine Brücke führt auf die Verlobungsinsel in der Oker.

Zwischen steilen Hängen zwängt sich die Oker in zahllosen Windungen durch das dicht bewaldete Tal. Im Flussbett liegen gewaltige Felsbrocken. Die Strecke eignet sich gut für eine Rundwanderung, denn neben einem Weg meist dicht am Wasser gibt es zahlreiche Routen an den Hängen. Für den steilen Aufstieg werden Ausflügler mit herrlichen Blicken ins Okertal belohnt. Wer in trockenen Sommern im Okertal wandert, muss damit rechnen, nur ein Rinnsal im Flussbett zu sehen. Die oberhalb gelegene Okertalsperre fängt das Wasser auf und reguliert den Abfluss.

Schöner Blick von den Klippen

Besonders interessant sind die Wege am Hang, da sie zu zahlreichen Klippen führen. Einige können nur von Kletterern mit guter Ausrüstung bezwungen werden, auf andere führen angelegte Wege mit Geländern. Wanderer sollten in jedem Fall einige Trittsicherheit und solide Schuhe mitbringen, um die Klippen sicher zu bewältigen.

Rundweg durch das Okertal

Ein beliebter, gut zehn Kilometer langer Rundweg durch das Okertal beginnt am Ortsausgang von Oker. Dort gibt es sowohl eine Bushaltestelle als auch Parkplätze. Am linken, westlichen Flussufer führt der Weg zunächst leicht bergan zur Adlerklippe mit einem ersten Aussichtspunkt. Kurz danach wird das Tal so eng, dass der Weg einige Hundert Meter an der Bundesstraße 498 entlang führt, die sich durch das Tal zieht. Kurz danach kommt ein kleiner Stausee in Sicht, ein Ausgleichsbecken der großen Okertalsperre.

Rast auf der Verlobungsinsel

Der Rundweg ist hier auch als Europäischer Fernwanderweg E6 markiert, der den Harz durchquert. Am Ende des Ausgleichsbeckens führt eine schmale Holzbrücke auf die Verlobungsinsel, eine felsige Insel mit Rastplatz in der Oker. Dicht am Wasser entlang geht es weiter nach Romkerhalle. Ein Wasserkraftwerk nutzt dort die Energie des rund 1,5 Kilometer flussaufwärts gelegenen Okerstausees zur Stromerzeugung. Während der Fernwanderweg weiter der Oker folgt, führt die Rundwanderung auf den östlichen Berghang. Im Tal gibt es einen weiteren Parkplatz und damit die Möglichkeit, die Rundtour auch hier zu beginnen.

Wasserfall und schroffe Klippen

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Die Klippen ragen aus dem Wald und bieten freie Sicht ins Tal.

An dem steilen Hang stürzt der Romkerhaller Wasserfall fast 70 Meter in die Tiefe. Er wurde einst als Touristenattraktion künstlich angelegt und wird über einen Kanal vom Flüsschen Kleine Romke gespeist. Im Winter bilden sich an den Felsen bizarre Eisformationen. Mehrere Wege, mal länger, mal kürzer und steiler führen zu einem Aussichtspunkt auf die Wasserfall-Klippe. An der Ostflanke des Okertals folgen nun mehrere sehenswerte Klippen. Allerdings müssen Wanderer zunächst einige Hundert Höhenmeter aufsteigen, um hoch über dem Flussbett unter anderem zur Feigenbaumklippe zu gelangen. Über die Kästeklippen am Huthberg, mit gut 600 Metern die höchste Erhebung in der Gegend, geht es zurück zum Ausgangspunkt des Rundwegs. Wanderer sollten für die Tour rund dreieinhalb Stunden Gehzeit einplanen.

Karte: Wandern im Okertal
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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 07.12.2019 | 18:00 Uhr

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