Stand: 13.09.2019 16:15 Uhr

Friedrichstadt: Holland-Flair in Nordfriesland

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Im Sommer herrscht auf den Grachten reger Schiffsverkehr.

Grachten, schnurgerade Gassen, Brücken und schmale Häuser mit Treppengiebeln. Ein Bummel durch das schleswig-holsteinische Friedrichstadt weckt Erinnerungen an Holland. Selbst zu einer Grachtenrundfahrt können Besucher starten und den Ort so aus der Wasserperspektive kennenlernen. Auf eigene Faust ist das auch mit einem Tret- oder Elektroboot möglich.

Friedrichsstadt.

Friedrichstadt und seine Wasserstraßen

Nordtour -

Hollandflair in Nordfriesland: Friedrichstadt in Schleswig-Holstein wird wegen seiner vielen Grachten auch "Klein Amsterdam" genannt und gehört zu den kleinsten Städten Deutschlands.

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Prächtige Häuser am Marktplatz

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Die Häuserzeile am Marktplatz stammt noch aus den Gründerjahren der Stadt.

Vom Mittelburggraben, der zentralen Gracht aus, fällt der Blick auf neun Kaufmannshäuser an der Westseite des Marktplatzes. Das einzigartige Ensemble stammt noch aus der Zeit der Stadtgründung vor fast 400 Jahren. Über den Haustüren fallen die typischen Hausmarken auf, kleine Ornamente, die einst auf den Beruf oder eine Eigenart des Hausbesitzers hingewiesen haben. Ein Wahrzeichen am Marktplatz von Friedrichstadt ist auch das hübsch verzierte blauweiße Pumpenhäuschen von 1879 über einer Schwengelpumpe.

Museum in der "Alten Münze"

Das wohl schönste Wohnhaus aus der Gründerzeit von Friedrichstadt ist die "Alte Münze". Sie wurde 1626 vom niederländischen Statthalter Adolph van Wael erbaut. Anders als der Name vermuten lässt, diente das Haus nie als Münzstätte, sondern als Speicher, später auch als Kirche und Bibliothek. Heute befindet sich in dem Gebäude das Stadtmuseum. Die Ausstellung befasst sich mit der Stadtgeschichte und den verschiedenen Glaubensrichtungen, die heute noch in Friedrichstadt existieren. Dafür stehen auch die fünf Gotteshäuser für nur rund 2.600 Einwohner, darunter etwa die auffällige Remonstrantenkirche. Sie ist die einzige Kirche der protestantischen Remonstranten außerhalb der Niederlande. Dort finden regelmäßig Gottesdienste auf Niederländisch statt.

Ein Deal mit Holländern

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Die Region um Eider, Treene und Sorge lässt sich per Boot oder mit dem Rad erkunden.

Ihren Namen verdankt die Stadt Herzog Friedrich III. von Schleswig-Gottorf. Er holte im 17. Jahrhundert religiös verfolgte Holländer in die abgelegene Ecke seines Herzogtums und gewährte ihnen Glaubensfreiheit. Allerdings nicht ohne Hintergedanken: Als Gegenleistung ließ er sich das hübsche Städtchen nach holländischem Vorbild bauen. Ziel des Herzogs war es auch, seine Handelsbeziehungen, die über das dänische Rendsburg liefen und bis nach Spanien sowie in den östlichen Mittelmeerraum reichten, weiter voranzubringen.

Mit dem Rad durchs Dreistromland

Das Umland von Friedrichstadt, eine flache Wiesenlandschaft im Hinterland der Nordseeküste, wird von den Flüssen Eider, Treene und Sorge geprägt. Die Region lässt sich gut auf 16 Rad-Rundtouren entdecken, die die Stadt Friedrichstadt auf ihrer Website zum Download anbietet. Die Tourist-Information bietet zudem verschiedene Stadtrundgänge an. Neben allgemeinen Führungen stehen etwa Rundgänge zur holländischen Architektur oder auf den Spuren bedeutender Friedrichstädter Frauen auf dem Programm.

Karte: Friedrichstadt
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Friedrichstadt: Das "kleine Amsterdam"

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In Friedrichstadt kann man wunderschöne Touren auf Grachten machen. Die Stadt zwischen den Flüssen Eider und Treene ist auch bekannt als "Klein Amsterdam". Sven Tietzer ist zu Besuch. Video (08:10 min)

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Dieses Thema im Programm:

Nordtour | 14.09.2019 | 18:00 Uhr

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